Die STEIERMARK SCHAU 2023 präsentiert ab 29. April 2023 die „Vielfalt des Lebens“

Doris Wolkner-Steinberger, Alexander Kada, LH-Stv. Anton Lang, LH Christopher Drexler, Alexandra Getzinger, Wolfgang Paill, Astrid Kury und Wolfgang Muchitsch (v.l.).
Doris Wolkner-Steinberger, Alexander Kada, LH-Stv. Anton Lang, LH Christopher Drexler, Alexandra Getzinger, Wolfgang Paill, Astrid Kury und Wolfgang Muchitsch (v.l.).© Land Steiermark/Binder; bei Quellenangabe honorarfrei
Eine der fünf geplanten Außenstationen der STEIERMARK SCHAU 2023 in der Tierwelt Herberstein.
Eine der fünf geplanten Außenstationen der STEIERMARK SCHAU 2023 in der Tierwelt Herberstein.© Grafik: Haid | Pretterhofer | Rieper; bei Quelleangabe honorarfrei

(Graz, 3. Oktober 2022).- Die zweite Auflage der STEIERMARK SCHAU 2023 „Vielfalt des Lebens" stellt die Erhaltung der Arten- und Lebensraumvielfalt sowie Maßnahmen gegen den Klimawandel als große Herausforderungen der Gegenwart in ihren Mittelpunkt. Neben der Tierwelt Herberstein und der Feistritzklamm ist auch diesmal der mobile Pavillon ein zentrales Element der großen biennalen Ausstellung des Landes. Bei der Präsentation am 3. Oktober 2022 gaben die Initiatorinnen und Initiatoren sowie die Projektverantwortlichen Einblicke in die inhaltliche Ausgestaltung, das Haus der Biodiversität und den mobilen Pavillon. 

Die wohl größte Herausforderung unserer Zeit ist die durch menschliche Eingriffe hervorgerufene Veränderung unseres Planeten. Deren negative Auswirkungen auf das Klima, die Arten- und Lebensraumvielfalt und damit auf unsere Lebensgrundlage ist heutzutage allgegenwärtig. Dementsprechend behandelt die STEIERMARK SCHAU 2023 unter dem Titel „Vielfalt des Lebens" ab 29. April 2023 Biodiversität und Klimawandel.

„Mit der STEIERMARK SCHAU 2023 wollen wir zum nunmehr zweiten Mal ein wesentliches Thema aufgreifen und reflektieren. Wir widmen die STEIERMARK SCHAU 2023 der ,Vielfalt des Lebens‘ und damit einem Thema, das zukunftsweisend und am Puls der Zeit ist. Denn gerade jetzt, wo die Herausforderungen aller Generationen im Umgang mit den Lebenswelten von Mensch und Tier so groß wie nie zuvor sind, schenken wir in der Tierwelt Herberstein, mit dem Haus der Biodiversität und seinen fünf Außenstationen, den großen und kleinen Wundern unserer Welt unseren Fokus. Der mobile Pavillon, als unverwechselbares Kennzeichen der STEIERMARK SCHAU, wird einen Prolog in der Bundeshauptstadt und die Transformation zu Kunst und Kultur darstellen. Die STEIERMARK SCHAU 2023 soll nicht nur eine Liebeserklärung an unsere Heimat in all ihrer Schönheit und Buntheit sein, sondern gleichzeitig Auftrag, die einzigartige Vielfalt des Lebens zu schützen und zu bewahren", so Landeshauptmann Christopher Drexler.

Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang sieht die Tierwelt Herberstein als perfekten Ort für die Ausstellung des Landes: „Der Klimaschutz und der damit verbundene Auftrag zur Erhaltung unserer Artenvielfalt zählen zu unseren größten Zukunftsherausforderungen. Daher freue ich mich, dass die diesjährige STEIERMARK SCHAU sich diesem wichtigen Thema widmet. Das Motto ,Vielfalt des Lebens‘ passt hervorragend zur Steiermark, denn kaum ein Bundesland ist in vielerlei Hinsicht so vielfältig wie unsere grüne Mark. Die Tierwelt Herberstein und das angrenzende Naturschutzgebiet Feistritzklamm sind für dieses Thema hervorragende Plätze. Ich danke allen Beteiligten für die Umsetzung und bin überzeugt, dass die STEIERMARK SCHAU viele Besucherinnen und Besucher anlocken wird."

Biodiversität im Rahmen der STEIERMARK SCHAU
Die rund 350 Jahre alte, unter Denkmalschutz stehende Scheune, in welcher bisher Teile des Gironcoli-Museums untergebracht waren, wird zum Haus der Biodiversität und lädt dazu ein, die Wunder und die zahlreichen Leistungen der Naturvielfalt zu bestaunen und zu entdecken. In fünf Bereichen gilt es, Faszination und Begeisterung zu erleben, Inhalte zu entdecken und Zusammenhänge greifbar zu machen sowie zum Handeln und Gestalten anzuregen. Eine riesige liegende Eiche dient als Ausstellungsdisplay, -möbel und Raumteiler. Das Konzept sieht einen langfristigen, weit über das Jahr 2023 reichenden Betrieb vor. Es umfasst auch eine dauerhafte Beobachtung der lokalen Biodiversität mithilfe wissenschaftlicher Methoden (Biodiversitäts-Monitoring).

Wolfgang Paill, Leiter der Abteilung Naturkunde am Universalmuseum Joanneum, freut sich, dass mit der STEIERMARK SCHAU 2022 die Ökosysteme wissenschaftlich beleuchtet und in den Mittelpunkt gerückt werden: „Seit der Entstehung des Lebens vor rund 4,5 Milliarden Jahren hat sich eine Fülle unterschiedlicher Lebensformen entwickelt. Diese Artenvielfalt ist Teil der Biodiversität. Die unterschiedlichen genetischen Varianten innerhalb dieser Arten und die Vielfalt an Ökosystemen sind weitere Bausteine der biologischen Vielfalt. Die Erde wird aktuell von geschätzten fünf bis 20 Millionen Spezies besiedelt. Aus dieser faszinierenden Vielfalt sind der Wissenschaft bislang jedoch erst rund zwei Millionen Arten bekannt. Die biologische Vielfalt hält zahlreiche lebensnotwendige Funktionen von Ökosystemen im Gleichgewicht. Dazu zählen die Bodenbildung, die Produktion von Biomasse, das Recycling toter organischer Materie, die Filterung und Speicherung von Wasser sowie die Bestäubung von Pflanzen. Biodiversität ist unser kostbares, natürliches Erbe - die Basis unserer menschlichen Existenz und die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen."

Die Wahl des Standorts der STEIERMARK SCHAU 2023 in der vom Universalmuseum Joanneum betriebenen Tierwelt Herberstein ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für eine Schau zum Thema Biodiversität. Darüber hinaus bietet das angrenzende und einzigartige Europaschutzgebiet Feistritzklamm/Herberstein die Möglichkeit, Outdoor-Naturerlebnisse in das Vermittlungskonzept zu integrieren. Die Geschäftsführung des Universalmuseums Joanneum Wolfgang Muchitsch und Alexia Getzinger zeigt sich begeistert: „Diese zweite STEIERMARK SCHAU ist ein Projekt, mit dem das Universalmuseum Joanneum eine seiner grundlegenden Bestimmungen erfüllt: Den Besucherinnen und Besuchern näherzubringen, welche Wunder die Natur hervorbringt, wie einzigartig unser Planet ist und wie sorgsam wir mit dem vorhandenen Lebensraum umgehen müssen - dies ist ein Auftrag ganz im Sinne Erzherzog Johanns, dem die Darstellung der Entwicklung und die Vermittlung der Natur ein ganz besonderes Anliegen in seiner Stiftung war. Wir sehen uns verpflichtet, in Zeiten des Umbruchs einen Beitrag zu den wichtigsten Diskussionen unserer Zeit zu liefern und zugleich die Welt in all ihrer Schönheit und Vielfalt als kostbarstes Erbe zu zeigen, das es zu schützen und zu erhalten gilt."

Außenstationen zum Haus der Biodiversität
Die architektonisch in die Landschaft eingefügten fünf Außenstationen heben Lebensraumvielfalt, natürliche Netzwerke und die Naturlandschaft Feistritzklamm hervor. Mit dem „Herberstein-Relief - Willkommen in der Vielfalt des Lebens!" vor dem Haupteingang zur Tierwelt Herberstein macht ein abstraktes, dreidimensionales und begehbares Relief der Feistritzklamm neugierig auf das Haus der Biodiversität. Dessen Standort und jene der Außenstationen sowie markante Orte wie das Schloss sind hier zu finden. Die „Arena der Lebensräume" lädt dazu ein, die wichtigsten heimischen Großlebensräume und deren Bedeutung kennenzulernen. Die Sitzflächen der in Sektoren gegliederten, mehrstufigen Arena vermitteln markante Fakten zu Funktionen, Gefährdungen und Schutzstrategien. Gleichzeitig dient sie in ihrer beschatteten Lage auch als Entspannungsort für Besucherinnen und Besucher und kann spielerisch von Gruppen genutzt werden. Das „Netzwerk des Waldes" zieht die Besucherinnen und Besucher durch die Komplexität eines biologischen Netzwerkes in ihre Mitte. Eine ringförmige Installation aus 33 Holzstelen dient als Informationsträger. Auf ihrer Innenseite zeigt sie ein 360-Grad-Wimmelbild, das biologische Zusammenhänge und Abhängigkeiten innerhalb eines Waldökosystems in Form einer bunten Collage visualisiert. Angelehnt an das World Wide Web wird ein „Wood Wide Web" mit Fun Facts beschrieben. In Kammlage an einer der höchsten Stellen im Gelände der Tierwelt Herberstein werden eine Aussichtsterrasse und ein etwa sechs Meter hoher Turm errichtet. Das „Panorama Feistritzklamm" wirft neues Licht auf die Natur- und Kulturlandschaft von Herberstein. Es öffnet sich ein Blick auf urwaldartige Alteichen, Schlucht- und Hangmischwälder sowie Felstrockenrasen der Feistritzklamm.

Eingebettet in eine fantastische Naturkulisse am Fuß des Schlossfelsens Herberstein, zwischen der frei fließenden Feistritz und den angrenzenden naturnahen Wäldern, wird eine mobile Forschungs- und Beobachtungsstation betrieben. Das „Forschungsmobil" beherbergt verschiedene einfache Geräte zur Untersuchung und Beobachtung der biologischen Vielfalt. Hier sollen sowohl Schulklassen als auch andere Gruppen und Einzelpersonen in Form von Workshops betreut arbeiten. Im Winterhalbjahr soll die mobile Forschungsstation tageweise auf Tour gehen und in Städten der Oststeiermark ein Programm zur regionalen Biodiversität anbieten.

Mobiler Pavillon
Neben den Schauplätzen in der Tierwelt Herberstein begleitet auch diesmal ein 800 Quadratmeter großer mobiler Pavillon die STEIERMARK SCHAU. Er wird während des „Steiermark Frühlings" in Wien zu sehen sein und ab der Eröffnung der Ausstellung in Herberstein platziert. 2023 spannt der Pavillon einen Bogen vom Regionalen zum Planetaren, indem er für das sensibilisiert, was uns selbstverständlich umgibt: Atmosphären.

Weitere Informationen zur STEIERMARK SCHAU 2023 finden Sie  hier.
 

Graz, 3. Oktober 2022

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