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HOCHWASSERGEFAHR GEBÄNDIGT

Presseinformation vom 18.06.2018

Thal und Graz-Gösting erhalten Hochwasserschutz

v.l.n.r.: Bezirkshauptmann DDr. Burkhard Thierrichter, Landesrat Ök.-Rat Johann Seitinger, Vizebürgermeisterin Gerhild Langmann, Stadtrat Dr. Günter Riegler und Bürgermeister Matthias Brunner © Marktgemeinde Thal / honorarfrei
v.l.n.r.: Bezirkshauptmann DDr. Burkhard Thierrichter, Landesrat Ök.-Rat Johann Seitinger, Vizebürgermeisterin Gerhild Langmann, Stadtrat Dr. Günter Riegler und Bürgermeister Matthias Brunner
© Marktgemeinde Thal / honorarfrei

Sintflutartige Regenfälle, die in der Steiermark aber auch in anderen Bundesländern verheerende Hochwasserereignisse nach sich ziehen, sind keine Seltenheit mehr. Diese Tatsache bekamen insbesondere die Menschen in der Marktgemeinde Thal und Graz-Gösting in den vergangenen Jahren immer wieder zu spüren. Nach enormen Hochwasserschäden wurde daher 2011 ein Hochwasserschutzprojekt gestartet, das sowohl den unmittelbaren Ortsbereich in Unterthal vor Ausuferungen des Erlenbachs schützen als auch den Thalerbach bei Hochwasserabfluss entlasten soll, was mehr Sicherheit für den Raum Graz-Gösting bedeutet. Die Gesamtkosten des Rückhaltebeckens inklusive allen weiteren Hochwasserschutzmaßnahmen betragen 1.800.000.- Euro, wobei 45 Prozent vom Bund, 40 Prozent vom Land Steiermark und 15 Prozent von den Gemeinden finanziert wurden. Nun wurde das errichtete Rückhaltebecken sowie weitere Hochwasserschutzmaßnahmen am Erlenbach eröffnet.

Landesrat Johann Seitinger: „Die Starkregenereignisse der letzten Tage haben erneut auf dramatische Weise gezeigt, wie dringend wir in Hochwasserschutzmaßnahmen für die Sicherheit der Bevölkerung und Standorte investieren müssen."

Stadtrat Günter Riegler: „Das Sachprogramm Grazer Bäche sorgt seit 2006 für eine deutliche Verbesserung der Hochwassersituation bei Starkregenfällen. Wir haben gemeinsam mit dem Land Steiermark mehr als 60 Millionen Euro für den bestmöglichen Hochwasserschutz investiert und im Zuge des ‚Sachprogramms Grazer Stadtbäche‘ und in enger Zusammenarbeit mit Landesrat Seitinger auch eine Verbesserung der Ökologie erreichen und an geeigneten Stellen Naherholung an den Grazer Bächen schaffen können. Mit dem Projekt Hochwasserschutz am Erlenbach ist es nun gelungen, das Gefährdungspotential für die Bevölkerung im Bezirk Gösting massiv zu reduzieren. Gerade die Situation der letzten Tage zeigt, dass diese Investitionen, die die Sicherheit der Grazerinnen und Grazer einmal mehr deutlich erhöht haben, zukunftsweisend und auch notwendig waren!"

Auch Matthias Brunner, Bürgermeister der Marktgemeinde Thal, ist sichtlich erfreut und meint: „Durch die Fertigstellung des Rückhaltebeckens am Erlenbach, konnte der Schutz für die Thaler Bevölkerung in Unterthal sowie für unsere Nachbarn in Gösting wesentlich verbessert werden. Dieses Projekt wäre allerdings ohne das Entgegenkommen aller Grundstücksbesitzer nicht möglich gewesen. Vielen Dank dafür!"

Durch eine Vergrößerung des Erlenbachprofiles in Unterthal wurde auch Raum für eine ökologische Verbesserung geschaffen, die durch naturnahe Ufersicherungen aus Holzelementen und ökologische Gestaltung mit Wurzelstöcken und Wasserbausteinen umgesetzt wurde. Auch zwei Brücken mussten im Zuge der Arbeiten am Erlenbach erneuert werden, was ebenfalls durch die im naturnahen Wasserbau versierten Arbeiter der Baubezirksleitung Steirischer Zentralraum umgesetzt wurde. Durch die Ausweitung des Erlenbaches kann der Bach somit die Niederschlagswässer aus den Siedlungsbereichen aufnehmen, sodass er bis zu einem durchschnittlich alle 100 Jahre auftretenden Hochwasser nicht mehr ausufert. Das Rückhaltebecken ist 250 Meter lang, 4,3 Meter hoch und hat ein Volumen von 31.650 Kubikmetern.

Bei der Eröffnung des Rückhaltebeckens wurde zudem auf die Bedeutung des präventiven Schutzes vor Hochwasser aufmerksam gemacht. Konkret betonte Landesrat Seitinger das Thema Selbstschutz: „Es ist von größter Bedeutung, dass neben den baulichen Schutzmaßnahmen und auch die Bewusstseinsbildung und Eigenvorsorge einen hohen Stellenwert erhalten. Dadurch werden grundlegende Voraussetzungen geschaffen, um Schäden im Falle von Hochwasser möglichst gering zu halten."


 


Viktor Milosevic, MA, Pressesprecher, Büro Landesrat ÖK.-Rat Johann Seitinger, Tel. (0316) 877-2638, Mobil: 0676-86662638, E-Mail: viktor.milosevic@stmk.gv.at

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