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Verlängerung Lawinengalerie Untergrimming: Baustart für 5,5 Millionen-Projekt Ende Juni, Presseinformation vom 10.04.2007

Angebotsfrist für die Lawinengalerie läuft bis 27. April 2007

Am 12. März 1988 verschüttete eine Lawine vom 2.176 Meter hohen Grimming aus dem Bereich des so genannten „Multerecks" die B145 und die Gemeindestraße nach Unter­grimming rund drei Meter hoch auf einer Länge von 200 Meter. So wurde in den Jahren 1992 bis 1994 die bestehende, 300 Meter lange Lawinengalerie errichtet. Nachdem im Februar 1999 eine weitere Lawine die Straße vor dem Portal Trautenfels unpassierbar machte, wurde eine Verlängerung angedacht, die nun auf Antrag von Verkehrslandesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder umgesetzt wird. „Letzten Freitag wurde das ,offene Verfahren' veröffentlicht, die Angebotsfrist endet mit 27. April. Der Baubeginn ist für 30. Juni geplant, bis Ende Juli 2008 sollten wir fertig sein", so Projektleiter Ing. Michael Rappold von der FA 18B.

Die Baumaßnahmen des ca. 5,5 Millionen-Euro-Projektes umfassen die Verlängerung des Lawinentunnels um 115,50 Meter Richtung Trautenfels, Tunnelinstandsetzungsarbeiten am bestehenden Tunnel, die Errichtung einer Umleitungsstraße inklusive zwei dafür notwendiger Bailey­brücken, eine Brückeninstandsetzung der bestehenden Untergrimmingbachbrücke, die Er­richtung einer Betriebsstation (Portal Tauplitz) sowie Leitungsverlegungen. Rappold: „Eine Notausfahrt aus der Lawinengalerie ist aufgrund der dann ge­geb­enen Länge von exakt 411,33 Meter nicht erforderlich. Um jedoch im Katastrophenfall eine rasche Flucht ins Freie zu ermöglichen, ist bei km 111,6139 ein talseitiger Notausgang, der sowohl über die Zufahrt vom Portal Tauplitz als auch über die Zufahrt vom Portal Traut­en­fels erreicht werden kann, vorgesehen. Die Entfernung zu den Portalen beträgt dann 239 beziehungsweise 173 Meter."

Und da die talseitigen Lichtöffnungen der bestehenden Lawinengalerie geschlossen werden, ist eine Beleuchtung im Tunnel erforderlich. Um den Straßenteilnehmern eine sichere Durchfahrt zu ge­währleisten, werden die notwendigen Maßnahmen dem neuesten Stand der Technik angepasst.

Johannes Hödl
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Büro der Landesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder
0316-877 5945