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Anschlussbahn Mellach: Neues Test- und Entwicklungszentrum für den Bahnsektor entsteht in der Steiermark

Einzigartiger Standort zur Demonstration und Erprobung von Schienenfahrzeugen und Komponenten

Drei Frauen und vier Männer schneiden vor einer Lokomotive ein grünes Band.
Robert Koubek (Verbund), Heike Krug-Leitold (Steiermarkbahn), Martin Joch (PJM), Andreas Schaller (boom Software), Wirtschafts- und Forschungslandesrat Willibald Ehrenhöfer, Verkehrslandesrätin Claudia Holzer, Christa Zengerer (ACstyria Mobilitätscluster, v.l.).© ACstyria Mobilitätscluster

Mit dem Projekt „Anschlussbahn Mellach" entsteht ein einzigartiger Standort zur Demonstration und Erprobung von Schienenfahrzeugen und Komponenten. Das vom ACstyria Mobilitätscluster initiierte Vorhaben wird in Kooperation von den Unternehmen PJ Messtechnik und Boom Software umgesetzt, unterstützt durch die Steiermarkbahn und das Energieunternehmen Verbund.

Das Projekt nutzt bestehende Infrastruktur nachhaltig weiter und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung innovativer Test- und Forschungsumgebungen im Bahnsektor.

Nachhaltige Nachnutzung und Innovationsmotor

Das Projekt „Anschlussbahn Mellach" gilt als Leuchtturmprojekt für nachhaltige Infrastruktur-Nutzung und macht deutlich, was möglich ist, wenn Industrie, Forschung und Betreiber gemeinsam an Lösungen arbeiten. ACstyria bündelt dabei die Kompetenzen seiner Netzwerkpartner und zeigt, wie erfolgreiche Kooperation in der steirischen Industrie funktioniert.

„Die Steiermark ist seit jeher ein starkes Mobilitätsland - geprägt von technologischem Know-how, hoher Forschungsintensität und einer einzigartigen Innovationskraft. Mit der Anschlussbahn Mellach entsteht ein zukunftsweisendes Test- und Entwicklungszentrum, das die steirische Vorreiterrolle auch im Bahnsektor untermauert. Die Steiermark ist nicht nur technologisch führend, sondern setzt auch in der nachhaltigen Mobilität neue Maßstäbe. Dieses Projekt beweist, was möglich ist, wenn Industrie, Forschung und öffentliche Hand gemeinsam an Lösungen für die Zukunft arbeiten", so Wirtschafts- und Forschungslandesrat Willibald Ehrenhöfer.

Perspektive Rail Campus Steiermark

Langfristig bietet das Projekt Potenzial für den Ausbau zum Rail Campus Steiermark / Rail LAB - einem Forschungs- und Entwicklungszentrum für den Schienenverkehr. Das Konzept ist skalierbar und kann als Modell für zahlreich vorhandene ungenutzte Anschlussbahnen in Österreich dienen.

„Die Nutzung bestehender Infrastruktur und deren Weiterentwicklung zu einem Test- und Entwicklungsstandort ist ein Vorzeigebeispiel für ressourcenschonende Standortpolitik," ergänzt Verkehrslandesrätin Claudia Holzer. „Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität der Zukunft und stärken zugleich den Bahnsektor in der Steiermark."

Beitrag zu nachhaltiger Mobilität

Darüber hinaus unterstützt das Projekt die Vision eines integrierten, nachhaltigen „Mobilitätskonzepts mit Wasserstoff" und die Integration alternativer Antriebstechnologien. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Steiermarkbahn (StB) als exklusivem Eisenbahnverkehrsunternehmen wird zudem ein starkes Signal für die lokale Bahnwirtschaft gesetzt.

„Mit dem Projekt Anschlussbahn Mellach setzen wir als Mobilitätscluster ein starkes Signal für die Innovationskraft der steirischen Industrie," unterstreicht ACstyria Geschäftsführerin Christa Zengerer. „Dieses Projekt macht deutlich, wie wir gemeinsam im Netzwerk des ACstyria aktiv Zukunft gestalten - praxisnah, vernetzt und mit Blick auf nachhaltige Mobilität."

Stimmen aus der Wirtschaft

„Moderne Testumgebungen und Versuchsstrecken für Schienenfahrzeuge in Österreich zu finden, ist schon länger eine wachsende Herausforderung, für die wir nun eine Lösung anbieten können. Dank der Anbindung an die Hauptverkehrsstrecke, der vollständigen Elektrifizierung und der Möglichkeit, Fahrzeuge jeglicher Gewichtsklassen einrollen zu lassen, ist Mellach ein optimaler Standort und ein klarer Mehrwert für die gesamte Branche," erklärt Andreas Schaller, CEO von Boom Software AG.

„Es ist eine dreifache Win-Situation: Ein Gelände eines stillgelegten Kohlekraftwerks wird für Innovationen und die Weiterentwicklung der umweltfreundlichen Mobilität genutzt. Mit dieser Testumgebung wird die österreichische Bahnindustrie gestärkt," fasst Martin Joch, CEO von PJ Messtechnik GmbH zusammen.

„Die Anschlussbahn Mellach hat großes Potenzial zum Leuchtturmprojekt in der Standortentwicklung der Steiermark. Wir sind sehr stolz als exklusiver Betreiber dieses Vorhaben unterstützen zu dürfen." DI (FH) Werner Hecking, MSc, Geschäftsführer der Steiermarkbahn Transport und Logistik GmbH

Über INFRATRACK Solutions GmbH

Für das Projekt „Anschlussbahn Mellach" wurde das Joint Venture „INFRATRACK Solutions GmbH" von Boom Software AG und PJ Messtechnik GmbH in Graz gegründet. Das Portfolio umfasst eine eigens ausgestatte Teststrecke am Gelände des teilweise stillgelegten Kraftwerks in Mellach. Außerdem werden auf dem Areal Fahrzeuge messtechnisch ausgerüstet und sowohl physische als auch softwarebasierte Tests durchgeführt.  Als Geschäftsführer fungieren Andreas Schaller, CEO der BOOM Software AG, und Martin Joch, CEO von PJ Messtechnik GmbH.

Über Boom Software:

Die Boom Software AG spezialisiert sich seit 30 Jahren auf integrierte Softwarelösungen für den Bahnsektor, den öffentlichen Personennahverkehr sowie für die industrielle Instandhaltung und das Produktionsmanagement. Rund 100 Mitarbeiter:innen an den Standorten Leibnitz und Graz (Österreich) sowie Oldenburg (Deutschland) entwickeln prozess- und anwenderorientierte, skalierbare Lösungen, die nicht nur den heutigen Anforderungen gerecht werden, sondern sich auch flexibel an zukünftige Entwicklungen und individuelle Kundenbedarfe anpassen lassen.

Zu den zahlreichen Unternehmen, die auf die Lösungen von Boom setzen, zählen unter anderem die ÖBB, die Steiermarkbahn, Siemens Mobility Austria, Innofreight, die Deutsche Bahn, Northrail, die Stadtwerke Bonn sowie die Verkehrsbetriebe der Stadt Tallinn und die Straßenbahnen Warschau.

Über PJM:

Die PJM Gruppe ist ein international renommierter Systemspezialist für Schienenverkehr und hat Projekte in über 30 Ländern und auf 6 Kontinenten durchgeführt. Rund 90 Mitarbeiter am Grazer Standort sorgen für „100 % Made in Austria": F&E, Hard- und Software-Entwicklung, Produktion & Administration kommen ausschließlich aus Graz.

PJ Messtechnik führt als akkreditierte Prüfstelle nach ISO/IEC 17025 weltweit Tests für die Zulassung von Schienenfahrzeugen durch und ist Spezialist im Engineering.

PJ Monitoring GmbH ist mit intelligenten Zugfunktionen technologieführend in der Automatisierung und Digitalisierung des Schienengüterverkehrs.

Unternehmen mit den Schwerpunkten Zulassungsmanagement von spurgebundenen Fahrzeugen sowie eine akkreditierte Inspektionsstelle runden das PJM-Portfolio ab.

Über die Steiermarkbahn:

Die Steiermarkbahn vereint mit ihren beiden Unternehmen, der Steiermarkbahn Transport und Logistik GmbH (StB TL) und der Steiermarkbahn und Bus GmbH (StB Bahn und Bus), ein breites Spektrum an Mobilitäts- und Logistikleistungen unter einem Dach. Gemeinsam mit den Steiermärkischen Landesbahnen (StLB) steht sie seit über 130 Jahren für Qualität, Verlässlichkeit und regionale Verantwortung in der steirischen Verkehrs- und Logistiklandschaft. Im Güterverkehr bietet die StB TL zuverlässige Schienentransporte und Logistiklösungen in ganz Europa und sorgt mit ihrer eigenen Lok- und Güterwagenflotte für effiziente und flexible Transportabwicklungen. Die StLB betreiben neben eigener Infrastruktur und Werkstätten zudem den Cargo Terminal Graz, einen zentralen Logistik-Hub im TEN-Korridor (Baltisch-Adriatische Achse) mit direkten Verbindungen zu den Häfen Koper und Triest, und übernehmen dort sämtliche Eisenbahn- und Umschlagstätigkeiten. Im Personenverkehr befördert die StB Bahn und Bus mit einem dichten Netz aus Bahn- und Buslinien, modernen Fahrzeugen und regionaler Präsenz jährlich rund 4,5 Millionen Fahrgäste und stärkt damit Mobilität und Lebensqualität in der Steiermark.

Über den ACstyria Mobilitätscluster:

Der ACstyria Mobilitätscluster vereint über 300 Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Aerospace und Rail Systems entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Seit seiner Gründung im Jahr 1995 versteht sich der Cluster als Innovations- und Kooperationsplattform zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Steiermark. Mit Fokus auf Internationalisierung, Technologietransfer und Nachhaltigkeit unterstützt ACstyria seine Partner bei der erfolgreichen Gestaltung der Mobilität von morgen. ACstyria ist zudem der älteste und europaweit einzige Cluster, der die drei Branchen Automotive, Aerospace und Rail Systems in einer Organisation vereint.

Mag. Kerstin Draxler, MA | Pressesprecherin, Leitung Marketing & Internationalisierung
ACstyria Mobilitätscluster GmbH
Parkring 1 | A-8074 Raaba-Grambach
T: +43 664 84 066 84
kerstin.draxler@acstyria.com | www.acstyria.com

13. November 2025

 

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