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Grüner wohnen in Graz

Presseinformation vom 27.08.2020

Neue Initiative forciert Dachgärten im Wohnbau

v.l.n.r.: LR ÖK.-Rat Johann Seitinger, Dr. Andrea Jany und Bgm. Mag. Siegfried Nagl © Stadt Graz/Fischer
v.l.n.r.: LR ÖK.-Rat Johann Seitinger, Dr. Andrea Jany und Bgm. Mag. Siegfried Nagl
© Stadt Graz/Fischer
Dachgarten, Sargfabrik/Wien © Wolfgang Zeiner
Dachgarten, Sargfabrik/Wien
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© Lebensressort/Streibl

Besonders in urbanen Räumen sind Grünflächen ein knappes Gut. Mit einer neuen Initiative forcieren Landesrat Hans Seitinger und Bürgermeister Siegfried Nagl die Schaffung von Dachgärten im Geschossbau der Landeshauptstadt. Dachgärten bieten wertvollen Erholungsraum, dienen als Wasserspeicher bei Starkregenereignissen und sorgen für ein besseres Mikroklima.

Rund 60% der Österreicherinnen und Österreicher leben bereits in Städten und bis 2050 werden es laut Prognosen bereits 70% sein. Dementsprechend groß sind die Herausforderungen für den Wohnbau, damit die hohe Lebensqualität in wachsenden Städten erhalten bleibt. „Grund und Boden, speziell Naturräume, sind in dicht besiedelten Gebieten ein knappes Gut. Mit Begrünungsmaßnahmen für Gebäude kann aber ein Ausgleich geschaffen werden", erklärt Landesrat Hans Seitinger die Beweggründe zur Forcierung von Dachgärten. Begrünte Dachflächen im Wohnbau erhöhen die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner und leisten einen Beitrag zu Klimaschutz und -anpassung. Im Auftrag des Land Steiermark wurde vom Institut für Wohnbauforschung eine qualitative Potenzialanalyse für die Anlage von Dachgärten im Geschosswohnbau in der Stadt Graz durchgeführt. Im Sinne der Klima-Innovationsstadt unterstützt die Stadt Graz die Errichtung der Dachgärten.

Dachgärten erhöhen die Lebensqualität

Die Studie zeigt, dass die Ausführung von Flachdächern als begehbare bzw. benutzbare Freiflächen mit intensiver Begrünung und großflächigen Bepflanzungsbereichen oder mit Hochbeeten, vielfältige soziale, ökologische und ökonomische Vorteile für die Bewohnerinnen und Bewohner mit sich bringen.

Landesrat Hans Seitinger verweist etwa auf die Funktion zur ökologischen Kühlung von Gebäuden und insbesondere als Wasserspeicher, die bei den zunehmenden Extremwetterereignissen eine Rolle spielt: „Dachgärten bieten bei Starkregenereignissen einen wertvollen Schutz, da durch den verzögerten Wasserabfluss Überschwemmungen verhindert werden können."

Für Bürgermeister Siegfried Nagl ist auch der soziale Aspekt hervorzuheben: „Durch die grünen Erholungsräume im direkten Wohnumfeld lernt man seine Nachbarn kennen und kommt beim Entspannen, ‚Garteln‘ und Spielen mit den Kindern ins Gespräch. Diese soziale Komponente ist vor allem in einem urbanen Raum wie Graz sehr wichtig. Durch die Freizeitnutzung im eigenen Wohnquartier, verbessern wir die Wohnqualität, verhindern die Zersiedelung und entlasten das Verkehrsnetz."

„Grüne Dachlandschaften leisten einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz indem sie die thermischen Verhältnisse in Gebäuden und Siedlungsgebieten positiv beeinflussen. Zusätzlich können durch innovative Organisations- und Betriebsmodelle neue wirtschaftliche Felder mit stark regionalem Bezug generiert werden", ergänzt Andrea Jany vom Institut für Wohnbauforschung und Mitautorin der Potentialanalyse.

Potentiale für Dachgärten in Graz

Aufgrund der von Dr. Andrea Jany, Dr. Thomas Höflehner und Bernhard Hohmann, PhD durchgeführten Studie konnten in der Landeshauptstadt 14 potentielle Standorte für Dachgärten auf bereits bestehenden Anlagen im gemeinnützigen Wohnbau ausgemacht werden. Gemeinsam mit interessierten Wohnbaugenossenschaften werden in einem weiteren Schritt an ausgewählten Standorten die wohnrechtliche Willensbildung (Die Zustimmung von Mietern/Besitzern von Eigentumswohnungen ist Voraussetzung) sowie statische und baurechtliche Prüfungen durchgeführt. Bei einem positiven Verlauf wird die Errichtung von drei Pilot-Gärten auf bestehenden Wohnobjekten durch die Stadt Graz finanziell unterstützt. Die Förderung wird, analog zu der bereits bestehenden Förderung der Dachbegrünung bei gewerblichen Hallen, in einer Höhe von 10,00 Euro pro m² und einer maximalen Fördersumme von 40.000,- Euro pro Objekt bereitgestellt.

Zusätzlich bestehen in diesem Zusammenhang Förderungen für Gemeinschaftsgärten und Stadtbäume.

Mit der Umsetzung erster Projekte wird 2021 gerechnet.


 


 


 


 


 
 

 


 


Andreas Kaufmann, Pressesprecher, Büro Landesrat Ök.-Rat Johann Seitinger, Tel. 0316-877 2590
Mobil: 0676/86662590, Mail: andreas.kaufmann@stmk.gv.at Externe Verknüpfung http://www.lebensressort.steiermark.at/

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