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Erste konkrete Schritte mit dem Regionalen Strukturplan Gesundheit 2025

Mehr Nähe. Bessere Qualität. Mehr Beteiligung:

Gesundheitslandesrat Christopher Drexler, StGKK-Obfrau Verena Nussbaum, Landesrätin Ursula Lackner, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (v.l.) 
Gesundheitslandesrat Christopher Drexler, StGKK-Obfrau Verena Nussbaum, Landesrätin Ursula Lackner, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (v.l.)
WK-Vizepräsident Andreas Herz, IV-Vorstandsmitglied Gerhard Geisswinkler, Ärztekammerpräsident Herwig Linder, Patientenombudsfrau Renate Skledar, StGKK-Obfrau Verena Nussbaum, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Landesrätin Ursula Lackner, Gesundheitslandesrat Christopher Drexler, KAGes-Vorstand Ernst Fartek © Steiermark/Hutter; bei Quellenangabe honorarfrei
WK-Vizepräsident Andreas Herz, IV-Vorstandsmitglied Gerhard Geisswinkler, Ärztekammerpräsident Herwig Linder, Patientenombudsfrau Renate Skledar, StGKK-Obfrau Verena Nussbaum, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Landesrätin Ursula Lackner, Gesundheitslandesrat Christopher Drexler, KAGes-Vorstand Ernst Fartek
© Steiermark/Hutter; bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (14. Juni 2017).- „Mehr Nähe. Bessere Qualität. Mehr Beteiligung.″: Unter diesem Motto will der Steirische Gesundheitsplan 2035 die gute Gesundheitsversorgung in der Steiermark noch besser machen. Gestärkt durch die im Vorjahr durchgeführten regionalen Diskussions- und Informationsveranstaltungen, wurden die Prinzipien des Gesundheitsplanes 2035 in konkrete Planungs- und Entwicklungsschritte in den RSG Steiermark (Regionaler Strukturplan Gesundheit Steiermark) bis 2025 übersetzt. Er wurde heute (14.6.2017) bei der 12. Steirischen Gesundheitskonferenz vorgestellt und ist Maßstab für die in allen Regionen der Steiermark notwendigen Veränderungen in der Gesundheitsversorgung und gleichzeitig Voraussetzung für die Sicherstellung der besten medizinischen Versorgung für alle Steirerinnen und Steirer - heute und in Zukunft. 

Der RSG 2025 legt die ersten Schritte zur Umsetzung des Steirischen Gesundheitsplans 2035 fest und soll zur Umsetzung konkreter Maßnahmen im Gesundheitswesen in allen Regionen, aber vor allem zur Stärkung der Primärversorgung in der gesamten Steiermark führen. Damit ist der RSG 2025 der wichtigste Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des Steirischen Gesundheitsplans 2035.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer betonte: „Wenn man nicht im Stillstand verharren will, muss man sich verändern: Verändern um zu verbessern. Die Gesundheitsversorgung ist ein wesentlicher Bestandteil des umfassenden Sicherheitsgefühls der Menschen. Der ‚Gesundheitsplan 2035‘ - ein großer Schritt, den wir wagen, weil er ein sensibler ist - ist eines der ambitioniertesten Projekte der Steirischen Landespolitik und die Zukunftspartnerschaft zwischen ÖVP und SPÖ hat sich im Koalitionsabkommen darauf geeinigt, in dieser Legislaturperiode das steirische Gesundheitssystem zukunftsfit zu machen. Mir ist wichtig, dass dieses große Projekt unter Einbindung aller beteiligten Akteure mitgetragen wird. Ich freue mich, dass mit dem Regionalen Strukturplan Gesundheit ein erstes konkretes Umsetzungspapier für die Jahre bis 2025 geschaffen wurde, denn wenn es um die Gesundheit der Steirerinnen und Steirer geht, dürfen wir keine Kompromisse machen, müssen aber auch den Tatsachen in die Augen sehen; zu Recht brauchen wir die bestmögliche Versorgung!″

„Die Aufgabe, eines der besten Gesundheitssysteme aufrecht zu erhalten und weiter auszubauen, ist eine große Herausforderung, der wir uns zu stellen haben. Unser Ziel muss es sein, den Steirerinnen und Steirern die beste und qualitativ hochwertigste Versorgung im Krankheitsfall anbieten zu können. Daher wurde der Steirische Gesundheitsplan 2035 im vergangenen Jahr intensiv mit der Bevölkerung in den Regionen sowie Expertinnen und Experten diskutiert. Diese Ergebnisse sind nun gemeinsam mit den Prinzipien und Grundsätzen des Gesundheitsplanes in den Regionalen Strukturplan Gesundheit eingeflossen und beschreiben ganz konkret die nächsten Schritte bis 2025. Dabei steht die Qualität und Sicherheit der medizinischen Behandlung für die Steirerinnen und Steirer im Vordergrund. Denn mein Ziel ist es, dass die Steirerinnen und Steirer gesünder sind und länger leben als der Rest der Welt″, so Landesrat Christopher Drexler.

Landesrätin Ursula Lackner: „Es geht darum, unser hervorragendes Gesundheitssystem dem gesellschaftlichen Wandel und technischen Fortschritt entsprechend anzupassen und damit weiter zu entwickeln. Es gilt, auch in Zukunft die Steirerinnen und Steirer in allen Gesundheitsaspekten gut zu versorgen und dementsprechend das Angebot bedarfsorientiert zu strukturieren. Sicherzustellen, dass sich die Menschen gut versorgt fühlen, auch darum geht es. Der nun vorliegende Regionale Strukturplan Gesundheit - RSG 2025 - als erster Schritt im Rahmen der Umsetzung des Steirischen Gesundheitsplanes 2035 - hat einerseits Versorgungsicherheit für die Steirerinnen und Steirer und andererseits die langfristige Sicherung des Gesundheitssystems als Ziel. Durch Neu- und Umstrukturierungen in den steirischen Regionen soll die Gesundheitsversorgung verstärkt und um neue Formen wie regionale Gesundheitszentren - am Beispiel Mariazell und Eisenerz - erweitert werden. Der RSG definiert somit eine wohnortnahe Erst- und Notfallversorgung rund um die Uhr, gut erreichbare bzw. auch ins Haus kommende praktische und fachärztliche Versorgung bis hin zu pflegerischer Unterstützung. Spitzenmedizin soll in bestens ausgestatteten Spitälern als Kompetenzzentren den Steirerinnen und Steirern zur Verfügung stehen.″

Die wichtigsten Optimierungen, die die gesamte Steiermark betreffen, auf einen Blick:

1. Errichtung von bis zu 30 Primärversorgungseinrichtungen (Gesundheitszentren): Die 15a-Vereinbarung für den Bereich Gesundheit sieht eine österreichweite Anzahl von 75 Primärversorgungseinrichtungen bis 2020 vor. Im Rahmen des RSG 2025 für die Steiermark wurde mit ca. 30 Standorten eine Anzahl für Primärversorgungseinrichtungen (Gesundheitszentren) vorgesehen, die weit über die bundesweit gesteckten Ziele hinausgeht.

2. Abgestufte Notfallversorgung: Die abgestufte Notfallversorgung ist der wichtigste Schritt für eine adäquate Behandlung im Notfall. Sie wird flächendeckend noch optimiert und unter Einbindung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes neu organisiert.

3. Einführung interdisziplinärer Facharztzentren: Die Versorgung durch einen Facharzt gilt nach der Primärversorgung als zweite Versorgungsstufe im Gesundheitsplan 2035. Mit dem RSG wird bereits bis 2025 ein Mehr an ambulanter fachärztlicher Versorgung für alle Steirerinnen und Steirer erreicht. Möglich ist das durch den Aufbau gebündelter, interdisziplinärer Facharztzentren wie beispielsweise für Schladming, Rottenmann und Hörgas sowie für Bad Aussee ein Gesundheitszentrum mit fachärztlicher Erweiterung.

4. Errichtung von Leitspitälern: Leitspitäler können künftig eine weitaus höhere Anzahl an medizinischen Fächern anbieten als Krankenhäuser das aufgrund ihrer kleineren Struktur heute können. Sie sind eng miteinander vernetzt und verfügen über bestens ausgebildetes medizinisches Personal mit mehr Routine, was zu einer höheren Qualität in der Behandlung führt. Der erste wichtige Schritt in Richtung Leitspital gelingt durch die Schaffung von Krankenhaus-Verbünden und die Errichtung eines neuen Leitspitals in der Region Liezen.

5. Flächendeckender Aufbau der ambulanten Kinder- und Jugendpsychiatrie: In der gesamten Steiermark gibt es mit der Eingliederung bzw. Errichtung von zehn sozialpsychiatrischen Ambulatorien für Kinder- und Jugendpsychiatrie einen weiteren Eckpfeiler in der Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen, die Vorbildwirkung für ganz Österreich hat.

6. Hospiz- und Palliativversorgung: Im Rahmen des RSG 2025 wird die in der Steiermark schon hervorragend funktionierende Hospiz- und Palliativversorgung noch weiter optimiert. So werden weitere zehn Palliativ- und zusätzliche 18 Hospizbetten aufgebaut, sowie die mobile Versorgung in Graz weiter gestärkt.

7. Neuordnung der akutstationären fachärztlichen Versorgung in Graz Mitte.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Externe Verknüpfung Presseaussendung des Gesundheitsfonds Steiermark.

Graz, am 14. Juni 2017

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