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"Naturschutzstrategie Steiermark 2025" Zusammenhalt, Generationendenken, Verschiedenheit

Landesrat Anton Lang bei der Präsentation der Naturschutzstrategie Steiermark 2025 © Land Steiermark
Landesrat Anton Lang bei der Präsentation der Naturschutzstrategie Steiermark 2025
© Land Steiermark

Unsere Natur ist die wichtigste Grundlage unseres Lebens. Wasser, Boden, Pflanzen und Tiere - wir brauchen sie und sind dafür verantwortlich, diese Lebensgrundlage auch unseren nächsten Generationen intakt weiterzugeben. „Zum einen ist es sehr erfreulich, dass es den Menschen immer bewusster wird, dass wir auf unsere Natur und Umwelt ‚schauen‘ müssen. Zum anderen befindet sich der Naturschutz in einem permanenten Spannungsfeld zwischen verschiedensten Interessen. Dazu kommt, dass er mit großen Herausforderungen wie etwa dem Klimawandel zu kämpfen hat. Die genannten Faktoren aber auch der begrenzt zur Verfügung stehende budgetäre Rahmen machen strategisch hinterlegtes Handeln immer wichtiger. Daher war es mir ein großes Anliegen, eine Strategie für die Naturschutzarbeit der Steiermark in den kommenden Jahren zu erarbeiten", erklärt der für Naturschutz zuständige Landesrat Anton Lang die Beweggründe für die Erarbeitung der Strategie. Für die Präsentation der - erstmalig in der Steiermark vorliegenden - Strategie hat Lang gestern Montag zu einer „Naturschutz-Jausn" im Heurigen Reiß in Eggersdorf eingeladen.

Die Strategie legt die fünf zentralen Leitthemen für die Naturschutzarbeit im Land und das Arbeitsprogramm im Bereich Naturschutz bis zum Jahr 2025 fest. Die fünf Leitthemen sind Kooperation, Bewusstseinsbildung, Vertragsnaturschutz, Nutzungskonflikte und Naturschutzverfahren.

Im Wesentlichen richtet sich die Strategie an die im Naturschutz tätigen MitarbeiterInnen, sie soll aber auch als Grundlage und Leitlinie für politische Entscheidungen dienen. Lang: „Auch wenn wir selbst die Adressaten der Strategie sind, war es mir wichtig, dass in der Erarbeitung eine möglichst breite Einbindung aller mit dem Naturschutz berührten Institutionen und Vereinen erfolgte. Ein ganzes Jahr lang haben wir gemeinsam mit der Naturschutzverwaltung unseres Landes, zahlreichen ExpertInnen aus unterschiedlichsten Bereichen, LandnutzerInnen und InteressensvertreterInnen aktuelle sowie zukünftige Sorgen und Probleme identifiziert, Lösungen erarbeitet und Prioritäten gesetzt."

Von diesem Gedanken der Zusammenarbeit sind auch die Zielsetzungen und Inhalte der Strategie getragen. „Der Schutz der Natur ist ohne die Einbindung der GrundeigentümerInnen, Betriebe, BewirtschafterInnen und aller Menschen, die die Natur sonst noch nutzen, unvorstellbar. Wir wollen die Kooperation zwischen Behörde, GrundeigenütmerInnen und anderen Interessensgruppen ausbauen. Naturschutz kann nur erfolgreich sein, wenn wir partnerschaftlich an die Sache herangehen. Dieser Zugang spiegelt sich in der Naturschutzstrategie auch eindeutig wider", so Lang. „Aus diesen Gründen freut es mich, dass sich die Partner des Naturschutzes so intensiv an der Erarbeitung der Strategie beteiligt haben und insbesondere, dass Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher und Naturschutzbund-Präsident Johannes Gepp zu den Rednern bei der gestrigen Präsentation zählten."

Die „Naturschutzstrategie Steiermark 2025" wurde am 11. Mai 2017 von der Steiermärkischen Landesregierung beschlossen und wird als Regierungsvorlage in den Landtag Steiermark (Juni-Sitzung) eingebracht.

Es liegt auch bereits ein Arbeitsprogramm für die erste Phase der Umsetzung der Strategie vor. Aus diesen Projekten sollen die drei folgenden beispielhaft hervorgehoben werden:

Einrichtung einer Dialoggruppe, in der all´ jene VertreterInnen von Interessensgruppen teilnehmen sollen, die aktuell mit wichtigen Naturschutzthemen konfrontiert sind. Innerhalb der Dialoggruppe sollen Meinungen zu aktuellen Themen sowie geplante weitere Schritte regelmäßig abgestimmt und ausgetauscht werden.

Moorschutz: Derzeit fehlen Strategien für einen umfassenden Moorschutz, die auch die Bevölkerung miteinbeziehen und wirksame Maßnahmen zum Schutz der Moore beinhalten. Für die Moore sollen daher diverse Aktivitäten und Projekte priorisiert, eingeleitet und auf Schiene gebracht werden - auch um dem sich aus dem neuen Naturschutzgesetz ergebenden Auftrag entsprechen zu können.

Best Practice-Beispiele „Naturschutz und Landwirtschaft": Mit einem Wettbewerb sollen jene Menschen in den Vordergrund gerückt werden, die vorbildlich oder beispielhaft für den Schutz unserer Natur arbeiten. In diesem Sinne soll mit der Landwirtschaftskammer ein dementsprechendes Projekt erarbeitet werden.

Externe Verknüpfung Strategie Broschüre

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