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ZU DEN BESCHLÜSSEN DES EU-PARLAMENTES

Presseinformation vom 25.10.2018

Plastik und Wasser - zwei Themen, die die Welt bewegen: Was lernen wir daraus?

In den vergangenen beiden Tagen stimmte das Europäische Parlament über zwei wichtige Themenfelder ab, die das Lebensressort von Landesrat Seitinger wesentlich betreffen - Plastik und Wasser.

Ad EU-Trinkwasser-Richtlinie - ein knapper Beschluss der Vernunft und was wir daraus lernen:

Wie bereits bekannt, konnte mit einer Stimme Mehrheit im Europäischen Parlament ein unvorstellbarer und übermotivierter Versuch nochmals in die richtige Richtung gelenkt werden. Nach Bekanntwerden dieses Beschlussvorhabens wurden steiermark- und österreichweit alle Mobilisierungen eingeleitet, um diesen „Wahnsinnsakt" aufzuhalten. Die Bemühungen von Wasserlandesrat Johann Seitinger sind geprägt von einem hochwertigen Schutz des heimischen Wassers. So sind zehn Prozent der steirischen Grundfläche als Wasserschon- und -schutzgebiet ausgewiesen. Das steirische Wassernetz umfasst in Summe über 40.000 km Versorgungs- und Entsorgungsleitungen sowie hochmoderne Kläranlagen, die sicherstellen, dass das steirische Wasser sauber bleibt bzw. bestmöglich gereinigt wird. Das entspricht dem Äquatorumfang der Erde.

Wasserlandesrat Johann Seitinger zur EU-Trinkwasser-Richtlinie: „Wir lernen aus diesem Beschluss, dass man sehr schnell durch die Hintertür von Liberalisierungsinteressen overruled werden kann. Diesmal hat sich unser breiter Einsatz noch gelohnt, aber wir müssen sehr wachsam bleiben, damit unser Wasser auch unser Eigentum bleibt."

Ad EU-Richtlinie zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte und was wir daraus lernen:

  1. Konsequenter Mülltrennung sowie einer Verbesserung der Trennmoral
    Das bedeutet: Eine Reduzierung der sogenannten Fehlwürfe. Zwölf Prozent der Kunststoffe, die eigentlich in den Plastikmüll gehörten, befinden sich nach wie vor im Restmüll. In der Steiermark sprechen wir von rund 19.000 Tonnen p.a. Allein mit den über 1.800 Tonnen PET-Flaschen im steirischen Restmüll des Jahres 2013 könnte man 52 Millionen Liter Mineralwasser abfüllen. Weitergedacht bedeutet das einen wesentlich höheren Aufwand im Bereich der Müllsortierung zur Erreichung der Recyclingquote.
  2. Besonderen Anstrengungen im Bereich Wissenschaft & Forschung, Produkte aus biogenen Stoffen zu entwickeln, die den Nachhaltigkeits- und Hygienekriterien entsprechen, um Plastik zu ersetzen.
  3. Plastik in Zukunft konsequent reduzieren
    Es bedarf einer gemeinsamen Bemühung von Gesetzgeber und Lebensmittel-Vermarkten, neue Wege der Nachhaltigkeit, der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes zu gehen.

Beispiel: Das Abfüllen von Milch und Wasser in Glasflaschen, der Einsatz von wiederverwendbaren Einkaufstaschen und die Verwendung von ökologischen statt fossilen Dämmstoffen etc. N.B. Des Weiteren setzt das Land Steiermark bereits Initiativen, um aktiv Plastik zu   vermeiden, unter anderem: Förderung von G´scheit Feiern Festen (über 200 Großfeste pro Jahr, Reduktion des Mülls um 90 % von ca. 1 kg pro Festbesucher auf 0,1 kg pro Festbesucher).

Nachhaltigkeitslanderat Johann Seitinger dazu: „Durch die beiden Beschlüsse des EU-Parlaments ist sehr klar zum Ausdruck gekommen, wie bedeutend es ist, dass sich unsere österreichischen EU-Abgeordneten massiv bemühen, die Stimme der Vernunft über entscheidende Lebens- und Nachhaltigkeitsthemen zu sein und diese auch mehrheitsfähig zu machen."

 


 


Michael Riegelnegg, MA, Pressesprecher, Büro Landesrat ÖK.-Rat Johann Seitinger, Tel. (0316) 877-2638, Mobil: 0676-86662638, E-Mail: michael.riegelnegg@stmk.gv.at

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