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Graz wird es warm ums Herz

Siegfried Nagl und Anton Lang präsentierten den Fernwärmeausbau © Foto Fischer
Siegfried Nagl und Anton Lang präsentierten den Fernwärmeausbau
© Foto Fischer

„Graz ist extrem gefordert, wenn es um die Luftgüte, die Wärme-Versorgungssicherheit und den ökologischen Fußabdruck bei der Erzeugung der Wärme geht", rief Bürgermeister Siegfried Nagl in Erinnerung, bevor er gemeinsam mit Umweltlandesrat Anton Lang die neuen Maßnahmen im Grazer Fernwärmenetzausbau vorstellte. Schließlich werden in den kommenden drei Jahren allein in den Ausbau der Fernwärmehauptleitungen 12,6 Millionen Euro investiert. „Das Land fördert mit 4,4 Millionen Euro", rechnet Lang vor, „denn die nachhaltige Verbesserung der Luftgüte hat gerade im Stadtgebiet hohe Priorität." 

Bis 2020 werden zwischen 10 und 15 Kilometer Hauptleitungen verlegt, hinzu kommen zusätzlich die Leitungen für die Hausanschlüsse. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf Gebieten in Straßgang und Liebenau. In den nächsten fünf Jahren ist in Summe weiterhin mit einem Invest in die Fernwärme von 60 Millionen Euro geplant.

Für die Umwelt und die Gesundheit der GrazerInnen rechnet sich das in den kommenden drei Jahren auch ganz konkret:

minus 2 Tonnen Feinstaub
minus 4,5 Tonnen NOx
minus 25.000 Tonnen C02
Von 2007 bis 2017 flossen mit Unterstützung des Landes Steiermark bereits 110 Millionen Euro in den Ausbau, die Zahl der versorgten Wohnungen verdoppelte sich beinahe auf 68.000 und die Trassenlänge wuchs von 278 auf 403 Kilometer.

Die Grazer Wärmewende
Den Heizkörper aufgedreht und schon wird es in den eigenen vier Wänden kuschelig warm. Keine Kaminkehrerkosten, kein Kesseltausch, kein Lagerraum für Brennstoffe - und an 365 Tagen im Jahr verfügbar - das sind die Vorteile für die rund 70.000 Grazer Fernwärmehaushalte, die mit 1.100 GWh (Gigawattstunden) knapp die Hälfte des gesamten Wärmebedarfs in der Stadt benötigen. 

Doch woher kommt die wohlige Wärme? Wo und wie wird sie produziert? Konnte sich die Stadt 30 Jahre lang auf die nötige Energie durch den Kraftwerksstandort Mellach verlassen, stand anno 2013 die Energieversorgung nach 2020 massiv infrage. Unter Federführung des Umweltamtes bestritten Energie Graz, Grazer Energieagentur, Holding und Energie Steiermark deshalb neue Wege. Kurze vor allem. Denn der Mix macht es mittlerweile aus. Viele unterschiedlichste neue Einspeisearten und -orte heizen im 790 Kilometer langen Netz übers Stadtgebiet verteilt bereits jetzt ordentlich ein. Derzeit ein Viertel aus erneuerbaren Quellen.

Förderungen bei Heizungsumstellungen
Bei großen Wohnbauprojekten gibt es ohnehin eine Anschlusspflicht zur Fernwärme. Doch auch für Private rentiert sich ein Umstieg. Nicht zuletzt wegen der Förderungen vom Land und von der Energie Graz (EGG)

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