L 121: „Klagemauer“ wird saniert

Knapp 2.000 Tonnen Beton, 3,4 Millionen Euro Gesamtkosten.

Die Stützmauer hat eine Gesamtfläche von 2.400 Quadratmeter.
Die Stützmauer hat eine Gesamtfläche von 2.400 Quadratmeter.© A16
Jede Menge sogenannte Litzenanker sicherten die Wand, 117 weitere kommen nun dazu.
Jede Menge sogenannte Litzenanker sicherten die Wand, 117 weitere kommen nun dazu.© A16

Entlang des knapp über 5.000 Kilometer langen Landesstraßennetzes befinden sich 4.480 Stützmauern. Dazu zählt auch die sogenannte „Klagemauer" an der L 121 (Brucker Begleitstraße) zwischen km 29,5 und km 29,7 in Frohnleiten.

Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang: „Das Bauwerk, das vor rund 50 Jahren errichtet wurde, ist 217 Meter lang. Die höchsten Bereiche der Mauerkrone liegen knapp 18 Meter über dem bestehenden Geh- und Radweg, die Gesamtfläche beträgt 2.400 Quadratmeter. Noch im Vorjahr wurde die über Jahre bewachsene ,Klagemauer‘ gereinigt, lose Teile wurden abgetragen. Jetzt startete die eigentliche Sanierung mit Gesamtkosten in der Höhe von 3,4 Millionen Euro."

Bei der Wand handelt es sich um eine rückgeankerte Betonstützmauer, die in Abschnitten mit ca. sechs Meter Breite und ca. zweieinhalb Meter Höhe hergestellt wurde. Dabei wurde jeder Mauerabschnitt mit zwei, im Fußbereich teilweise auch drei Ankern rückgeankert (in Summe rund 240 Anker).

Projektleiter Markus Adam von der A16, der Verkehr und Landeshochbau: „Die Stützmauer wird mit vorgesetzten Stahlbetonriegel gesichert. Die Riegel mit einem Achsabstand von sechs Meter werden mit 117 sogenannten Litzenanker, die bis zu 40 Meter tief in den Berg gebohrt werden, rückgeankert. Die Bereiche zwischen den Riegeln werden mit einer Spritzbetonschale versehen. In Summe werden wir vermutlich an die 1.730 Tonnen Stahlbeton und 240 Tonnen Spritzbeton einbauen. Mit Maßnahmen wie eben zusätzliche Litzendaueranker, Stahlbeton-Vorsatzschalen bzw. neue Spritzbetonoberflächen wird die Dauerhaftigkeit und Tragsicherheit des Objektes gewährleistet."

Im Fußbereich der Mauer wird ein durchgehender, vertikaler Sockel aus Stahlbeton mit einer Höhe von ca. 2,75 m vorgesetzt, der auf dem bestehenden Fundament der Stützmauer aufgesetzt wird. Und im untersten Wandbereich wird parallel zum Geh- und Radweg eine Stahlbetonwand an den Bestand `anbetoniert´ (Stärke zwischen 25 cm und 80cm, Höhe ca. 3,5m).

Bis zur voraussichtlichen Fertigstellung Ende September ist die L 121 in diesem Abschnitt nur halbseitig befahrbar (Ampelregelung).

26. Jänner 2022

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