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Zweitägige Tagung für Akutbetreuung in Graz

Bundesländerübergreifende Wissensvermittlung für psychosoziale Betreuung

Eröffneten gemeinsam die Tagung: Harald Eitner, Leiter der Abteilung Katastrophenschutz, Edwin Benko, fachlicher Leiter KIT-Land Steiermark, LH-Stv. Michael Schickhofer, Cornelia Forstner, KIT-Land Steiermark und Militärkommandant Heinz Zöllner (v.l.) © Foto: KIT-Land Steiermark; bei Quellenangabe honorafrei
Eröffneten gemeinsam die Tagung: Harald Eitner, Leiter der Abteilung Katastrophenschutz, Edwin Benko, fachlicher Leiter KIT-Land Steiermark, LH-Stv. Michael Schickhofer, Cornelia Forstner, KIT-Land Steiermark und Militärkommandant Heinz Zöllner (v.l.)
© Foto: KIT-Land Steiermark; bei Quellenangabe honorafrei

Graz (20. April 2018).- Über 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Österreich sind seit heute Vormittag (20.04.2018) bei einer zweitägigen Tagung für Aktubetreuung im Steiermarkhof in Graz. Die Expertentagung steht unter dem Titel „Strukturierte psychosoziale Versorgung bei Katastrophen und komplexen Bedrohungs- und Gefahrenlagen". Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer eröffnete die Veranstaltung und betonte in seinen Begrüßungsworten: „Erst diese Woche wurde die Steiermark von schweren Unwettern heimgesucht. In Wildon wurden Menschen in sprichwörtlich letzter Sekunde von unseren Feuerwehrleuten gerettet. In diesen und vielen anderen Ausnahmesituationen brauchen unsere Mitmenschen Sicherheit und Halt. Und genau diesen Halt geben die - oft ehrenamtlich tätigen - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kriseninterventionteams. Ob beim Land, beim Roten Kreuz oder bei anderen Vereinen oder Einsatzorganisationen. Dafür gebührt ihnen unser großer Dank und der Dank des ganzen Landes. Das Land braucht mehr Menschen wie Sie. Sie sind ein Vorbild für die gesamte Gesellschaft."

Die „Österreichische Plattform Akutbetreuung/Krisenintervention/Stressverarbeitung" wurde 2003 von der „AkutBetreuungWien" und den beiden Kriseninterventionsteams Steiermark und Vorarlberg gegründet. Einmal im Jahr veranstaltet die Plattform eine zweitägige österreichweite Tagung, an der Personen aus den Bereichen der psychosozialen Akutbetreuung eingeladen werden. Das KIT-Team Steiermark richtet die diesjährige Tagung gemeinsam mit dem Bundesheer aus. „Die Bewältigung von Katastrophen und außergewöhnlichen Gefahren- und Bedrohungslagen erfordert das Zusammenspiel aller eingesetzten Kräfte. In den letzten 20 Jahren ist die Wichtigkeit der psychosozialen Versorgung dabei immer mehr ins Blickfeld gerückt. Es freut mich daher besonders, dass wir für die Fachtagung namhafte Referentinnen und Referenten gewinnen konnten, welche mit ihrer Expertise zu einer bundesländerübergreifenden Wissenserweiterung und -vernetzung beitragen", so Harald Eitner, Leiter der Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung.

Im Leben läuft alles wie geschmiert und plötzlich und unerwartet kommt „Sand ins Getriebe". Ein plötzlicher Todesfall, ein schwerer Unfall, ein existenzbedrohender Brand oder eine Naturkatastrophe: Menschen verlieren von einer Sekunde auf die andere den Boden unter den Füßen, wissen momentan nicht, wie es weitergehen soll. In diesen ausweglos scheinenden Situationen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams (KIT) Land Steiermark unaufdringlich da, haben Zeit, bieten psychosoziale Unterstützung an und sorgen dafür, dass niemand alleine ist und dass familiäre Netze die Hinterbliebenen und Betroffenen auffangen. „Wenn wir auch hoffen, dass Österreich kein Land wird, in dem Terror und Amok allgegenwärtig sind, so rüsten wir uns dennoch, um im Ernstfall für die Bevölkerung und die eingesetzten Kräfte, eine abgesicherte und strukturierte psychosoziale Unterstützung, auch bundesländer- und organisationsübergreifend, gewährleisten zu können. Das große Interesse an dieser Fachtagung zeigt die Aktualität des Themas auf", unterstreicht Edwin Benko, fachlicher Leiter des KIT-Teams Steiermark, die Beteutung der Veranstaltung.

Psychosoziale Aktubetreuerinnen und -betreuer sind statistisch gesehen täglich ein- bis zweimal steiermarkweit im Einsatz. Die Einsatzzahlen haben sich in den letzten Jahren eingependelt. So gab es im Jahr 2017 insgesamt 582 Einsätze und 2016 waren es 557 Einsätze. Hinzu kommen aber noch zahlreiche telefonische Beratungs- und Vernetzungsgespräche durch die fachliche Hintergrundbereitschaft. Nähere Informationen können im Externe Verknüpfung KIT-Jahresbericht 2016/2017 nachgelesen werden. Weitere Informationen bietet auch die Website Externe Verknüpfung www.kit.steiermark.at.

Für Rückfragen steht Ihnen Edwin Benko unter 0664/8500208 gerne zur Verfügung.  

Graz, am 20. April 2018

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