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USA - Europa: Die natürlichste Partnerschaft der Welt

"Geist und Gegenwart" Pfingstdialog auf Schloss Seggau eröffnet

Hamilton, Young, Eibinger-Miedl, LH Schützenhöfer, Vizekanzler Brandstetter, Bischof Krautwaschl, LR Drexler, und Geist und Gegenwart-Koordinator Herwig Hösele. ( v.l.) © Peter Ramspacher/ Geist und Gegenwart, bei Quellenangabe honorarfrei
Hamilton, Young, Eibinger-Miedl, LH Schützenhöfer, Vizekanzler Brandstetter, Bischof Krautwaschl, LR Drexler, und Geist und Gegenwart-Koordinator Herwig Hösele. ( v.l.)
© Peter Ramspacher/ Geist und Gegenwart, bei Quellenangabe honorarfrei
Dan Hamilton beim Pfingstdialog 2017 © Peter Ramspacher/ Geist und Gegenwart, bei Quellenangabe honorarfrei
Dan Hamilton beim Pfingstdialog 2017
© Peter Ramspacher/ Geist und Gegenwart, bei Quellenangabe honorarfrei

Leibnitz/Graz (1. Juni 2017).- Die hochaktuelle Thematik der zukünftigen Gestaltung der Beziehungen zwischen Europa und den USA diskutieren derzeit rund 50 internationale Referentinnen und Referenten im Rahmen des diesjährigen „Geist und Gegenwart″ Pfingstdialogs auf Schloss Seggau in Leibnitz. Das von 31. Mai bis 2. Juni stattfindende Diskussionsforum wurde gestern Abend (31.5.2017) im Beisein zahlreicher Ehrengäste und internationaler renomierter Persönlichkeiten feierlich eröffnet.

Nach Grußworten von Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl, Superintendent Hermann Miklas, dem Geschäftsträger an der US Botschaft in Österreich Eugene Young, Vizekanzler Wolfgang Brandstetter sowie Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Landesrat Christopher Drexler, konnte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer den Pfingstdialog offiziell eröffnen und dazu auch den Hauptreferenten des Abends, Daniel S. Hamilton begrüßen.

LH Schützenhöfer bezeichnete den Pfingstdialog als Visitenkarte der Steiermark, die die geistige Auseinandersetzung mit aktuellen Strömungen fördert. Zum Thema der transatlantischen Beziehungen meinte er: „Wir werden den USA für den Marshall-Plan immer dankbar sein. Ohne ihn hätte der Wiederaufbau und das Zusammenrücken Europas nicht oder nicht so schnell funktioniert. Trotzdem muss man in der aktuellen Situation fragen, ob nicht oberste Repräsentanten sich einer Sprache bedienen, bei der Grenzen über- und das Niveau unterschritten wird." Weiters mahnte er: „Egoismen wachsen aber nicht nur in den USA, sondern auch bei uns, weil wir auf wichtige Fragen keine gemeinsame Antwort finden."

Eröffnungsredner war Daniel Hamilton, Professor der Marschallplan-Jubiläumsstiftung und Direktor des Zentrums für Transatlantische Beziehungen der John Hopkins University's School of Advanced International Studies (SAIS). Hamilton zeigte anhand der Geschichte auf, dass sich in den USA Phasen des Engagements in Europa immer wieder mit Phasen des Rückzugs abgewechselt hätten."Trumps Sieg war ein Triumph für das jacksonische Amerika. Der Jacksonismus war eine wichtige Bewegung in den 1940er-Jahren, die zum Ziel hatte, Amerika aus noch einem weiteren europäischen Krieg herauszuhalten." Aber die Geschichte hätte immer wieder gezeigt, dass der politische Preis für ein „Heraushalten" zu hoch sei. Deswegen glaube er auch, dass sich Amerika auch weiterhin für starke transatlantische Beziehungen einsetze. „Denn das amerikanische Interesse an einem Europa, das frei von Konflikten ist, zuversichtlich und fähig sowie nach außen gerichtet ist und das amerikanischen Interessen und Waren positiv gegenübersteht, ist größer als Trump." Die gesamte Externe Verknüpfung Rede von Daniel Hamilton finden Sie hier.

Die Brisanz des diesjährigen Generalthemas hob auch Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl in ihren Grußworten hervor: „Mit den Beziehungen zwischen Europa und den USA greift der diesjährige Pfingstdialog ein aktuell besonderes brisantes und vieldiskutiertes Thema auf. Seit der Übernahme der US-Präsidentschaft durch Donald Trump sieht sich Europa mit neuen Fragestellungen konfrontiert, insbesondere auch was die Gestaltung der zukünftigen Beziehungen mit den USA betrifft. Vor diesem Hintergrund freut es mich umso mehr, rund 50 renommierte Expertinnen und Experten aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen - von der Wissenschaft und Forschung über die Wirtschaft bis hin zur Religion - auf Schloss Seggau begrüßen zu dürfen und freue mich auf anregende und spannende Diskussionen zu dieser hochaktuellen Thematik.″

LR Drexler, der sich für das heurige Pfingstdialog-Thema schon vor eineinhalb Jahren stark gemacht hatte, bevor noch irgendjemand in Europa an einen Präsidenten Trump gedacht hat, sprach von den transatlantischen Beziehungen als „der natürlichsten Partnerschaft der Welt". „Es ist eine Partnerschaft, die der Freiheit, der Demokratie und der Aufklärung verpflichtet ist. Ich glaube nicht an Isolationismus. Auch wenn das Verhältnis jetzt schwieriger scheint, sind wir doch gefordert, die vielen gemeinsamen Werte zu verteidigen und neue gemeinsame Wege zu beschreiten. Wenn dieser Pfingstdialog zur besseren Verständigung beiträgt, dann haben wir damit einen kleinen, aber nicht unwichtigen Beitrag für eine gute gemeinsame Zukunft geleistet."

Ausführliche Informationen sowie eine umfangreiche Nachschau zu diesem Symposium finden Sie außerdem auf der Externe Verknüpfung Website von Geist und Gegenwart.

Leibnitz/Graz, am 1. Juni 2017

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