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Startschuss für die „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“ in der Steiermark.

v.l.n.r. Kurt Hohensinner, Anton Lang, Ursula Lackner, Stefan Herker, Harald Schwarz © Land Steiermark/Strasser
v.l.n.r. Kurt Hohensinner, Anton Lang, Ursula Lackner, Stefan Herker, Harald Schwarz
© Land Steiermark/Strasser

Das Thema rund um die tägliche Turnstunde steht seit vielen Jahren im Mittelpunkt von Diskussionen. Daher hat sich das Sportministerium gemeinsam mit dem Bildungsministerium das Ziel gesetzt, die „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit" (TBuS) in den Schulen umzusetzen. Auch die steirischen Verantwortlichen, Sportlandesrat Anton Lang und Bildungslandesrätin Ursula Lackner, unterstützen mit ihren Ressorts dieses Projekt und zeigen sich vom Grundgedanken überzeugt. „Empirische Studien belegen, dass die körperliche und sportliche Aktivität sowie die Leistungsfähigkeit im Kindes- und Jugendalter in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen haben. Daher ist es aus meiner Sicht umso wichtiger, Initiativen zu setzen, um unseren Kindern die Freude am Sport zu vermitteln. Mit dem erfolgreichen Projekt Bewegungsland Steiermark der drei Sportdachverbände ASKÖ, ASVÖ und Sportunion gelingt es bereits jetzt, dass mehr als 30.000 SchülerInnen jährlich von TrainerInnen aus lokalen Sportvereinen betreut werden und für Sport und Bewegung begeistert werden. Durch das Projekt ist in der Steiermark bereits eine Kooperation zwischen Schule und Sport entstanden, die als solides Fundament für die Einführung der ,Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit‘ gesehen werden kann", führt Landesrat Lang aus und Landesrätin Lackner ergänzt: „Gesundheit ist ein wichtiges Bildungsthema, Bewegung gehört da einfach dazu. Durch das Pilotprojekt an 11 steirischen Schulen mit rund 900 Kindern können Erfahrungen gesammelt werden, wie die ,Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit‘ am besten im Schulalltag umgesetzt werden kann."

Das Konzept beinhaltet, dass sich die SchülerInnen an 5 Stunden in der Woche in der Schule bewegen sollen. Je nachdem, welches Schuljahr besucht wird, gibt es bereits im Lehrplan zwei oder drei fixe Turnstunden, die von den LehrerInnen abgehalten werden. Zusätzlich zu diesen fixen Turnstunden wird von den Ministerien für Sport und Bildung je eine zusätzliche Stunde finanziert. Diese Stunde wird von sogenannten „Bewegungscoaches" ohne Lehrpersonal durchgeführt und kann am Vormittag, in den Randstunden oder am Nachmittag eingegliedert werden. Für welche Variante man sich entscheidet, obliegt den teilnehmenden Schulen und ist somit eine schulautonome Maßnahme. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur gesundheitsorientierten Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen der 1. bis zur 9. Schulstufe.

Stefan Herker, Präsident der Sportunion Steiermark und Vorsitzender des Ausschusses Schule und Sport: „Mit qualifizierten MitarbeiterInnen, die das nötige fachliche Knowhow besitzen und dem bereits bestehenden Netzwerk ist es uns möglich, kompetente Bewegungseinheiten in den Schulen durchzuführen. Die Erfahrungen aus Projekten wie das ‚Bewegungsland Steiermark‘ oder ‚Kinder gesund bewegen‘ können ideal in die Umsetzung einfließen - wir wissen daher, wie das Spiel läuft. Unser Ziel ist es, die Motorik und Koordination unter Einbindung verschiedenster Sportarten weiterzuentwickeln und so eine möglichst große Bandbreite an sportlichen Möglichkeiten aufzuzeigen."

Erst durch eine Änderung des Steiermärkischen Schulzeitausführungsgesetzes wird es möglich, am Vormittag Bewegungsstunden ohne die Beteiligung des Lehrpersonals anzubieten. Dies ist der große Unterschied zur derzeitigen Regelung. Landesschulratspräsidentin Elisabeth Meixner, die bei der heutigen Pressekonferenz von Pflichtschulinspektor Harald Schwarz vertreten wurde, sagt zum Projekt: Es ist ein Start in eine neue Richtung. Bis zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht gesagt werden, wie die ,Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit‘ bei den Schulen tatsächlich ankommt. Die Novelle des Gesetzes eröffnet aber sicher zusätzliche Möglichkeiten, nun liegt es an den Schulstandorten, wie es angenommen wird. Grundsätzlich ist regelmäßige Bewegung für unsere SchülerInnen sehr wichtig, sie werden dadurch gesünder, leistungsfähiger und können mit stressigen Situationen besser umgehen. Ebenso sinnvoll ist die Zusammenarbeit mit dementsprechenden Vereinen."

Den Ansatz der „Täglichen Bewegungs- und Sporteinheit" verfolgt bereits die Stadt Graz. Sport- und Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner erklärt: „Seit dem Jahr 2013 versuchen wir in Graz bereits tägliche Bewegungseinheiten in unsere Pflichtschulen zu bringen. Pro Jahr werden im Rahmen dieser Aktion rund 12.000 Sportaktivitäten registriert. Gezählt werden z.B. Bewegungseinheiten in der Klasse, Turnunterricht und Bewegte Pausen. Ich freue mich, dass nun eine Institutionalisierung erfolgt und auch das Land Steiermark das Gesamtprojekt rund um die „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit" aufgreift. In Graz sind drei Schulen bei diesem Pilotprojekt dabei. Ebenfalls setzen wir weiter auf die stärkere Vernetzung von Sport und Bildung, wie etwa durch die Vereinssporttage mit rund 1.000 oder den Laufcup mit über 6.000 Schülerinnen und Schüler und auch in der Nachmittagsbetreuung bieten wir Kurse zum Thema Sport an."

Das Ziel der „Täglichen Bewegungs- und Sporteinheit" ist es, polysportive Bewegungs- und Sporteinheit sowohl quantitativ als auch qualitativ zu verbessern und ortsansässige Vereine mit ins Boot zu holen. Es soll daher nicht eine gezielte Sportart im Vordergrund stehen - die generelle Sportausübung muss das Ziel sein. Kosten für das Projekt entstehen weder für die Schulen noch für die SchülerInnen. Die Bewegungcoaches werden bei den 3 Sportdachverbänden (ASKÖ, ASVÖ und Sportunion) angestellt und von diesen bezahlt. Notwendig für die Abhaltung der Stunde ist neben einer sportlichen Ausbildung (beispielsweise als Instruktor, Trainer oder SportstudentInnen) ein pädagogischer Lehrgang - die sogenannte Bewegungscoachausbildung.

Auch wenn dies nicht im Fokus der Initiative steht, im Idealfall kann das sportliche Interesse auch auf außerschulische Aktivitäten umgeleitet werden. „Die Weiterentwicklung des organisierten Sportes in Österreich kann auch dazu dienen, um vermehrt Kinder und Jugendliche für unsere Sportvereine zu gewinnen. Weiters kann die ,Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit‘ auch ein erster Schritt auf dem Weg zum Leistungs- oder Spitzensportler sein. Das Wichtigste jedoch ist, den Kindern und Jugendlichen die Freude an Sport und Bewegung zu vermitteln, ihre Talente zu erkennen und diese zu fördern", ergänzt Landesrat Lang abschließend.

Auch wenn dies nicht im Fokus der Initiative steht, im Idealfall kann das sportliche Interesse auch auf außerschulische Aktivitäten umgeleitet werden. „Die Weiterentwicklung des organisierten Sportes in Österreich, um vermehrt Kinder und Jugendliche für unsere Sportvereine zu gewinnen. Weiters kann die ,Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit‘ auch ein erster Schritt auf dem Weg zum Leistungs- oder Spitzensportler sein. Das Wichtigste jedoch ist, den Kindern und Jugendlichen die Freude an Sport und Bewegung zu vermitteln, ihre Talente zu erkennen und diese zu fördern", ergänzt Landesrat Lang abschließend.

Teilnehmende Schulen:

Schule

Anzahl der Klassen

VS Leibnitz Linden

2

VS Spielfeld/Straß

1

VS Allerheiligen

1

VS Karl Morre, Graz

8

VS Neufeld, Graz

1

VS Andritz, Graz

1

NMS Straden

3

VS Veitsch

4

VS Turnau

2

VS St. Lorenzen

8

VS Wartberg

4

11 Schulen

35

 

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