Die steiermärkische Landesregierung
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Steirischer Volkskulturpreis 2020 geht an „das Andere heimatmuseum“

Regionalmuseum in Schloss Lind (Neumarkt) wird ausgezeichnet

Auf Antrag von Kulturlandesrat Christopher Drexler hat die Steiermärkische Landesregierung den einstimmigen Beschluss gefasst, den Volkskulturpreis des Landes Steiermark 2020 an „das Andere heimatmuseum"-Schloss Lind zu vergeben. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird durch Beschluss der Landesregierung auf Basis einer Jury-Empfehlung vergeben. Nach eingehender Beratung hat die Jury folgende Begründungen für ihre Empfehlung abgegeben:

Die Begründung der Jury
„Erich Hackl schrieb in der Presse über ‚das Andere heimatmuseum‘: ‚Kaum hat man sich umgesehen, schon packt einen die Lust seinen eigenen Heimatbegriff herzustellen‘.
Britta Sievers und der Autor und Theatermacher Andreas Staudinger schufen im Schloss Lind (Neumarkt) ein völlig neu konzipiertes Zentrum für regionalspezifische Kunst, innovative Volkskultur und Erinnerungskultur. ‚das Andere heimatmuseum‘ beschäftigt sich in Form von assoziativen Installationen und Sonderausstellungen mit der jüngeren Zeit und regionaler Sozialgeschichte. Im Ausstellungsbereich befindet sich auch eine Erinnerungsstätte für das KZ-Außenlager von Mauthausen (1942-1945). Diese traumatisierten Orte, wie Schloss Lind, haben ein spezielles Gedächtnis. Britta Sievers und Andreas Staudinger machen dieses Gedächtnis sichtbar.
Es entstand, unter Einbindung der Bevölkerung, ein positiver Ort gegen die Verdrängung und das Vergessen, gleichzeitig eine Stätte der Begegnung mit zeitgenössischer, ortspezifischer Kunst in allen Spielarten sowie die Forschung über den Alltag im ländlichen Raum. Das Jahresprogramm regt auf ermutigende Weise an, über den Heimatbegriff immer wieder neu nachzudenken. ‚das Andere heimatmuseum‘ verleiht den brennenden Themen der Region Murau eine nicht mehr zu überhörende Stimme." (Jurybegründung)

LR Drexler: „Bedeutung der steirischen Regionalmuseen wird unterstrichen"
Kulturlandesrat Christopher Drexler: „Das gesellschaftliche Leben in der Steiermark ist geprägt von unserer Volkskultur. Der Volkskulturpreis ist eine wichtige Würdigung des beeindruckenden Engagements, das so viele Menschen in der Steiermark an den Tag legen, um unsere Geschichte aufzuarbeiten und Traditionen, Bräuche und Werte zu pflegen. Ich freue mich, dass wir ‚das Andere heimatmuseum‘ mit dem Volkskulturpreis 2020 auszeichnen können und gratuliere Britta Sievers und Andreas Staudinger herzlich. Sie haben es in eindrucksvoller Weise geschafft, einen vielfältigen Bogen der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Geschichte der Region rund um Neumarkt zu spannen, neue Zugänge zu entwickeln und gleichzeitig die Erinnerungskultur hochzuhalten. Der Volkskulturpreis für ‚das Andere heimatmuseum‘ unterstreicht aufs Neue die Bedeutung der steirischen Regionalmuseen für die Reflexion der Themen und Geschichten unseres Bundeslandes."

Der Volkskulturpreis des Landes Steiermark
Der Volkskulturpreis des Landes Steiermark wird alle zwei Jahre für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Volkskultur vergeben. Damit soll einerseits das aus der Tradition des Landes überlieferte Kulturgut erhalten und weiter gepflegt und andererseits sollen innovative Ansätze und Projekte, die der Belebung und Weiterentwicklung der Volkskultur in der Steiermark dienen, ausgezeichnet werden.
Der Preis kann Personen oder Personengruppen zugesprochen werden, die besondere und innovative Leistungen auf dem Gebiet der Volkskultur - etwa im Bereich Volksmusik, Volkstanz, Kunsthandwerk, Erhaltung des kulturellen Erbes in Museen oder Denkmalpflege - erbracht haben. Die Preisträgerinnen und Preisträger müssen einen Steiermark-Bezug haben.
Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro. Es wird ab diesem Jahr ungeteilt vergeben. Mit dem Volkskulturpreis 2018 wurden das Projekt Folklore Global, das Projekt Meistersinger und die Arbeitsgemeinschaft Ausseer Kammerhofmuseum ausgezeichnet.









Michael Eisner
Pressesprecher
Büro Landesrat Mag. Christopher Drexler
Tel.: 0316/877-4471
Mail: michael.eisner@stmk.gv.at

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