Diebstähle, die zur Katastrophe führen können

In der Weizklamm wurden bei Schutzverbauung Schäkel gestohlen

Rund 70 derartige Schäkel wurden aus Schutzverbauten gestohlen.
Rund 70 derartige Schäkel wurden aus Schutzverbauten gestohlen.© STED

Zuletzt war vor sechs Jahren die Straßenmeisterei Murau mit derartigen Vorfällen an der B 95 (Turracher Straße) beschäftigt, nun ist die B 64 (Weizer Straße) in der Weizklamm davon betroffen. „Im Zuge einer Kontrolle haben Mitarbeiter des Straßenerhaltungsdienstes festgestellt, dass bei einer Steinschlagschutzverbauung Schäkel gestohlen wurden. Nun hat die Straßenmeisterei Weiz vollkommen zu Recht Anzeige erstattet. Denn durch den Diebstahl wird die Schutzfunktion des Bauwerkes eingeschränkt und es kann bei Murenabgängen und Steinschlag zur Katastrophe führen", so Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang.

Schäkel sind Verbindungselemente der einzelnen Netzstöße. Da es sich also um systemrelevante Teile handelt, besteht durch fehlende Schäkel die Gefahr, dass es bei einem Steinschlagereignis zur Netzöffnung kommt und Kluftkörper mehr oder weniger ungebremst durch das Schutznetz in Richtung B 64 stürzen, womit natürlich eine unnötige Gefahr für die VerkehrsteilnehmerInnen gegeben ist.

STED-Geologe Marc-André Rapp: „Zusätzlich wurden Schäkel am Felsanschlussbereich gestohlen, sodass der Bereich Anschluss zum Fels nicht fachgerecht abgedeckt ist. Natürlich wurden die Schäkel sofort ersetzt, der Felsanschluss wiederhergestellt. Der Straßenerhaltungsdienst überprüft nun unsere Bauwerke noch intensiver, ob wohl noch sämtliche Systemteile bezüglich Funktionalität vorhanden sind. In Summe wurden rund 70 Schäkel gestohlen."

Hinweise bitte an die Polizei Weiz (Bezirksleitzentrale Weiz): 059 133 6260.

24. Juni 2022

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