Bezirkshauptmannschaft Leibnitz präsentierte erstmals ihre Leistungsbilanz
Vielfältige Aufgaben und neue Herausforderungen für die Öffentliche Verwaltung in einem Bezirk, der ständig wächst



Leibnitz, Graz (23. April 2026).- Der Bezirk Leibnitz ist eine Wachstumsregion der Steiermark – die Bevölkerung wächst seit Jahren und wird das auch in den nächsten Jahren laut Prognosen um weiter zwölf Prozent tun: Auf diese positive Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen wies Bezirkshauptfrau Karin Wiesegger-Eck bei der Präsentation der Leistungsbilanz 2025 der Bezirkshauptmannschaft Leibnitz heute Donnerstag (23. April 2026) besonders hin. Gemeinsam mit ihrem Leitungsteam erläuterte die Bezirkshauptfrau, die seit knapp eineinhalb Jahren im Amt ist, bei dieser Premiere erstmals im Rahmen eines Medientermins die wesentlichsten Kennzahlen über die Entwicklung der Öffentlichen Verwaltung im südsteirischen Bezirk.
„Bürgernähe und Kundenfreundlichkeit sind für uns besondere Anliegen. Unser Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern, auch unter Einsatz der Digitalisierung, ein Top-Service zu bieten“, strich die Bezirkshauptfrau hervor. Trotz der Möglichkeit der digitalen Erledigung vieler Anliegen hat die Kundenfrequenz – vor allem mit dem Ziel der Bürgerservicestelle – um mehr als elf Prozent, auf fast 33.000 Kundenbesuche pro Jahr zugenommen.
125 Mitarbeitende sind in der Bezirkshauptmannschaft Leibnitz beschäftigt. Der Frauenanteil beträgt fast 75 Prozent. 22 Prozent sind Teilzeitkräfte. Bezirkshauptfrau Wiesegger-Eck: „Es freut mich als Behörenleiterin, dass die Bezirkshauptmannschaft Leibnitz "weiblich" ist.“ Auffallend ist zudem, dass der Anteil jüngerer Mitarbeitender kontinuierlich steigt – fast jede/r Vierte ist unter 30 Jahre alt.
Für das Anlagenreferat verwies seine Leiterin Lisa Thomann auf das rege Interesse an Beratung: So wurden 2025 bei Projektsprechtagen 114 Beratungsgespräche in der Dauer von durchschnittlich 30 Minuten abgehalten. Die Zahl von Gewerbeberechtigungen stieg von 9.024 auf 9.183. 150 Bescheide für Betriebsanlagen und Bau sowie 214 Wasserrechtsbescheide wurden erteilt. Abgelegt und abgenommen wurden zum Beispiel auch 55 Jagdprüfungen (2024: 46).
Das Veterinärreferat – geleitet von Wolfgang Florian – kann auf die deutliche Zunahme an Tierschutzkontrollen (von 201 auf 259) verweisen. Weiters stellt die Bekämpfung von Tierseuchen einen Schwerpunkt dar: 2025 galt das etwa bei Bienenseuchen, der Blauzungenkrankheit und der Afrikanischen Schweinepest.
Die Zahl von Impfungen, einschließlich Impfberatungen und Impfpasskontrollen, im Sanitätsreferat unter Leitung von Andrea Schallar stieg von 1.615 auf 2.140. Als sehr erfolgreich stellte sich auch die Ausweitung des Impfangebotes an den Schulen im Bezirk Leibnitz heraus.
Eine deutliche Zunahme verzeichnete das Sicherheitsreferat bei vergebenen ID Austria-Zugängen – und zwar von 3.649 auf 5.730. Referatsleiter Maximilian Hutter wies zudem auf die deutliche Zunahme an Vereinsgründungen (von 82 auf 122) und ausgestellter Reisepässe (von 7.447 auf 8.375) im vergangenen Jahr hin.
Um 23 Prozent hat die Zahl der Verdachtsmeldungen im Zusammenhang mit Kindeswohl zugenommen, berichtet Michael Skoff, Leiter des Sozialreferats – in absoluten Zahlen von 453 auf 558. Die Intensität und die Vielfalt der Herausforderungen, mit denen sich Familien konfrontiert sehen, nehme zu. Damit gestalteten sich auch die Abklärung und Betreuung von Klientinnen und Klienten immer aufwendiger.
Das Forstfachreferat unter der Leitung von Dietmar Forstner ist u.a. für die Überwachung der Wälder zuständig, registrierte deutlich mehr Müllablagerung ( 21 statt 4) und mehr Borkenkäferbescheide (81 statt 57): Zu erwarten ist, dass die Schädlinge gerade nach den extremen Nass-Schneefällen im Februar 2026 auch in den nächsten Jahren eine Herausforderung darstellen werden.
„Wir haben das große Glück, im Bezirk Leibnitz in einem besonders lebenswerten Teil der Steiermark zu arbeiten und zu leben. Unser Ziel ist auch weiterhin, unsere Region zu stärken, positiv voranzubringen und für die Bürgerinnen und Bürgern da zu sein“, schloss die Bezirkshauptfrau.
Weitere Details finden Sie in der ausführlichen
Leistungsbilanz.
Graz, am 23. April 2026
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