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KLUG ENTSCHEIDEN - ABFALL VERMEIDEN!

Presseinformation vom 16.11.2018

Die Steiermark geht neue Wege

v.l.n.r.: Dr. Ingrid Winter, LR Ök.-Rat Johann Seitinger, Obfrau Daniela Müller-Mezin © steiermark.at/Streibl
v.l.n.r.: Dr. Ingrid Winter, LR Ök.-Rat Johann Seitinger, Obfrau Daniela Müller-Mezin
© steiermark.at/Streibl

Weltweit werden derzeit 2,01 Milliarden Tonnen Müll produziert, welcher bis zum Jahr 2050 - bedingt durch ein starkes Bevölkerungswachstum und zunehmender Urbanisierung - um 70 Prozent auf rund 3,4 Milliarden Tonnen ansteigen wird. Auch in der Steiermark sind die Abfallmengen im Zeitraum von 2010 bis 2017 um 4,6 Prozent gestiegen, wofür unter anderem auch die enormen Plastik-Mengen (jährlich landen steiermarkweit fast 1.000 Tonnen Plastiksackerl im Müll) verantwortlich sind.

Angesichts dieser Entwicklung warnt Landesrat Johann Seitinger: „Jedes Kilogramm Abfall bedeutet trotz Recycling und thermischer Verwertung einen enormen Aufwand. Um unsere Umwelt und Ressourcen bestmöglich zu schonen, müssen wir das Problem bei der Wurzel packen. In der Steiermark hat die Abfallvermeidung höchste Priorität, da diese qualitativ immer höher zu werten ist als jede Art der Abfalltrennung."

Bewusstseinsoffensive zur Abfallvermeidung

Im Jahr 2017 hat jede Person in der Steiermark durchschnittlich 451 kg „Hausmüll" erzeugt. Mit einer breit angelegten Bewusstseinsoffensive des Landes Steiermark soll die Abfallvermeidung nun Einzug in alle steirischen Haushalte finden, um das Müllaufkommen zu reduzieren. Mit landesweiten Aktionen und einer neuen Informations-Broschüre („10 Tipps zur Abfallvermeidung") können alle Steirerinnen und Steirer wertvolle Tipps zur Abfallvermeidung erhalten.

Spezieller Fokus liegt dabei auf den steirischen Pflichtschulen. Gemeinsam mit der Bildungsdirektion des Landesschulrates für Steiermark sollen die zertifizierten ÖKOLOG-Schulen, also jene Schulen, die der Umweltbildung im Unterricht eine hohe Priorität einräumen, flächendeckend ausgebaut werden. Den steirischen Volksschulen werden dafür ab 2019 auch neu erstellte Informations- und Unterrichtsmaterialien zur „Plastikvermeidung in der Schule" zur Verfügung stehen. Die Steiermark soll auf diesem Gebiet zum Vorreiter werden.

Repair und Re-Use zur Abfallvermeidung

Das Abfallaufkommen von Elektro- und Elektronikaltgeräten ist in der Steiermark im Zeitraum von 2010 bis 2017 um 25,6 Prozent auf 11,8 kg pro Einwohner und Jahr gestiegen, jenes von Textilien gar um 53,4 Prozent. Repair und Re-Use, also das Reparieren von Gebrauchsgütern oder dessen Weiterverwendung, sind daher wichtige Maßnahmen zur Abfallvermeidung.

Landesrat Johann Seitinger dazu: „Reparieren schont Ressourcen und stärkt die regionale Wertschöpfung. Unser Ziel ist es, flächendeckend Repair- und Re-Use-Shops in den neuen Ressourcenzentren zu installieren und Reparieren für Privatpersonen speziell zu fördern."

Konkret soll es in der Steiermark ab dem ersten Halbjahr 2019 das Pilotprojekt Reparaturprämie geben, womit Privatpersonen die Reparatur von haushaltsüblichen Elektrogeräten um 50 Prozent der Brutto-Reparaturkosten (max. 100 Euro) je Haushalt und Kalenderjahr gefördert wird. Dadurch soll die Nutzungsdauer von elektronischen Gebrauchsgütern verlängert und Elektroschrott vermieden werden.

Um jenen Abfall, der trotz umfassender Maßnahmen weiterhin entstehen wird, bestmöglich zu verwerten, will die Steiermark ihren Weg als weltweiter Pionier in der Recyclingwirtschaft und kreislauforientierten Produktion fortsetzen. 

Daniela Müller-Mezin, Obfrau der Fachgruppe Entsorgungs- und Ressourcenmanagement in der Wirtschaftskammer Steiermark, betont: „Wir müssen alles daransetzen, dass durch die Entwicklung neuer logistischer Ansätze, neuer Technologien und einer konsequent umgesetzten Kreislaufführung aus Müll Rohstoff wird."

Die steirische Entsorgungswirtschaft hat es sich daher zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit Partnern, wie den ausgezeichneten heimischen Forschungs- und Bildungseinrichtungen, der öffentlichen Hand sowie auch privaten Nutzern (Haushalte und Unternehmen), die Steiermark als Innovationsstärkefeld in der Recyclingwirtschaft weiterhin auszubauen.

Download: Broschüre „Externe Verknüpfung Klug entscheiden - Abfall vermeiden. 10 Tipps zur Abfallvermeidung"

Weiterführende Informationen unter: Externe Verknüpfung www.abfallwirtschaft.steiermark.at


Michael Riegelnegg, MA, Pressesprecher, Büro Landesrat ÖK.-Rat Johann Seitinger, Tel. (0316) 877-2638,
Mobil: 0676-86662638, E-Mail: michael.riegelnegg@stmk.gv.at

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