Die steiermärkische Landesregierung
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Beste steirische Wetterzeugen ausgezeichnet

Nach dem Erfolg geht Wetterzeugenprojekt in die zweite Runde

„Die Erfahrungen der Steirerinnen und Steirer sind ein wichtiger Baustein, um bestmöglich mit dem Klimawandel und seinen Folgen umzugehen", sagt LRin Ursula Lackner. © Land Steiermark/Purgstaller. Bei Quellenangabe honorarfrei.
„Die Erfahrungen der Steirerinnen und Steirer sind ein wichtiger Baustein, um bestmöglich mit dem Klimawandel und seinen Folgen umzugehen", sagt LRin Ursula Lackner.
© Land Steiermark/Purgstaller. Bei Quellenangabe honorarfrei.

Graz (28.12.2020).- Die Schneekatastrophe in Mariazell im Winter 1905, der geringe Wasserstand der Neudauer Teiche im Frühling 2017 und die Alpinschi-Abfahrt vom Grazer Schlossberg im Rekordwinter 1986: Mit diesen Fotos von meteorologisch bedeutenden Ereignissen stehen Gewinnerinnen und Gewinner des Wetterzeugengewinnspiels fest, zu dem Umweltlandesrätin Ursula Lackner gemeinsam mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und Klimabündnis Steiermark die Steirerinnen und Steirer eingeladen hat. Für alle, die nicht unter den Gewinnern sind, gibt es nun gute Nachrichten: Der Wettbewerb geht nun in die Verlängerung. In der zweiten Runde können ab sofort und noch bis Ende Jänner Erinnerungen an Extremwetterereignisse eingereicht werden. Und wieder warten tolle Preise auf die Einsenderinnen und Einsender.

„Der Klimawandel hat negative Auswirkungen auf das Wetter in der Steiermark unter denen schon viele Steirerinnen und Steirer leiden", erklärt Ursula Lackner. Um diese Folgen so gut es geht vorherzusagen, braucht es neben den Aufzeichnungen der Expertinnen und Experten die Erinnerungen der Steirerinnen und Steirer. Deshalb hat sie gemeinsam mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und dem Klimabündnis Steiermark im Oktober das Projekt Wetterzeugen ins Leben gerufen. „Die Erfahrungen der Steirerinnen und Steirer sind ein wichtiger Baustein, um bestmöglich mit dem Klimawandel und seinen Folgen umzugehen", ergänzt sie.  

Auszeichnung für beste Fotos

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die besten Fotos, die am Portal veröffentlicht wurden. Dabei ging der erste Platz an „Wunderschöne Erdblitze" von Daniel Loretto, der zweite Platz an „Hochwasser 1958" von Otmar Grober und der dritte Platz an „Seltene Föhnwolke - Lenticularis" von Ingrid Grossauer.

Projekt geht in die zweite Runde

Nach dem großen Andrang in der ersten Projektphase steht nun fest, dass die Wetterzeugensuche in die zweite Runde geht. Bis Ende Jänner haben alle Steirerinnen und Steirer die Möglichkeit, unter Externe Verknüpfung www.wetterzeugen.at Erinnerungen und Fotos direkt vom Smartphone oder Heim-PC auf der neuen Plattform zu teilen. Ist kein Internetanschluss vorhanden, können die Erinnerungen natürlich auch telefonisch beim Klimabündnis Steiermark (0316 / 821580) eingereicht werden. Die fachmännische Betreuung wird in Zusammenarbeit der ZAMG und dem Klimabündnis Steiermark sichergestellt. Unter allen Einreichungen werden als Dankeschön weitere tolle Preise verlost. Weitere Informationen sind ebenfalls auf der Webseite zu finden. 

GewinnerInnen der Kategorie „Wetterzeugenbeiträge":

  • „Schneekatastrophe im Februar 1905 in Mariazell", Manfred Feischl
    Bericht des Wetterzeugen: „Fotos aus meiner Heimatsammlung "Mariazell" vom Schnee-Katastrophen-Winter 1905 in Mariazell aus dem Fotohaus J.Kuss"

  • „Geringer Wasserstand Neudauer Teiche, Frühling 2017", Stefanie Greiter
    Bericht der Wetterzeugin: „Anfang April 2017 war der Wasserstand im Neudauer Teich sehr niedrig. Wahrscheinlich war dafür der schneelose Winter mit wenig Niederschlägen verantwortlich.Das zweite Foto ist von 2011 zum Vergleich"

  • „Mit den Alpinschi vom Schlossberg 1986", Willibald Handler
    Bericht des Wetterzeugen: „Während des Jahrhundertschnees im Jahre 1986 wollte ich mit meinem Freund Bumsti (rechts im Bild) mit einem Kastner Bus schifahren gehen. Da der Bus nicht abgefahren ist (lag ja Schnee) haben wir uns entschlossen vom Schlossberg abzufahren. Der erste Aufstieg über den Kriegersteig ging aufgrund des vielen Schnees schief (Schneeräumen war dort eher sekundär) aber über die Wickenburggasse gelang es uns dann. Abfahrtsstrecke war dann über alle Sehenswürdigkeiten bis zum Fuß des Schlossberges und dann über die Sporgasse zum Hauptplatz (Abschwung) ...danach haben wir die Schi gleich anbehalten und sind nach St. Peter nach Hause...das Foto wurde von uns damals in der NZ veröffentlicht und meinem Papa hat's gefreut"

GewinnerInnen der Kategorie „Die schönsten Wetterzeugenbilder":

  •  „Wunderschöne Erdblitze" von Daniel Loretto
    Bericht des Wetterzeugen: „Am Abend des 16.6.2007 konnte ich wunderschöne Erdblitze aufnehmen. Seit 13 Jahren fotografiere ich mittlerweile Gewitter, so schöne Blitze konnte ich seither nicht mehr erwischen."

  •  „Hochwasser 1958" von Otmar Grober
    Bericht des Wetterzeugen: „Ich erinnere mich noch gut, dass ich damals das erste Mal sah, wie ein Blitz in den Stall einschlägt. Da es aufgrund der vielen Blitze fast durchgehend hell war, konnte ich auch die Wasserhöhe des Baches gut beobachten. Fehlten zunächst nur noch 20 cm zwischen dem Bach und der Brücke, schwellte dieser später so stark an, dass er die Brücke mitriss. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass Allerheiligen massiv getroffen wurde. Noch schwerer traf es aber die Ortschaften am Jassnitz und Stanzbach, wo große Mengen an Erde, Geröll und Wildholz eine Spur der Verwüstung hinterließen."

  • „Seltene Föhnwolke - Lenticularis" von Ingrid Grossauer
    Bericht der Wetterzeugin: „.... am 11.11.2019 konnte ich zwischen dem Pyhrgas & Scheiblingstein eine eher seltene, in unserer Region vorkommende Föhnwolke "Lenticularis", von der Abendsonne beleuchtet, von Selzthal aus, mit meiner Kamera festhalten.


Fotos zum Download: Externe Verknüpfung https://www.zukunft.steiermark.at/cms/beitrag/12809207/141019798/

 

Graz, am 28. Dezember 2020

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