Die steiermärkische Landesregierung
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„Bund muss Förderung für Fern- und Nahwärme-Projekte wieder in Gang bringen“

Umweltlandesrätin Lackner auf der Konferenz der LandesenergiereferentInnen

LRin Ursula Lackner © Land Steiermark / Purgstaller
LRin Ursula Lackner
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Graz, Linz (29. September 2020) - „Ein Rückstau von mehr als 150 Anträgen und sechs Jahre Wartezeit sind nicht akzeptabel", ärgert sich die steirische Klimaschutz- und Umweltlandesrätin Ursula Lackner darüber, dass der Bund den WKLG-Fördertopf für den Ausbau der Fern- und Nahwärme nicht ausreichend dotiert.

Lackner stellte daher bei der heutigen Konferenz der LandesenergiereferentInnen in Linz einen Antrag zur Beschlussfassung, dem alle teilnehmenden Bundesländer-Vertreterinnen folgten: Darin werden Umweltministerin Leonore Gewessler und Finanzminister Gernot Blümel aufgefordert, endlich die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen zügigen Ausbau der Fernwärme zu schaffen. Außerdem sollten die Förderungen für Nah- und Fernwärme vereinheitlicht und ausreichend dotiert werden. Bereits eingereichte förderungswürdige Fernwärmeausbauprojekte nach dem Wärme- und Kälteleitungsausbaugesetz sollen rasch zur Auszahlung gelangen.

„Der Fern- und Nahwärmeausbau ist ein wichtiger Baustein für den Klima- und Umweltschutz", so Ursula Lackner, Landesrätin für Klimaschutz und Umwelt in der Steiermark. „Sie sind klimaschonende Alternativen zum Heizen mit fossilen Brennstoffen wie zum Beispiel Öl oder Gas."

Derzeit wird der Fern- und Nahwärmeausbau vom Bund einerseits durch die Umweltförderung der Nahwärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger unterstützt, andererseits durch die Förderung des Fernwärmeausbaus nach dem Wärme- und Kälteleitungsausbaugesetz (WKLG). „Der WKLG-Fördertopf ist aber seit Jahren chronisch unterdotiert, mittlerweile gibt es einen Rückstau von mehr als 150 Anträgen sowie sechs und mehr Jahre Wartezeit", kritisiert Lackner. Das führe dazu, dass Ausbauprojekte zurückgestellt werden bzw. bis zur Auszahlung der Förderung zusätzliche Kosten für Zwischenfinanzierungen anfallen. „Eine rasche Umsetzung dieser Projekte brächte eine zusätzliche CO2-Einsparung von jährlich 400.000 Tonnen", so Lackner.

„Der Abbau der aufgestauten Anträge bei der Förderung nach dem WKLG wäre ein wichtiger Impuls zum Ausbau der Fernwärme, zur Stärkung der regionalen Konjunktur und zur weiteren Reduzierung von fossilen Heizungen", strich Lackner bei der Konferenz die Notwendigkeit hervor, die Auszahlung der Förderungen wieder in Gang zu bringen.

Graz, am 29. September 2020

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