12. Mai – Internationaler Tag der Pflege

Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß kündigt einen Pflegedialog und die Einrichtung eines Pflegebeirats an. Soziallandesrätin Doris Kampus verweist auf die „große Betroffenheit“ bei vielen Steirerinnen und Steirern.

Graz, am 11. Mai 2022.- Analog zum Elementarpädagogischen Dialog werden beim Pflegedialog seitens der Landespolitik verschiedene Stakeholder und Meinungsbildner an einen Tisch geholt, um weitere Maßnahmen und Instrumente zur Verbesserung der Pflege aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren. Dieser soll noch im Juni starten und rund ein halbes Jahr intensiven Austausch auf vielen Ebenen u.a. mit Personal, Personalvertreterinnen und -vertretern, Betreiberinnen und Betreibern und Bildungsverantwortlichen beinhalten. Anschließend bzw. parallel werden im Sommer die Zahlen der Pflegepersonalbedarfsprognose für die Steiermark aus der EPIG-Studie erwartet, die Ergebnisse präsentiert sowie die Ausbildungsplätze entsprechend dimensioniert.

Der Pflegebeirat soll möglichst bald umgesetzt und unabhängig sowie für Entscheidungsträger beratend tätig sein. Eine bereits in Umsetzung begriffene Neuerung ist, dass die allgemeine Pflegehotline 2550 ab 1. Juni 2022, nachdem diese bereits von den Mitarbeiterinnen der Pflegedrehscheibe besetzt war, endgültig nun auch in diese integriert wird.

Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß: „Gemeinsames und auch abgestimmtes weiteres Vorgehen im Bereich der Pflege ist ein Gebot der Stunde. Viele Stimmen und vor allem viele unzufriedene laute Stimmen prägen das öffentliche Gespräch über Pflege. Der Pflegedialog wird ein Instrument sein, um möglichst viele Stimmen miteinander ins Gespräch zu bringen und viele Ohren zum Zuhören zu bewegen. Vom Expertengremium erwarte ich mir eine tragfähige Brücke zwischen Expert*innen, Entscheider*innen und wichtigsten Stakeholder*innen, die auch in der Öffentlichkeit für den Bereich Pflege und das positive Berufsfeld einstehen.“

Soziallandesrätin Doris Kampus: „Die Pflege ist die große sozialpolitische Frage des 21. Jahrhunderts. Viele Menschen sind davon indirekt oder direkt betroffen, weil ein großer Teil der Pflege noch immer im privaten Rahmen – großteils von Frauen – geleistet wird. Dennoch sind viele Fragen vom Angebot über die Finanzierung bis zum Personal auch im öffentlichen Bereich zu klären. Wir müssen dazu alles unternehmen, das vielschichtige Bündel an Problemen zu strukturieren und nach Dringlichkeit effizient zu bearbeiten. Mit diesem Expertengremium gibt es dazu nun ein gutes Forum zum Dialog.“

Graz, am 11. Mai 2022

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