Erstmals Wohn-Hotline mit ExpertInnen für betroffene Frauen in der Steiermark

Sozialressort: Schwerpunkt Leistbares Wohnen in den 16 Tagen gegen Gewalt

Soziallandesrätin Doris Kampus
Soziallandesrätin Doris Kampus© Land Steiermark/Peter Drechsler; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Landesrätin Juliane Bogner-Strauß
Landesrätin Juliane Bogner-Strauß© Bild: Land Steiermark/Jesse Streibl; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei

Graz, am 24. November 2021.- Am Donnerstag, dem 25. November, beginnen die 16 Tage gegen Gewalt. Auch während des Lockdowns gibt es dazu Aktionen und Initiativen in der gesamten Steiermark. Soziallandesrätin Doris Kampus verbindet diese frauenpolitischen Schwerpunkttage in diesem Jahr mit den Aspekten soziale Sicherheit, Armut und leistbares Wohnen. „Frauen sind von Armut stärker betroffen als Männer. Damit verbunden ist, dass Frauen in Krisensituationen oft vor dem Problem stehen, leistbaren Wohnraum zu bekommen oder diesen abzusichern“, erläutert die Soziallandesrätin. Kampus weist besonders darauf hin, „dass ein Drittel aller Opfer aus ökonomischen Gründen in eine Gewaltbeziehung zurückkehren. Mehr soziale Sicherheit kann Frauen vor einem solchen verheerenden Schritt bewahren.“

Hier setzt die aktuelle Schwerpunkt-Aktion in diesen 16 Tagen gegen Gewalt gemeinsam mit vier ExpertInneneinrichtungen an, die jeweils per telefonischer Hotline zu allen Fragen des Themas Wohnen für Frauen bis zum 10. Dezember zur Verfügung stehen. Soziallandesrätin Doris Kampus betont, „dass wir in der Steiermark alles tun, um Frauen zu unterstützen, ein sicheres und leistbares Zuhause zu haben. Niemand darf in der Steiermark ohne Dach über dem Kopf sein.“ Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß betont: „Gerade in Zeiten der Pandemie ist es wichtig Stabilität, Sicherheit und Vertrauen in persönlichen Krisensituationen zu geben. Ich danke den Institutionen, die rasch den Rat von ExpertInnen dafür zur Verfügung stellen. Es muss unser aller Ziel sein die Lebensqualität von Frauen, die in Krisensituationen geraten zu erhalten.“

Einen Beratungsschwerpunkt zu leistbarem Wohnen setzt daher die Mietervereinigung Steiermark. Neben grundsätzlichen Fragen zum Thema geht es um Miethöhe, Betriebskosten, aber auch Ablöse und Kaution. Schon bisher gebe es dort einen Überhang an Frauen, die sich beraten lassen wollen.

Beteiligt sind an der Spezial-Hotline-Aktion weiters die Caritas-Wohnungssicherung, die FranzisCa Notschlafstelle und Wohngemeinschaft für Frauen mit Kindern, das Haus Rosalie – eine Einrichtung für obdachlose Frauen – und VinziLife, das langfristige Wohnversorgung mit acht Wohnplätzen für Frauen anbietet. Laut Caritas Wohnsicherungsstelle sind Probleme mit der Bezahlung der Miete, der Umgang mit Mahnschreiben, Fragen zu Anträgen aller Art sowie Rat und Hilfe bei drohender Delogierung die häufigsten Themen.

Das Sozialressort des Landes Steiermark bietet eine breite Palette an finanziellen Hilfen an, um leistbaren Wohnraum zu ermöglichen beziehungsweise abzusichern. Soziallandesrätin Doris Kampus: „Für die Wohnunterstützung stehen rund 40 Millionen Euro im Sozialbudget im Jahr zur Verfügung. Den Heizkostenzuschuss haben wir kürzlich wegen der hohen Energiepreise um 50 Euro auf 170 Euro aufgestockt. Ein weiterer Teil unseres Hilfspakets sind zudem einmalige Beilhilfen für extreme Notfälle mit bis zu 300 Euro." Alle Informationen zu diesen Leistungen gibt es unter Tel. 0800 20 10 10 in der Sozialservicestelle des Landes Steiermark.

„Viele Frauen kämpfen bis zum letzten Cent und schämen sich, Hilfe anzunehmen. Ich kann an Betroffene nur appellieren, den Rat der ExpertInnen einzuholen. Das ist eine wichtige Hilfe und Stütze in schwierigen Lebenssituationen", betont Soziallandesrätin Doris Kampus abschließend.

Die beteiligten Hotlines sind:

  • Caritas Wohnungssicherung: 0316/8015 750
  • Mietervereinigung Steiermark: 050195-4300
  • Haus Rosalie: 0316/58 58 06
  • VinziLife: 0316/58 12 58
  • FranzisCa Notschlafstelle: 0 676/88015 742

Graz, am 24. November 2021

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