ÖBB: Neuer Nahverkehrsknoten Raaba fertiggestellt
Moderner, barrierefreier S-Bahn-Halt
Der neue Nahverkehrsknoten Raaba ist nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit fertiggestellt. Mit dem Ausbau entsteht im Grazer Umland eine moderne Mobilitätsdrehscheibe für Bahn und Bus. Pendler:innen profitieren von besseren Umsteigemöglichkeiten, mehr PKW- und Rad-Abstellplätzen sowie einer deutlich verbesserten Verkehrssituation. Insgesamt wurden von den ÖBB rund 73,5 Millionen Euro investiert, davon 18,3 Millionen Euro durch das Land und 9,8 Millionen Euro durch die Marktgemeinde.
Barrierefrei, übersichtlich, komfortabel
Die Haltestelle Raaba wurde zu einem modernen S-Bahn-Halt ausgebaut. Zwei barrierefreie Randbahnsteige mit jeweils 160 Metern Länge ermöglichen einen komfortablen Einstieg in die Nahverkehrszüge. Ein Personentunnel mit zwei Aufzügen sorgt für einen stufenlosen Zugang. Für mehr Aufenthaltsqualität stehen Wartekojen zur Verfügung. Digitale Anzeigen, Infostelen und Lautsprecher bieten aktuelle und übersichtliche Fahrgastinformation.
Erweiterung der Park+Ride- und Bike+Ride-Plätze
Das Park+Ride-Angebot umfasst nun 49 Pkw-Stellplätze, darunter breitere Stellflächen für mobilitätseingeschränkte Personen sowie Familien. Zwei Kiss+Ride-Stellplätze ergänzen das Angebot.
Die neue Bike+Ride-Anlage bietet 100 überdachte Fahrradabstellplätze sowie Stellflächen für 30 einspurige Kraftfahrzeuge.
ÖBB-Infrastruktur AG-Vorständin Judith Engel: „Mit dem neuen Nahverkehrsknoten Raaba schaffen wir eine zukunftsfähige Drehscheibe für klimafreundliche Mobilität. Barrierefreiheit, moderne Bahnsteige und attraktive Umsteigemöglichkeiten machen den Umstieg auf die Bahn einfacher - und bilden die Grundlage für ein deutlich verbessertes S‑Bahn‑Angebot in der Region."
Der Bahnhofsvorplatz als funktionale Mobilitätsdrehscheibe
Der neugestaltete Bahnhofsvorplatz verbindet Bahn und Bus optimal: Eine Bushaltestelle mit Umkehrschleife ermöglicht kurze Umstiegswege, zwei Taxi-Stellplätze runden das Angebot ab.
Mehr Sicherheit und verbesserter Verkehrsfluss
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die neue Unterführung der Landesstraße inklusive Geh- und Radwegunterführung. Sie ersetzt die bisherige Eisenbahnkreuzung an der L370 und erhöht die Verkehrssicherheit deutlich. Auch die Kreuzung beim Blumenweg wurde durch eine Unterführung für Geh- und Radverkehr ersetzt. Das reduziert Konfliktpunkte und sorgt für einen besseren Verkehrsfluss.
Landesrätin Claudia Holzer: „Die neue Unterführung der Landesstraße ist ein großer Gewinn für die Region: Sie erhöht die Sicherheit, entflechtet Verkehrsströme und entlastet das Straßennetz. Damit schaffen wir bessere Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer - vom Pendelverkehr bis zum Rad- und Fußverkehr."
Nachhaltige Infrastruktur: Ökologie im Fokus
Bei der Umsetzung wurde besonderer Wert auf Umwelt- und Klimaschutz gelegt. Ein detaillierter Begrünungsplan trägt dazu bei, die Flächenversiegelung möglichst gering zu halten. Bäume und Pflanzen sind dabei nicht nur Schattenspender, sondern unterstützen auch die Wegeleitung am Areal. Zusätzlich sorgt eine moderne Photovoltaikanlage am Technikgebäude für nachhaltige Energieerzeugung.
Bürgermeister der Marktgemeinde Raaba‑Grambach Karl Mayrhold: „Für unsere Bürgerinnen und Bürger bringt der neue Nahverkehrsknoten spürbare Vorteile im Alltag: sichere Querungen, kürzere Wege, bessere Umsteigemöglichkeiten und ein attraktives Angebot für Pendlerinnen und Pendler. Raaba‑Grambach wird damit noch besser angebunden - und das stärkt Lebensqualität und Standort."
Die Vorteile auf einen Blick
- Herstellung der Barrierefreiheit
- Erweiterung Park+Ride-Angebot
- Erweiterung Bike+Ride-Angebot
- Voraussetzung für eine deutliche Verbesserung des S‑Bahn‑Angebots
- Anbindung an Busnetz durch Bushaltestelle am Bahnhofsvorplatz
- Verkehrsentlastung durch neue Landesstraßen-Unterführung
Rosanna Zernatto-Peschel
ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation/Newsroom
Pressesprecherin Kärnten und Steiermark
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28. Mai 2026

