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TRAGISCHE BILANZ: RUND 1.000 VERLETZTE UND 15 TOTE BEI WALDARBEITEN IN DER STEIERMARK

Presseinformation vom 02.01.2019

Hochsaison in der Waldarbeit. Auch heuer werden wieder zahlreiche Menschen zu Schaden kommen. Eine Initiative des Landes Steiermark beugt vor.

LR Seitinger bei der Übergabe einer Schutzausrüstung © Lebensressort / honorarfrei
LR Seitinger bei der Übergabe einer Schutzausrüstung
© Lebensressort / honorarfrei

Das Sturmtief „Vaia" hat in Österreich zu einem Schadholzaufkommen von rund 2,1 Mio. Festmeter geführt. Die Steiermark war ebenso von den Ausläufern dieses Sturmtiefs, vor allem in den obersteirischen Bezirken, betroffen -  mit Schwerpunkt in den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag und Leoben. Doch besteht generell beim forstwirtschaftlichen Arbeiten ein extrem hohes Gefahrenpotential. Besonders hoch ist das Unfallrisiko beispielsweise bei der Aufarbeitung von Sturmhölzern, sodass der Arbeitssicherheit im Wald besonderes Augenmerk geschenkt werden muss. In der Steiermark sind im vergangen Jahr bei Waldarbeiten rund 1.000 Menschen verletzt worden, 15 Menschen starben.

Nachholbedarf bei Schutzausrüstung und Ausbildung

Bei vielen Waldbesitzern fehlt aber eine entsprechende persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Schnittschutzhose, Forstschutzjacke, Forstarbeitsschuhe, Forsthandschuhe, Schutzhelm und Erste-Hilfe-Paket. Für die Anschaffung dieser Schutzausrüstung und begleitend die Abhaltung von speziellen forstwirtschaftlichen Sicherheitsschulungen setzt Landesrat Seitinger eine Sicherheitsinitiative um.

Agrarlandesrat Johann Seitinger erklärt: „Wir müssen alles unternehmen, um die Unfallserien und oft tragische Schicksalsschläge zu verhindern. Daher mein großer Appell, sich an dieser Sicherheitsinitiative zu beteiligen."

Schutzausrüstung schützt Leib und Leben

Das Tragen einer Schutzausrüstung gehört oftmals nicht zum Standard, denn jeder vierte Verletzte trägt zum Zeitpunkt des Unfalls keine Schutzausrüstung. Ziel der Sicherheitsinitiative ist es, dass sich die Forstarbeiter und -bediensteten eine Schutzausrüstung anschaffen und verwenden, um Verletzungen zu vermeiden und in weiterer Folge eine entsprechende Schulung zu absolvieren. Daher ist diese Förderung auch an den Besuch eines eintägigen forstwirtschaftlichen Spezialkurses gekoppelt. Alle Ausrüstungsteile können in beliebiger Kombination im Rahmen dieser Förderung angekauft werden. Die Mindestbeihilfe pro Förderungswerber beträgt EUR 100 ab einem Minimalrechnungsbetrag von EUR 250. Die Maximalbeihilfe beträgt EUR 200 bei einem Rechnungsbetrag von EUR 500 oder mehr.

Anträge für die Sicherheitsinitiative werden bis zum Ausschöpfen der zur Verfügung stehenden Mittel in der Höhe von EUR 150.000 bzw. bis längstens 22. Mai 2019 entgegengenommen. Zudem ist die widmungsgemäße Verwendung der Förderungsmittel nachzuweisen.

Weitere Informationen zum Antrag finden Sie unter: Externe Verknüpfung http://www.agrar.steiermark.at


 


Michael Riegelnegg, MA, Pressesprecher, Büro Landesrat ÖK.-Rat Johann Seitinger,

Tel. (0316) 877-2638, Mobil: 0676-86662638, E-Mail: michael.riegelnegg@stmk.gv.at

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