Die steiermärkische Landesregierung
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Die erste große STEIERMARK SCHAU kommt nach Bad Radkersburg!

Mobiler Ausstellungspavillon von 25. September bis 31. Oktober geöffnet

Alexander Kada, LR Christopher Drexler, Bgm. Karl Lautner, Alexia Getzinger auf der Hasenheide in Bad Radkersburg, wo der 800 Quadratmeter große mobile Ausstellungspavillon von 25. September bis 31. Oktober für die Besucherinnen und Besucher geöffnet sein wird. © steiermark.at/Streibl
Alexander Kada, LR Christopher Drexler, Bgm. Karl Lautner, Alexia Getzinger auf der Hasenheide in Bad Radkersburg, wo der 800 Quadratmeter große mobile Ausstellungspavillon von 25. September bis 31. Oktober für die Besucherinnen und Besucher geöffnet sein wird.
© steiermark.at/Streibl

Am 9. April 2021 wird die erste große STEIERMARK SCHAU - „Die Ausstellung des Landes" - eröffnet. Das innovative Konzept widmet sich in vier Ausstellungen gesellschaftlichen Fragen zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Steiermark aus der Perspektive von Kunst und Kultur. Neben den Standorten im Museum für Geschichte, im Volkskundemuseum und im Kunsthaus Graz, gastiert die STEIERMARK SCHAU ab 25. September 2021 in spektakulärer Weise in Bad Radkersburg.

Ein mobiler Ausstellungspavillon mit einer Fläche von 800 Quadratmetern wird von 25. September bis 31. Oktober auf der Hasenheide zwischen der Therme und der Altstadt von Bad Radkersburg bei freiem Eintritt zu besuchen sein. Im Inneren des Pavillons stellt eine monumentale Video-Rauminstallation mit einer Leinwandfläche von 200 Quadratmetern das Highlight dar. Ein neues, filmisches Steiermark-Panorama zeigt das Bundesland aus künstlerischer Sicht ausschließlich in bewegten Bildern. Die Ausstellung geht der Frage nach, „wer wir sind". Beantwortet wird das am Beispiel der Beziehungen zu Landschaften: Die Landschaften, in denen wir leben und arbeiten, prägen uns und wir prägen sie.

Lichtinstallation und Ausstellungshalle

Der Pavillon ist eine Kunsthalle, die im Rahmen der STEIERMARK SCHAU in die Regionen kommt. Das temporäre Gebäude ist selbst bereits eine Lichtinstallation. Möglich macht das eine ausgeklügelte Konstruktion aus einzigartigen Hightech-Membranen. Im Innenraum der 800 Quadratmeter großen Halle ist eine Ausstellung aus projizierten großformatigen Bildern der Steiermark zu sehen. Wer sind wir? Was zeichnet die Steiermark aus? Oft wird gesagt, die Vielfalt ihrer Kulturlandschaften. Daher konzentriert sich die Ausstellung auf die Themen Vielfalt, Kunst, Landschaft.

Von Wien weiter in die Steiermark

Derzeit wird der mobile Pavillon in Wien aufgebaut. Der prominente Standort am Wiener Heldenplatz korrespondiert mit der steirischen Präsidentschaft im Bundesrat im ersten Halbjahr 2021. Dort wird er im Rahmen eines Prologs zur STEIERMARK SCHAU bereits am 7. April eröffnet. Nach dem Aufenthalt in Wien bis zum 18. April tourt die mobile Kunsthalle nach Hartberg, Spielberg, Schladming und Bad Radkersburg.

Landschaft

Für die große Panorama-Leinwand wurden in 24 Kunstbeiträgen Aspekte von steirischen Landschaften erforscht. Sie zeigen außergewöhnliche Panoramabilder der aktuellen Steiermark in einer monumentalen Rundumansicht: insgesamt ein ungewöhnlicher Blick auf das Vertraute, von Mur, Erzberg, Riegersburg oder Spielbergring bis zu Fichtenwäldern, Mooren, Geschäftsportalen, Sozialeinrichtungen, Zugfahrten, Grenzlandschaften oder den Farben des Horizonts.

Kunst

Die Steiermark hat eine vielfältige und reiche Kunstszene, die vor allem von den jüngeren Generationen getragen wird. Das Panorama gibt nicht nur einen Überblick über unterschiedliche Landschaften und Landschaftselemente des Landes, sondern auch einen exemplarischen Überblick über die aktuelle Kunstszene in der Steiermark, mit Fokus auf Fotografie, Kunstvideo und experimentellen Film.

Vielfalt

Ergänzend zum Panorama gibt es sechs filmische Ausstellungsbeiträge, die unser Verständnis von Landschaft vertiefen. Sie zeigen die Vielfalt der Steiermark: in der Sprachenvielfalt ihrer Sprachenlandschaften und in der Artenvielfalt der Kulturlandschaften. Sie stellen die Frage nach kontaminierten Landschaften. Sie beleuchten in thematischen Karten, wie sich die landschaftliche Vielfalt auf den Alltag auswirkt. Und sie befragen Persönlichkeiten des Kulturlandes Steiermark zu ihrer Beziehung zum Land und zu den Landschaften. Außerdem ist ein Filmbeitrag zu den 15 steirischen LEADER-Regionen zu sehen, die Zukunftsräume im großen europäischen Kontext gestalten.

Rahmenprogramm zum Ausstellungspavillon in Bad Radkersburg

Der nomadische Pavillon als Expositur der STEIERMARK SCHAU bringt nicht nur die Ausstellung in die Gemeinden Hartberg, Spielberg, Schladming und Bad Radkersburg, er holt auch die Gemeinden in die Ausstellung hinein. Dies geschieht nicht nur durch die Ausstellungsinhalte, sondern auch durch eine Reihe von Rahmenveranstaltungen.

Im Zuge eines Kooperationsprojekt mit der Diagonale, dem ORF Steiermark und dem STREETCINEMAGRAZ, wird das Publikum eingeladen sich auf eine Tour im Umkreis des Pavillons zu begeben, die von einem mobilen Projektor und Lautsprecherboxen begleitet wird. Über eine Dauer von insgesamt rund 120 Minuten erstrahlen bei dieser Tour Kurzfilme und Archiv-Film-Ausschnitte an Häuserwänden und Flächen in der Umgebung des mobilen Ausstellungspavillons.

Unter dem Titel „Mittwoch zum mobilen Pavillon" bietet das Institut für Kunst im Öffentlichen Raum des Universalmuseums Joanneum an zwei Mittwochen während der Laufzeit in Bad Radkersburg eigens auf die Umgebung abgestimmte Rundgänge an. Sie führen zu Kunst im öffentlichen Raum und zu Kulturinstitutionen und laden gemeinsam mit Kunstschaffenden und Projektpartner zur Auseinandersetzung mit Kunst in Kultur in der Stadtgemeinde Bad Radkersburg ein.

Darüber hinaus wird der mobile Pavillon mit seiner eindrucksvollen Architektur der Stadtgemeinde Bad Radkersburg sowie Interessenten aus der Region als „Bühne" angeboten, um außerhalb der Ausstellungszeiten eigene Veranstaltungen abwickeln zu können. Beweglichkeit, Offenheit und der freie Zugang sind nicht nur Wesenszüge der Architektur des Pavillons, sondern auch Leitmotiv und Programm im dialogischen Austausch mit dem Publikum vor Ort.


Das Ausstellungsformat STEIERMARK SCHAU

Auf Initiative von Kulturlandesrat Christopher Drexler geht die STEIERMARK SCHAU mit April 2021 erstmals in Szene. Sie soll in weiterer Folge in einem biennalen Rhythmus stattfinden. Die STEIERMARK SCHAU schließt an die Tradition der großen Ausstellungsformate in der Steiermark an und interpretiert diese in zukunftsweisender Form neu. Sie nimmt Fragen der Gesellschaft zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft auf und bereitet sie aus der Perspektive von Kunst und Kultur in einem populären Format auf. Sie rückt die Steiermark in den Fokus und dient der Reflexion und einer regelmäßigen Standortbestimmung. Und zwar in Hinblick auf verschiedenste Themen, die Disziplinen übergreifend und ganzheitlich beleuchtet werden. Das Universalmuseum Joanneum wurde mit der Konzeption betraut und ist auch der operative Träger der STEIERMARK SCHAU.

Die Durchführung der STEIERMARK SCHAU als neues großes Ausstellungsformat des Landes wurde explizit im Regierungsprogramm „Agenda Weiß-Grün" verankert. Damit wird ein deutliches Bekenntnis zur Steiermark als Kunst- und Kulturland manifestiert. Das Gesamtbudget für die STEIERMARK SCHAU 2021 beläuft sich auf rund 8,9 Millionen Euro.


Die STEIERMARK SCHAU 2021 - Die Ausstellung des Landes

Die erste Ausgabe der STEIERMARK SCHAU - der Ausstellung des Landes - findet von April bis Oktober 2021 statt. Vier Ausstellungen beschäftigen sich mit dem Werden und Wandel der Steiermark. Es ist eine große Selbstreflexion der Steiermark und des „Steirischen". Inhaltlich wird ein Bogen gespannt, der weit in die Vergangenheit des Landes zurück und bis in die Zukunft reicht. Dieser Bogen erstreckt sich vom Museum für Geschichte („was war") über das Volkskundemuseum („wie es ist") und das Kunsthaus Graz („was sein wird") bis hin zum mobilen Ausstellungspavillon („wer wir sind"). Diese Auseinandersetzung mit der Geschichte, Kunst, Kultur und Natur sowie der Gesellschaft der Steiermark in ihrer ganzen Vielfalt und Breite bewegt sich in der großen Tradition des Joanneums als Museum des Landes. Auch was die Standorte angeht, lag das Zentrum des Joanneums immer in Graz, war aber ebenso von Beginn an in unterschiedlicher Form in den Regionen der Steiermark präsent. Der mobile Pavillon nimmt einen frühen Ansatz von Schaufensterausstellungen in Märkten und Städten zu Zeiten Erzherzog Johanns in zukunftsweisender Form wieder auf.


Details zum mobilen Ausstellungspavillon

Insgesamt haben an der Ausstellung im mobilen Pavillon 78 Kunstschaffende (mit Steiermark-Bezug) mitgewirkt. An den Wissensbeiträgen haben 32 Personen direkt über Kooperation und Beauftragung gearbeitet. Wesentliche Kooperationspartner sind: Akademie Graz, GIS Steiermark, Schulatlas Steiermark, Verein Clio, Grünes Handwerk, Pavel-Haus, DIAGONALE, Forschungsbereich Plurilingualismus von treffpunkt sprachen der Karl-Franzens-Universität Graz und die 15 steirischen LEADER-Regionen.

Daten und Fakten zum Pavillon

5 Standorte: Wien (8. bis 18. April), Hartberg (8. Mai bis 4. Juni), Spielberg (5. bis 25. Juli), Schladming (14. August bis 5. September), Bad Radkersburg (25. September bis 31. Oktober

800 m2 Ausstellungsfläche
200 m2 Leinwandfläche
78 Kunstschaffende
24 künstlerische Beiträge

Kunstbeiträge im Steiermark-Panorama von:

Catrin Bolt, Helwig Brunner, Chien-Chi Chang, Christian Eisenberger, Manfred Erjautz, Matthias Forenbacher, Siegfried A. Fruhauf, Anita Fuchs, Julia Gaisbacher, Michael Goldgruber, Fatema Hamidi, Andreas Heller, Ulrike Königshofer, Anna K. Laggner, Claudia Larcher, Lukas Marxt, Christoper Mavrič, Susanne Miggitsch, Olga Neuwirth, Georg Oberhumer, Erwin Polanc, Werner Reiterer, Katharina Swoboda, Lea Titz, Total Refusal (Susanna Flock, Adrian Jonas Haim, Robin Klengel, Jona Kleinklein, Leonhard Müllner, Michael Stumpf), Jakub Vrba, Stefanie Weberhofer, Anita Witek, Karl Wratschko, zweintopf (Eva Pichler, Gerhard Pichler)

Statements

Kulturlandesrat Christopher Drexler: „Mit der ersten Ausgabe der neuen STEIERMARK SCHAU - Die Ausstellung des Landes - tauchen wir tief in eine Auseinandersetzung mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Steiermark ein. Dabei kann keinesfalls auf die starke Einbindung der steirischen Regionen und auf die Frage verzichtet werden, „wer wir sind". Daher zieht eine ganze Ausstellung, die Kunst und Landschaft im Filmpanorama zeigt, mitsamt ihrer Architektur, mitsamt ihrer Ausstellungsräumlichkeit durch das Land. Ein mobiler Pavillon mit der beeindruckenden Fläche von 800 Quadratmetern macht als Expositur der ersten großen STEIERMARK SCHAU nach dem Wiener Heldenplatz auch in Bad Radkersburg Station. Die STEIERMARK SCHAU zählt zweifellos zu den größten und wesentlichsten kulturpolitischen Signalen dieses Jahres in ganz Österreich. Ich freue mich, dass die Stadtgemeinde Bad Radkersburg ein wichtiger Teil davon ist. Danke an Bürgermeister Karl Lautner, dass es mit gemeinsamem Einsatz gelungen ist, das zu ermöglichen."

Bürgermeister Karl Lautner: „Bad Radkersburg ist stolz, als historische Stadt und moderne Wellness-und Wohlfühldestination wichtiger und bedeutender Teil der Steiermark und daher Ausstellungsort der neuen STEIERMARK SCHAU zu sein. Alle Themen, die in den Ausstellungen insgesamt behandelt werden - was war, wie es ist, was sein wird, wer wir sind - spiegeln sich in besonderer Weise in Bad Radkersburg wider. Allein durch die Grenzsituation - zwei Drittel unserer Stadtgrenze sind gleichzeitig Staatsgrenze - ist die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema „Identität" für uns besonders spannend. Mit der Hasenheide haben wir zudem einen idealen Standort für den mächtigen Pavillon gefunden. Er liegt nicht nur direkt an der Grenze zu Slowenien sondern stellt auch eine Schnittstelle zwischen Altstadt und dem Stadtteil rund um die Therme dar, die zeigt, was sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Die Station der STEIERMARK SCHAU in Bad Radkersburg soll mit ein Startschuss für die gemeinsamen Bemühungen mit unseren slowenischen Partnern sein, in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen zu werden.

Alexia Getzinger, kaufmännische Direktorin Universalmuseum Joanneum: „Mit dem mobilen Pavillon ist die STEIERMARK SCHAU nicht nur in Graz im Museum für Geschichte, im Volkskundemuseum und im Kunsthaus präsent, sondern wandert direkt in die steirischen Regionen. In Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Bad Radkersburg erzeugt sie ein attraktives Kultur-, Bildungs- und Freizeitangebot für die Besucher*innen im Süden der Steiermark. Dem Gedanken von Erzherzog Johann folgend, ein Abbild des Landes und seiner Entwicklung zu geben, freuen wir uns sehr, die Vielfalt der Steiermark in dieser monumentalen künstlerischen Video-Installation zeigen zu können. Mit dem herbstlichen Bad Radkersburg haben wir von 25. September bis 31. Oktober 2021 einen besonders attraktiven Standort dafür gefunden."

Alexander Kada, Gestalter des mobilen Pavillons: „Für mich ist die Präsentationsform des Pavillons eine zukunftsträchtige, hinsichtlich des besonderen Raumerlebnisses und des Generierens von beeindruckenden Bildern durch Licht. Es ist ein sehr moderner und dynamischer Ansatz von Gestaltung und Vermittlung, der neue Sehgewohnheiten berücksichtigt und weit über konservative, statische Museumspräsentionen hinausgeht. Das bewegte Bild, im Zusammenhang mit eingesprochenem Text und Sound, ermöglicht ein tiefes Eindringen in die Inhalte und ein sehr emotionales Erlebnis. Das Medium Ausstellung, wie es sich in Zukunft darstellen wird, wird hier exemplarisch vorweggenommen."

Weiteres Bildmaterial finden Sie unter: https://drive.google.com/drive/folders/1qZoyM4GXQujNM_GvfB83pQr6bEZwPqJN?usp=sharing

Rückfragehinweis:

Michael Eisner
Pressesprecher
Büro Landesrat Mag. Christopher Drexler
0316/877 4471michael.eisner@stmk.gv.at

 

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