Die steiermärkische Landesregierung
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Die größten Fahrplanausweitungen seit S-Bahn-Start

Das bietet der aktuelle S-Bahn-Fahrplan

Mit dem Dreigestirn S-Bahn, RegioBahn und RegioBus Steiermark wird seit Jahren massiv in die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs investiert und so aktiv für den Umstieg vom Auto hin zu den steirischen Öffis geworben. Das aktuelle Fahrplanjahr 2020 sticht aus den vielen erfolgreichen vergangenen Jahren besonders hervor. Vor allem im Bereich der S-Bahn ist das Fahrplanangebot so stark wie bisher nie seit Start 2007 ausgeweitet worden. „Verbesserungen hat es auf fast allen Strecken geben. Besonders hervorzuheben sind aber die Kapazitätsausweitungen auf der S 5 mit der Vollendung des ganztägig durchgängigen Halbstundentakts im Nahbereich zu Graz sowie die Mehrangebote auf den Strecken der GKB," berichtet Verkehrsreferent Lang.

Bei den systematischen Zählungen hat sich das attraktive Taktangebot der S-Bahn in einem Fahrgastplus von 58% im Vergleich zur Zeit vor der S-Bahn niedergeschlagen! Somit sind pro Tag fast 20.000 Einsteigerinnen und Einsteiger mehr als noch vor dem Start der S-Bahn Steiermark unterwegs. Alleine 2019 sind rund 1.400 Kundinnen und Kunden neu zur S-Bahn gekommen (plus 3%). Somit hat man in diesem Jahr einen neuen Rekord der Frequenzzahlen von über 54.000 Passagieren pro Tag erreichen können.

Und auch der RegioBus gibt weiter Gas

Auch der RegioBus steht der S-Bahn um nichts nach und wird heuer eine weitere Aufwertung erfahren. „Bereits seit Juli 2019 ist ja in der Region Weiz der neue RegioBus erfolgreich unterwegs. Heuer folgen die neuen Bündel Thermenland, Vulkanland, Hartberger Oberland und Aussee und auch im Grazer Südwesten wird es zu Verbesserungen im Busbereich kommen," gibt Lang einen Ausblick.

Bauvorhaben

Seit Herbst 2018 ist das „Steiermark-Paket", ein 110.Mio.-EUR-Investitionspaket zum Ausbau des regionalen Schienennetzes in der Steiermark in Umsetzung. Darin enthalten sind hauptsächlich die Modernisierung und die barrierefreie Gestaltung von Bahnhöfen, die Errichtung von P&R-Plätzen sowie die Sicherung von Eisenbahnkreuzungen durch den Bau von Unterführungen.

Für diese Bahnhöfe sind folgende Entwicklungsschritte im Laufen:

  • Kapfenberg: in Bau (Inbetriebnahme Herbst 2020)
  • Fehring: in Bau (Inbetriebnahme Winter 2020/2021)
  • Wartberg, Leoben Lerchenfeld, Allerheiligen: Planung
  • Raaba-Grambach: Entwicklung der neuen Haltestelle inkl. Unterführung
     

Bereits abgeschlossen ist der Umbau in Frohnleiten, voll im Bau die Viergleisigkeit von Hauptbahnhof Graz bis nach Feldkirchen. „Hier folgt ja heuer noch der Baustart zur Koralmspange. Es ist in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig, dass wir mit der Fortführung der Infrastrukturmaßnahmen vor allem im Beschäftigungsbereich Impulse setzen können," bekennt sich Anton Lang zum Öffi-Infrastrukturausbau in der Steiermark. „Auch der Klimaschutz soll dabei nicht zu kurz kommen. Darum freut es mich, dass wir z. B. die Elektrifizierung der GKB-Strecken vorantreiben können."

Wichtiges Thema ist hier natürlich der Tram-Ausbau in der Stadt Graz. „Wir stehen zu unseren Zusagen betreffend finanzieller Unterstützung der Stadt Graz bei ihrer Tram-Offensive", steht LH-Stv. Lang zu seinem Wort.

 

Strategischer Ausblick

Verkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang freut sich über die größte Fahrplanausweitung seit S-Bahn Start © Land Steiermark
Verkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang freut sich über die größte Fahrplanausweitung seit S-Bahn Start
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Am Beispiel der Entwicklung der weiter boomenden S-Bahn zeigt sich deutlich die Herausforderungen der derzeitigen Verkehrsplanung. Im Großraum Graz mit ständig steigenden Bevölkerungs- und Pendlerzahlen müssen die künftigen Investitionen neben dem Bereitstellen von ausreichend Sitzplatzangebot in den Verkehrsmitteln selbst vor allem auch der Schaffung von mehr Kapazitäten im Umfeld von Bahn und Bus in Betracht ziehen. Neben dem zweifellos notwendigen weiteren Ausbau der Park&Ride-Anlagen bedarf es Anstrengungen auch bei der Verknüpfung von Rad&Bahn (Radwege zu den Bahnhöfen, Abstellanlagen).

Ebenso müssen flexible Zubringersysteme (im klassischen Linienverkehr oder auch die teilweise bereits realisierten Mikro-ÖV-Lösungen) weiter forciert werden, so dass Bahnhöfe und Haltestellen auch tatsächlich regionale (multimodale) Knotenpunkte werden. Und auch in Graz bedarf es weiterer Maßnahmen, um die Mengen an S-Bahn-Fahrgästen rasch und pünktlich in der Stadt weiterzubefördern.

Neben Fahrplan und Infrastruktur sind selbstverständlich auch die Bemühungen in den Bereichen Marketing und Kommunikation fortzusetzen. Als hervorragendes Einstiegsmittel, um die steirischen Öffis einmal auszuprobieren hat sich dabei der Freizeitverkehr entwickelt. Mit dem Freizeit-Ticket als TOP-Angebot und auch einigen neuen Linienangeboten (z. B. der neue Takt im Ennstal oder der RegioBus auf den Schöckl) kann man vielen Steirerinnen und Steirern die Öffi-Nutzung zum Ausprobieren näherbringen.

 

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