"Busrevolution" auch für den Südwesten von Graz!

Ausschreibungen für neue Buskonzepte starten.

LH-Stv. Anton Lang (l.) und Verbund-Geschäftsführer Peter Gspaltl.
LH-Stv. Anton Lang (l.) und Verbund-Geschäftsführer Peter Gspaltl.© Land Steiermark

Erst vor kurzem hat das Verkehrsressort des Landes Steiermark die Busrevolution für den Grazer Südosten ausgerufen. Nun setzt Landeshauptmann-Stv. Anton Lang auch im Südwesten von Graz ein kräftiges Ausrufezeichen. Nachdem die Landesregierung heute einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, kann die Ausschreibung des neuen Buskonzepts, das für die Gemeinden eine Ausweitung der Fahrplankilometer von über 40 Prozent bringen wird, starten.

„Nachdem wir bereits für den Südosten von Graz zahlreiche Verbesserungen bekannt gegeben haben, wollen wir nun gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden im Südwesten von Graz einen weiteren Meilenstein im öffentlichen Verkehr setzen. Die Verbesserungen, die dieses Bündel mit sich bringt, sind ebenfalls eine echte Revolution für den Busverkehr und bieten den Menschen in der Region attraktivste Möglichkeiten, um auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen", sagt der steirische Verkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang. 

Essentiell in den Planungen waren und sind der Wunsch einer möglichst lückenlosen Anbindung der S-Bahn aber auch die Notwendigkeit, die immer mehr werdenden Verkehrsbeziehungen zwischen Ost und West (z.B. Lieboch nach Premstätten und weiter Richtung Kalsdorf) im RegioBus-Verkehr neu abzubilden.

Im Zuge der Planungen wurde versucht, auf Wünsche der Region einzugehen und das Fahrplanangebot auf ein höheres Niveau zu heben.

Folgende Verbesserungen gibt es mit Sommerferienbeginn 2023: 

  • Stärkung der radialen Buslinien von Graz über Premstätten bis Wundschuh bzw. Zwaring, von Graz nach Feldkirchen, Kalsdorf und Werndorf sowie von Graz zum Schwarzlsee via Rudersdorf. Diese regionalen Achsen werden im Halbstundentakt und dichter bedient.
  • Einführung von neuen Tangentiallinien u.a. von Seiersberg-Pirka nach Hart über Feldkirchen, Magna und Raaba.
  • Die jetzige Linie 510 von Graz über Raaba-Grambach, Hausmannstätten, Fernitz nach Kalsdorf und weiter über Schwarzl wird bis nach Premstätten bis zum dortigen S-Bahnhof geplant.
  • Durch gänzlich neue Linien bessere Erschließung der Orte selbst bzw. zwischen den Gemeinden (z.B. von Premstätten nach Kalsdorf, von Premstätten nach Dobl und Lieboch, von Lieboch nach Dobl und Lannach, von Zwaring über Wundschuh nach Werndorf).
  • Verbesserte Anschlüsse zur S-Bahn und eine generell einfachere und übersichtlichere Gestaltung des Verkehrsangebotes.
  • Bei der S-Bahn-Anbindung werden bereits in der last mile-Anbindung erprobte Linien ausgebaut bzw. neu eingeführt (z.B. Werndorf - Wundschuh oder ganz neu Dobl - Lieboch).
  • Neue Möglichkeiten der Verknüpfung ergeben sich auch rund um den zukünftigen Busknoten in Premstätten.
  • In Graz wird die Endhaltestelle der Linien vom Griesplatz über die Mur zur Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) wandern.

Dass die Verkehre an den Tagesrandzeiten ausgebaut werden und auch der Wochenendverkehr eine Verdichtung erfahren soll, entspricht mittlerweile dem steiermarkweiten Angebotsstandard der RegioBus-Bündelplanungen.

„Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich für die großartige Unterstützung der Gemeinden bedanken. Es bringen sich alle mit großem Engagement ein. Genauso muss der öffentliche Verkehr gemeinschaftlich gelebt werden, damit er in den kommenden Jahren sein Erfolgsimage behalten kann," sagt Verkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang.

Ab April starten die weiteren Stufen der Vergabe, mit einem Zuschlag an den/die neuen Betreiber ist dann im Spätherbst zu rechnen, womit noch genügend Zeit für die doch aufwändige Umsetzung der neuen Konzepte bleibt.

Die Vergabe und Beauftragung der Verkehrsdienstleistungen wird durch den Verkehrsverbund Steiermark erfolgen. 

„Für mich ist es eine Freude, dass es erneut zu einer wesentlichen Verbesserung des öffentlichen Verkehrsangebotes kommt. Neben dem günstigen KlimaTicket Steiermark setzen wir in der Steiermark auf einen weiteren Ausbau des Angebotes und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Mein besonderer Dank gilt den Gemeinden, die diese Verbesserungen mit ihrem Engagement unterstützen", betont Peter Gspaltl, Geschäftsführer Verkehrsverbund Steiermark

24. März 2022

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