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B 65: Raabbrücke in Gleisdorf weicht einem Neubau

Bald Geschichte: Die 92 Jahre alte Raabbrücke.  © A16
Bald Geschichte: Die 92 Jahre alte Raabbrücke.
© A16

Die bestehende Raabbrücke Gleisdorf auf der B 65 (Gleisdorfer Straße) bei km 23,74 wurde im Jahr 1927, die neben der Brücke bachabwärts gelegene Geh- und Radwegbrücke 1972 errichtet. „Beide Objekte an der Westeinfahrt von Gleisdorf entsprechen hinsichtlich Tragfähigkeit und Abflussquerschnitt nicht mehr den gängigen Normen. Deshalb werden sie abgetragen und neu gebaut, wobei der jetzt noch über die eigenständige Brücke verlaufende Geh- und Radweg bachabwärts als auskragender Teil der neuen Brücke ausgeführt und entlang der Straßenmeisterei Gleisdorf und der Firma Binder Richtung Zentrum verlängert wird. In Summe werden knapp 2,2 Millionen Euro investiert, wobei die Stadt Gleisdorf rund 150.000 Euro beisteuert", informiert Verkehrslandesrat Anton Lang.

Nachrechnungen haben ergeben, dass bei einem HQ 100 Ereignis die Brücke ungefähr 34 cm eingestaut wird und damit die Gefahr einer Verklausung und Überschwemmung im Hochwasserfall erhöht. Ferner ist sie für die steigende Anzahl von Sondertransporten nicht konzipiert.

Projektleiter Gernot Hirzabauer von der A16, Verkehr und Landeshochbau: „Natürlich wurden im Vorfeld mehrere Varianten untersucht, wobei sich der Entwurf als Stabbogenbrücke als der geeignetste herausstellte. Die neue, rund 30 Meter lange, Raabbrücke wird als Einfeldtragwerk ohne Mittelpfeiler hergestellt. Die beiden Bögen werden aus Stahlbeton errichtet, die Fahrbahnplatte ist eine Stahl-Verbundkonstruktion, die aus Fertigteilen mit Aufbeton hergestellt wird. Zusätzlich werden sämtliche Böschungssicherungen im Bereich der Brücke erneuert beziehungsweise saniert. Die Lage wird nahezu ident mit jener der bestehenden Brücke sein.

Los geht es kommenden Montag, den 15. Juli, mit der Baustelleneinrichtung. Ab 22. Juli wird der Abschnitt komplett gesperrt, wobei eine Zufahrtsmöglichkeit zu den angrenzenden Firmen und für die AnrainerInnen jedoch während der rund fünfmonatigen Bauzeit möglich ist. „Um die Verkehrsbehinderungen so gering als möglich zu halten, wurde eigens ein Umleitungskonzept erstellt. Dies sieht die Verkehrsführung über die B 54, Wechsel Straße, und Europa Straße beziehungsweise Hartberger Straße vor. Für die Verbesserung der Leistungsfähigkeit der ampelgeregelten Kreuzungen auf der Umleitungsstrecke ist eine Anpassung der Verkehrsrechner notwendig", erklärt Hirzabauer.

Hinsichtlich geplanter Fertigstellung Anfang Dezember besteht aber vor allem bei der Errichtung der Bohrpfähle, die aus statischen Gründen an die 20 Meter tief gegründet werden müssen, ein Restrisiko. „Deshalb beginnen wir auch mit den Bohrungen und lassen die alte Brücke noch stehen. Denn kommt es bei den Bohrungen in der Tiefe zu größeren Behinderungen, könnte der enge Bauzeitplan nicht eingehalten und die Brücke nicht vor Weihnachten fertiggestellt werden. In diesem Fall würden wir heuer die Bohrpfähle bauen, die Baustelle einstellen und in Abstimmung mit der Stadtgemeinde Gleisdorf nach Ostern 2020 die Bauarbeiten weiterführen. Die alte Brücke wäre also befahrbar, ein Winterdienst möglich und die Behinderungen würden auf ein Minimum eingeschränkt", so Hirzabauer.

12. Juli 2019

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