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Letzter Abschnitt des Semmering-Basistunnels Feierlicher Start der Tunnelarbeiten

Eröffnung des 3. Tunnelabschnittes © Grafebner
Eröffnung des 3. Tunnelabschnittes
© Grafebner

Der in drei große Tunnel-Abschnitte unterteilte Semmering-Basistunnel ist voll in Bau. Der offizielle Auftakt zum Start der Tunnelarbeiten für den dritten und letzten Tunnel-Abschnitt Grautschenhof erfolgte heute (30.6.2017) im Beisein von Infrastrukturminister Jörg Leichtfried, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, dem steirischen Verkehrslandesrat Anton Lang sowie Dietmar Kerbis, Geschäftsführer der Marti GmbH Österreich, Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG, und Tunnelpatin Martha Mühlburger, Vizerektorin der Montanuni Leoben.

Infrastrukturminister Leichtfried sagte, dass die Eisenbahn im Zentrum seiner Überlegungen im Infrastrukturbereich stehe. Von den beiden Hauptachsen sei die Weststrecke gut ausgebaut, nun sei die Südstrecke dran. Mit dem Semmering-Basistunnel werde man „eine Hochleistungsstrecke" schaffen, wenn diese in Betrieb sei, verkürze sich die Fahrzeit massiv und die Bahn werde zum Auto „absolut konkurrenzfähig", so Leichtfried.

Landeshauptmann Schützenhöfer bedankte sich bei den 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „für die harte Arbeit, die sie leisten". „Wir haben lange verhandelt", führte Schützenhöfer aus, dass es „ein harter und steiniger Weg" gewesen sei, bis der Semmering-Basistunnel zur Realisierung gekommen sei. Dieser bedeute „einen Quantensprung". Wenn der Tunnel fertig sei, wird die Zugverbindung im Vergleich zum Auto an Attraktivität gewinnen, dass die Leute mit dem Zug fahren, weil die Fahrzeit massiv verkürzt werde. Mit dem Tunnel werde sich auch der Güterverkehr auf die Schiene verlagern. Der Tunnel bringe „viele Vorteile für die Steiermark", so Schützenhöfer.

„Der Ausbau der ‚Neuen Südbahn′ mit Semmering-Basistunnel und Koralmbahn bringt in Verbindung mit der weiteren Attraktivierung des steirischen Nahverkehrs eine enorme Aufwertung unseres Wirtschafts- und Beschäftigungsstandortes", hebt Verkehrslandesrat Anton Lang die positive Folgewirkung dieses Großprojektes hervor.

„Wer sich als Region dynamisch weiterentwickeln will, braucht eine ordentliche Anbindung", betonte Landeshauptfrau Mikl-Leitner im Gespräch mit Moderator Franz Neger, dass man mit dem Semmering-Basistunnel für eine ordentliche Anbindung im Süden sorge. Dieser bringe allen etwas, führte Mikl-Leitner aus, dass dieser „wirtschaftliche Impulse" auslöse, „unglaubliche Beschäftigung" und „viele Vorteile für unsere Fahrgäste und den Gütertransport" bringe. Der Semmering-Basistunnel sei „eines der meistgeprüften Projekte in der Republik", bedankte sich die Landeshauptfrau bei allen, die am Bau tätig sind und wünschte für die Arbeiten „viel Erfolg" und „ein unfallfreies Schaffen".

„Es macht uns stolz, dass wir in unserem Heimatbundesland an diesem Jahrhundertprojekt bauen dürfen", sagte Kerbis, Geschäftsführer von Marti mit Sitz in Graz. Ziel sei es, den Tunnel-Abschnitt „in entsprechender Qualität und zeitgerecht an die ÖBB übergeben zu können". Kerbis bedankte sich bei den Mineuren und sprach von „einer herzeigbaren Leistung", diese lasse ihn „positiv in die Zukunft blicken".

Nach der Segnung durch Pfarrer Johann Mosbacher und Lektorin Daniela Kaiser und dem Mineurs-Spruch durch die Bergleute sagte Martha Mühlburger, dass es ihr „eine große Ehre" sei, Tunnelpatin zu sein. An die Mineure gerichtet sagte sie: „Ihr baut ein Jahrhundertwerk, seid stolz darauf." Es gebe heute schon gute technische Geräte, „die Arbeit bleibt aber trotzdem eine anspruchsvolle", hielt Mühlburger fest, dass die Arbeit menschliches und technisches Geschick erfordere. Sie wünschte den Mineuren, dass diese „immer wohlbehalten in den Tunnel hinein und auch wieder herauskommen".

Mit einer Inszenierung des Tunnelanschlags „Eine Reise in 100 Meter Tiefe" wurde der offizielle Startschuss für die bergmännischen Arbeiten gegeben.

Der Tunnel-Abschnitt Grautschenhof zwischen Spital am Semmering und Mürzzuschlag ist rund sieben Kilometer lang. Zwei 100 Meter tiefe Schächte wurden bereits gegraben, jetzt werden die beiden Tunnelröhren mit Baggern und Sprengungen sowohl in Richtung Mürzzuschlag als auch in Richtung Gloggnitz gegraben.

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