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Gratweiner Verkehrskonzept auf dem „Prüfstand“

LR Anton Lang schaut sich das Gesamtverkehrskonzept für den Bereich Gratwein genau an. © Konstantinov
LR Anton Lang schaut sich das Gesamtverkehrskonzept für den Bereich Gratwein genau an.
© Konstantinov

Ein interdisziplinärer Ansatz war Grundlage für die Entwicklung des Gesamtverkehrskonzepts Gratwein-Straßengel im Zuge der Neuauflage des ÖEK (Örtliches Entwicklungskonzeptes) und des FWP (Flächenwidmungsplan). Der dauerhafte Austausch zwischen Raumplanung und Verkehrsplanung stellte sich als überaus produktiv und sinnvoll dar. Heuer ist die Marktgemeinde Gratwein-Straßengel mit Maßnahmenvorschlägen aus dem Gesamtverkehrskonzept der Gemeinde für den Bereich Gratwein an die A16 (Verkehr und Landeshochbau) herangetreten, um diese auf Kosten und Nutzen zu prüfen.

Darin hat die Gemeinde einige Mängel im Zentrum von Gratwein an der L 335 (Reinerstraße), L 316 (St.-Bartholomä-Straße) und L 302 (Judendorferstraße) aufgezeigt. „Dabei geht es um Themen wie hohe Verkehrsbelastung mit Staus bei Engstellen, mangelhafte Verkehrssicherheit an Knotenpunkten oder zu geringe Durchfahrtshöhe für Radfahrer bei der Eisenbahnunterführung. Die Vorschläge reichen von einer Umfahrungsspange Gratwein, einer verbesserten Anbindung des Bahnhofs Gratwein-Gratkorn inklusive Bahnunterführung für Fuß- und Radverkehr bis hin zu einer Machbarkeitsstudie und Umsetzung einer Begegnungszone am Hauptplatz in Gratwein", erklärt Verkehrslandesrat Anton Lang.

„Durch die Gemeindefusion ist es möglich geworden, auch über ehemalige Ortsgrenzen hinaus zu Denken und somit eine zukunftsorientierte Verkehrslösung für das gesamte Gemeindegebiet zu finden. Parallel zu vielen Maßnahmen zur Stärkung und Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, wurde mit der Erstellung eines Gesamtverkehrskonzeptes für unsere Großgemeinde begonnen. Bei der Detailplanung wurde festgestellt, dass sich kritische Stellen hauptsächlich im Bereich der Landesstraßen befinden. Bezugnehmend auf diese Problematik, werden nun die Maßnahmen gemeinsam mit dem Land Steiermark evaluiert", ergänzt Bürgermeister Harald Mulle.

Um eine Entscheidungsgrundlage zu den vorgeschlagenen Maßnahmen der Gemeinde zu schaffen, gilt es nun zu beurteilen, ob tatsächlich ein akuter Handlungsbedarf an den genannten Landesstraßen besteht. Deshalb wurden bereits detaillierte Erhebungen bzw. Untersuchungen (Verkehrszählungen, Vermessung der Engstellen im Zentrum usw.) zur Beurteilung des derzeitigen Istzustandes durchgeführt.

Projektleiterin Monika Hofer von der A16 (Verkehr und Landeshochbau): „Die Zählungen haben gezeigt, dass an der L 316 im Ortszentrum in Gratwein und an der L 302 im Ortsgebiet von Gratwein in der Nähe des Bahnhofes derzeit ein jährlich, durchschnittlicher, täglicher Verkehr von cirka 10.000 Kfz/24h herrscht. Die L 335 wird im Ortsgebiet von Gratwein von rund 4.500 Kfz/24h genutzt. Bis voraussichtlich Frühjahr 2020 werden die unterschiedlichen Vorschläge nun hinsichtlich ihres Nutzens und ihrer Kosten geprüft und untersucht."

„Mit der Umsetzung unseres Gesamtverkehrskonzeptes und auch des Radverkehrskonzeptes schaffen wir einen Mehrwert für unsere Bevölkerung und sind mit unseren zukunftsweisenden Projekten am Puls der Zeit", so der Verkehrsausschussobmann Christoph Stangl, der die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten lobt, abschließend.

7. Oktober 2019

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