79,3 Millionen Euro für steirische Straßen

Landesregierung beschließt weitreichende Sanierungsmaßnahmen.

Präsentierten das Bauprogramm 2022: Landesbaudirektor Andreas Tropper, LH-Stv. Anton Lang und STED-Chef Franz Zenz (v.l.).
Präsentierten das Bauprogramm 2022: Landesbaudirektor Andreas Tropper, LH-Stv. Anton Lang und STED-Chef Franz Zenz (v.l.).© Land Steiermark/Robert Frankl

Die Steiermärkische Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung weitreichende Sanierungsmaßnahmen auf den steirischen Straßen beschlossen. Damit sind für die Erhaltung des über 5.000 km umfassenden Landesstraßennetzes mit seinen ca. 3.300 Brücken und Galerien, ca. 4.480 Stützmauern, 39 Tunnelanlagen, ca. 750 Lärmschutzbauwerken, ca. 450 Schutzbauten und der dafür erforderlichen elektrotechnischen Ausrüstung wie Ampeln oder die Tunnelausrüstung wichtige Gelder gesichert.
Im Anschluss an die Regierungssitzung präsentierten Landeshauptmann-Stv. Anton Lang, Landesbaudirektor Andreas Tropper und der Leiter des steirischen Straßenerhaltungsdienstes Franz Zenz das heurige Maßnahmenpaket für die steirischen Straßen.
„Durch den heutigen Beschluss steht unseren umfangreichen Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2022 nichts mehr im Weg. Neben dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist es mir ein großes Anliegen, dass auch das steirische Straßennetz bestens für die Zukunft gerüstet ist. Das ist für die steirische Wirtschaft und die vielen Pendlerinnen und Pendler von großer Bedeutung. Mit diesem Budget setzen wir wichtige Maßnahmen in allen steirischen Regionen", sagt Verkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang.

Insgesamt stehen für die steirischen Straßen im Jahr 2022 in Summe 79,3 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich stehen dem steirischen Straßenerhaltungsdienst (STED) für kleinräumige Ausbesserungen und der Beseitigung von Katastrophenschäden über 11 Millionen Euro zur Verfügung. „Damit können kleinere Maßnahmen von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schnell und unkompliziert umgesetzt werden", sagt Lang.

Parallel dazu laufen auch die Vorbereitungen für die Mega-Projekte B 68 und B 70, zu denen sich die Landesspitze klar bekannt hat.

„Das umfangreiche Straßennetz instand zu halten ist eine Mammutaufgabe. Allein heute haben wir in der Regierungssitzung Vorhaben mit einem Volumen von rund 40 Millionen Euro beschlossen. Damit zeigen wir klar, wie wichtig uns der Erhalt der steirischen Straßen ist. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des steirischen Straßenerhaltungsdienstes, die zu jeder Jahreszeit hervorragende Arbeit leisten", sagt Landeshauptmann-Stv. Anton Lang.

Landesbaudirektor und A16-Chef Andreas Tropper: „Bereits im Dezember wurden 14 Vorhaben für konstruktive Bauwerke wie zum Beispiel Brücken und Stützmauern mit einem Volumen von elf Millionen Euro beschlossen. Auch hier wird analog zum Straßenbau versucht, die Bauwerke so rechtzeitig instand zu setzen, dass die Lebensdauer verlängert und ein Neubau vorerst vermieden wird. Diesbezüglich spielen weitere sieben Millionen Euro eine wesentliche Rolle, die für sogenannte Dünnschichtdecken und Einfache Oberflächen beziehungsweise Kleinflächensanierungen reserviert sind. Diese Erhaltungsmaßnahmen sind relativ kostengünstig, können aber die Oberflächenbeschaffenheit der Straßen wesentlich verbessern und die Lebensdauer deutlich erhöhen. In etwa 200 Kilometer Landesstraßen werden wir heuer mit dieser Methode sanieren. Aber auch Verkehrssicherheitsmaßnahmen wie die Errichtung von Kreisverkehren oder die Erneuerung von Ortsdurchfahrten werden in diesem Jahr verwirklicht werden. Es wartet also eine heraufordernde Bausaison auf uns."

Zustandserfassung wird digitalisiert
Auch hinsichtlich Erhaltungsmanagement wurde heute ein wesentlicher Beschluss gefasst. „Mit der Implementierung einer Erhaltungsmanagementsoftware beschreiten wir künftig einen noch professionelleren Weg. Für das Landesstraßennetz werden periodisch visuelle Zustandserfassungen durchgeführt, in Zukunft werden
diese messtechnisch erfasst. Die Zustandsdaten bilden zusammen mit den Bestandsdaten wie Querschnitte oder Oberbaudaten und den Verkehrsdaten eine wesentliche Grundlage für eine Erhaltungsbedarfsprognose. Bei der Pavement Management Software handelt es sich um ein Instrumentarium, das auf der Grundlage von diesen erhobenen Daten für jeden untersuchten Abschnitt eine Erhaltungsstrategie vorschlägt, die unter den gegebenen Budgetbedingungen umgesetzt werden kann. Damit kann die größtmögliche Effektivität erzielt werden",
erklärt Franz Zenz, Leiter des steirischen Straßenerhaltungsdienstes.

 Auflistung der Vorhaben

20. Jänner 2020

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