Steiermark und Montenegro besiegeln vertiefte Zusammenarbeit
LH-Stv. Khom unterzeichnet in Podgorica Partnerschaftsabkommen – Fokus auf Wirtschaft, Bildung, Forschung und EU-Integration





Podgorica/Graz (19. Juni 2026).- Die Steiermark baut ihre Beziehungen zu den Staaten des Westbalkans weiter aus. Der Westbalkan zählt seit Jahren zu den außenpolitischen Schwerpunkten des Landes Steiermark und gewinnt sowohl wirtschaftlich als auch im Hinblick auf die europäische Integration zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund führt Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom derzeit eine hochrangige Delegation aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung nach Montenegro.
Im Mittelpunkt der zweitägigen Reise in die montenegrinische Hauptstadt Podgorica steht die Vertiefung der Zusammenarbeit mit einem der aussichtsreichsten EU-Beitrittskandidaten. Neben politischen Gesprächen auf Regierungsebene, Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft sowie Vernetzungsformaten mit steirischen und montenegrinischen Partnern wurden auch zwei richtungsweisende Partnerschaftsabkommen, die eine vertiefte Zusammenarbeit in mehreren Zukunftsbereichen vorsieht, unterzeichnet.
Von Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und dem stellvertretenden montenegrinischen Ministerpräsidenten Nik Gjeloshaj wurde eine Gemeinsame Erklärung zur weiteren Vertiefung der bilateralen Beziehungen unterzeichnet. Parallel dazu besiegelten die Wirtschaftskammer Steiermark und die Handelskammer Montenegros eine engere wirtschaftliche Kooperation. Die Unterzeichnung der beiden Partnerschaftsabkommen bildet die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit und soll als Türöffner für konkrete Projekte, Investitionen und neue Kooperationen zwischen steirischen und montenegrinischen Partnern dienen.
Die politische Vereinbarung umfasst insbesondere die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung, erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Einsatzorganisationen, Wirtschaft sowie europäische Integration. Die wirtschaftliche Erklärung soll den Handelsaustausch fördern, den Wissensaustausch intensivieren und neue gemeinsame Projekte ermöglichen.
„Montenegro ist ein kleines Land mit großen Chancen. Wir wollen dazu beitragen, diese Potenziale gemeinsam zu erschließen. Daher unterstützt die Steiermark, wie auch Österreich, Montenegro in seinem Bestreben, ehestmöglich Teil der Europäischen Union zu werden. Denn wir sehen die Länder der Region als Teil der europäischen Zukunft“, betonte Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom anlässlich der Unterzeichnung.
Neben der Vertragsunterzeichnung mit dem stellvertretenden montenegrinischen Ministerpräsidenten Nik Gjeloshaj traf sich Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom zudem mit dem montenegrinischen Minister für regionale Investitionsförderung Ernad Suljević und dem Minister für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Entwicklung des Nordens, Damjan Ćulafić. Auf der Agenda standen unter anderem regionale Entwicklung, Umwelt und Energie, Bildung, Wissenschaft und Tourismus. Ein weiterer Austausch erfolgte bei einem Abendempfang mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten für auswärtige und europäische Angelegenheiten Filip Ivanović sowie dem EU-Botschafter in Montenegro, Johann Sattler.
Besonderes Augenmerk legte die steirische Delegation auch auf die wirtschaftliche Vernetzung. „Montenegro ist für uns nicht nur ein politischer Partner, sondern ein Land mit großem wirtschaftlichem Potenzial, hoher Dynamik und einer klaren europäischen Perspektive. Ein Ziel der Reise ist es daher, Unternehmen zusammenzubringen, Investitionen zu erleichtern und neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen. Wo immer die exportorientierte steirische Wirtschaft im Ausland auftritt, ist sie zur Hälfte auch zuhause - jeder zweite steirische Euro wird immerhin außerhalb der steirischen Landesgrenzen erwirtschaftet. Gerade deshalb möchten wir bestehende Kontakte vertiefen und neue Netzwerke aufbauen. Wer wirtschaftlich zusammenarbeitet, schafft Vertrauen. Wer Vertrauen schafft, stärkt Stabilität und Wohlstand“, so Landeshauptmann-Stv. Khom.
Am zweiten Reisetag standen weitere Fach- und Wirtschaftsgespräche auf dem Programm. Ein Business Forum in der Handelskammer Montenegros sowie Gespräche mit der Universität Montenegro sollen die Kooperation zwischen steirischen und montenegrinischen Partnern in Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Tourismus weiter festigen.
Mit der Delegationsreise setzt die Steiermark ihren Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit den Staaten des Westbalkans fort. Montenegro gilt als wichtiger Partner Österreichs in der Region und als aussichtsreicher Kandidat für einen künftigen EU-Beitritt.
Podgorica/Graz, am 19. Juni 2026
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