Steiermark setzt starkes Zeichen für frühe Sprachförderung
Land Steiermark passt Förderungsrichtlinie an und stellt mehr als 13 Millionen Euro zur Verfügung – breites Bündel an Maßnahmen zur sprachlichen Förderung.

Graz (22. Mai 2026).- Die Steiermärkische Landesregierung hat im Rahmen ihrer gestrigen Sitzung eine Anpassung der Förderungsrichtlinie für Sprachfördermaßnahmen in der Elementarpädagogik beschlossen. Ziel ist es, die verfügbaren Mittel aus der aktuellen 15a-Vereinbarung mit dem Bund über die Elementarpädagogik bestmöglich auszuschöpfen. Im Rahmen des Gesamtpakets stehen Bundes- und Landesgelder im Ausmaß von insgesamt mehr als 13 Millionen Euro zur Verfügung.
Mittel konsequent nutzen, um Kinder gezielt fördern zu können
Aus der laufenden 15a-Vereinbarung stehen dem Land Steiermark insgesamt 83,3 Millionen Euro an Bundesgeldern für den Ausbau und die Sprachförderung zur Verfügung. Die angepasste Förderungsrichtlinie ermöglicht es, einen Teilbetrag von 6,2 Millionen Euro an Bundesgeldern – zuzüglich der verpflichtenden Kofinanzierung durch das Land Steiermark in Höhe von 52,5 Prozent – für gezielte Sprachfördermaßnahmen einzusetzen. Das Gesamtvolumen dieses Pakets beläuft sich auf bis zu 13,65 Millionen Euro investiert.
Breites Bündel an Maßnahmen auf den Weg gebracht
Das Maßnahmenpaket umfasst unter anderem die Aufstockung des Personals für die Sprachförderung im Kindergartenjahr 2026/27, die Förderung des Ankaufs von Sprachförderungsmaterialien für Kindergärten, alterserweiterte Gruppen und Kinderhäuser sowie die Ausstattung der Sprachförderkräfte mit Spiel- und Fördermaterialien. Darüber hinaus werden praxisorientierte Materialien wie Bilderbücher und fachliche Begleithefte zur Unterstützung der alltagsintegrierten Sprachförderung von Kindern bereitgestellt. Ergänzend stehen Online-Kurse als flexibles und praxisnahes Fortbildungsangebot zur Verfügung, die die zweimal jährlich verpflichtend durchzuführende Sprachstandserhebung unterstützen.
Dritter Hochschullehrgang „Frühe sprachliche Förderung“
Aufgrund der hohen Nachfrage wird das Angebot an Plätzen im Hochschullehrgang „Frühe sprachliche Förderung“ ausgebaut. Künftig werden drei statt bisher zwei Lehrgänge angeboten, um noch mehr pädagogischen Fachkräften eine qualifizierte Ausbildung im Bereich der frühen Sprachförderung zu ermöglichen.
Bildungslandesrat Stefan Hermann betont: „Frühe Sprachförderung ist eine der wirksamsten Investitionen, die wir für die Bildungschancen unserer Kinder tätigen können. Wir nutzen die verfügbaren Bundesgelder konsequent und ergänzen sie mit einem substanziellen Landesbeitrag. Es wäre falsch, diese Mittel ungenutzt zu lassen, wenn die Nachfrage da ist und der Bedarf klar auf der Hand liegt. Mit dem dritten Hochschullehrgang, den neuen Materialien und dem aufgestockten Personal setzen wir einen klaren Schwerpunkt. Qualität in der frühen sprachlichen Bildung zahlt sich für jedes einzelne Kind aus.“
„Sprache ist der Schlüssel für Bildung, Teilhabe an unserer Gesellschaft und ein gutes Miteinander. Gute Sprachkenntnisse zählen zu den Grundvoraussetzungen, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Deshalb setzen wir in der Steiermark bewusst auf frühe und gezielte Sprachförderung bereits im Kindergartenalter. Mit den zusätzlichen Mitteln stärken wir unsere Pädagoginnen und Pädagogen, schaffen bessere Rahmenbedingungen in den Einrichtungen und investieren damit ganz konkret in die Zukunftschancen unserer Kinder. Bestmögliche Sprachkenntnisse sind die besten Voraussetzungen für den weiteren Bildungsweg und für ein selbstbestimmtes Leben in unserer Gesellschaft“, so Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom.
Rückfragehinweis:
David Wilfling | Büro Landesrat Hermann | Mobil: +43 676 8666 5316
Tel. +43 (316) 877 5316 | E-Mail: david.wilfling@stmk.gv.at
Anna Spielhofer | Büro Landeshauptmann-Stv. Khom | Mobil: +43 676 8666 4086
Tel. +43 (316) 877 4086 | E-Mail: anna.spielhofer@stmk.gv.at
Graz, am 22. Mai 2026
Kommunikation Land Steiermark-Aussendungen unter E-Mail: kommunikation@stmk.gv.at
zur Verfügung.
