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Tierschutzombudsstelle Steiermark: Engagierter Einsatz für den Tierschutz

Tätigkeitsbericht 2024/2025 zeigt steigende Verfahrenszahlen, intensive Bildungsarbeit und den anhaltenden Einsatz für den Tierschutz in der Steiermark.

Zwei Personen stehen vor einem Plakat.
Tierschutzombudsfrau Karoline Schlögl und Tierschutzlandesrat Hannes Amesbauer präsentierten gemeinsam den Tätigkeitsbericht. © Foto: Land Steiermark/Laimer; bei Quellenangabe honorarfrei
Zwei Personen hinter einem Podium
Im Medienzentrum Steiermark berichteten Tierschutzombudsfrau Karoline Schlögl und Tierschutzlandesrat Hannes Amesbauer über Herausforderungen im Tierschutz© Foto: Land Steiermark/Laimer; bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (1. Juli 2026).- Die Tierschutzombudsfrau des Landes Steiermark, Karoline Schlögl, präsentierte heute Vormittag (1. Juli 2026) im Medienzentrum Steiermark den Tätigkeitsbericht der Tierschutzombudsstelle für die Jahre 2024 und 2025. Gemeinsam mit Tierschutzlandesrat Hannes Amesbauer gab sie Einblicke in die Arbeit der Tierschutzombudsstelle und informierte über zentrale Themen, Entwicklungen und Herausforderungen im steirischen Tierschutz. „Der Tätigkeitsbericht macht deutlich, wie breit und anspruchsvoll die Arbeit der Tierschutzombudsstelle ist. Sie gibt jenen Tieren eine Stimme, die ihre Interessen in Verfahren nicht selbst vertreten können. Gerade deshalb braucht Tierschutz nicht nur Herz und Bewusstsein, sondern auch klare Kontrollen, saubere Verfahren und Konsequenz dort, wo Tiere vernachlässigt oder gequält werden. Mein Dank gilt Karoline Schlögl und ihrem Team für diesen wichtigen Einsatz im Sinne des Tierschutzes in der Steiermark“, betont Tierschutzlandesrat Hannes Amesbauer.

Details aus dem Tätigkeitsbericht
Der aktuelle Tätigkeitsbericht zeigt erneut, dass die Arbeit der Tierschutzombudsstelle (TSO) des Landes Steiermark von vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben geprägt ist. Die Tierschutzombudsstelle war 2024 insgesamt in 578 Verwaltungsverfahren eingebunden, 2025 waren es sogar 679. 2024 wurden in 187 Verwaltungsverfahren Stellungnahmen verfasst, 2025 waren es bereits 191. „Hervorheben möchte ich auch, dass wir 2024 in 416 Verwaltungsstrafverfahren eingebunden wurden, 2025 waren es sogar 532”, so Tierschutzombudsfrau Karoline Schlögl. Erneut sind Hunde und Katzen im Vergleich zu Nutztierarten wie Rindern, Schweinen, Pferden und Nutzgeflügel sowohl bei Verwaltungsverfahren als auch bei Verwaltungsstrafverfahren besonders häufig vertreten.

2024 wurden auch 296 Meldungen mit dem Verdacht auf tierschutzwidrige Haltungsbedingungen behandelt; bei 135 Meldungen wurden tatsächlich tierschutzwidrige Vorkommnisse festgestellt. 2025 waren es 255 Meldungen, wovon 107 tatsächlich tierschutzrelevant waren. Gegenüber 2024 ist diese Zahl im Jahr 2025 rückläufig. „Das kann daran liegen, dass Meldungen prinzipiell schriftlich eingebracht werden müssen, was unter Umständen manchen zu mühsam ist und vielleicht auch die Befürchtung besteht, dass der Name genannt wird, obwohl wir stets darauf hinweisen, dass wir mit den uns anvertrauten Daten verantwortungsvoll umgehen. In dringenden Fällen, wie zum Beispiel bei Gefahr in Verzug, bitten wir auch um direkte Kontaktaufnahme mit der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde oder der Polizei, ohne vorherige Meldung an uns, damit den Tieren schneller geholfen werden kann”, erklärt die Tierschutzombudsfrau.

Bewusstseinsbildung bei Kindern
Um bereits bei Kindern einen art- und tiergerechten Umgang mit Heim- und Nutztieren zu fördern, setzt die Tierschutzombudsfrau in bewährter Weise weiterhin auf Prävention durch Bildung. So wurden 2024 die Projekte „Wuffzack" (Workshops an Volksschulen zur Schulung eines verantwortungsbewussten und respektvollen Umgangs mit Hunden) und Workshops zu Versuchstieren (Tierprofi Versuchstiere) sowie das Projekt „Tierprofi Nutztiere” (Broschüre zum Thema Tierschutz bei Nutztieren) an Schulen mit dem Verein „Tierschutz macht Schule” umgesetzt. 2025 begann zudem der 5. Hochschullehrgang „Tierschutzbildung macht Schule” an der Pädagogischen Hochschule Steiermark. „Man darf nicht unterschätzen, wie wichtig es ist, bereits Kindern einen respektvollen Umgang mit Tieren beizubringen, sie sind die Erwachsenen von morgen”, unterstreicht Schlögl die Wichtigkeit der Zusammenarbeit.

Projekte der Tierschutzombudsstelle

  • Intensive Zusammenarbeit mit dem Verein „Tierschutz macht Schule”, der sich für eine wissensbasierte und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Tierschutzvermittlung für Kinder und Jugendliche einsetzt.   tierschutzmachtschule.at
  • Vortragstätigkeit beim Hochschullehrgang „Tierschutzbildung macht Schule” an der Pädagogischen Hochschule Steiermark.
  • Mitarbeit am Projekt „Wildtierschutz und Verkehrssicherheit” des Landes Steiermark.
  • Auslobung des Tierschutzpreises des Landes Steiermark für besonders tierfreundliches Bauen im ländlichen Raum.
  • Wissensvermittlung (z. B.: Checklisten zu Hundehaltung) über die Webseite der Tierschutzombudsstelle:  tierschutzombudsstelle.steiermark.at

„Wir haben das Gefühl, dass die Arbeit in unserem Bereich nicht weniger wird und nie endet. Mein Team hat es geschafft, unsere gesetzliche Parteistellung noch wirkungsvoller wahrzunehmen und uns stärker in Verfahren einzubringen als in den Jahren zuvor. Ich hoffe, dies gelingt mir auch künftig, obwohl im Personalbereich Einsparungen notwendig sind”, betont Karoline Schlögl abschließend. 

Die Tierschutzombudsstelle Steiermark gibt es seit 2005, seit 1. November 2023 leitet Karoline Schlögl die unabhängige Ombudsstelle in der Schmiedgasse 34 in Graz.

Weitere Details können im  Tätigkeitsbericht sowie in der  Präsentation nachgelesen werden.

Für Rückfragen steht die steirische Tierschutzombudsfrau Karoline Schlögl unter 0676/8666 3966 gerne zur Verfügung. 

Graz, am 1. Juli 2026

Für Medienrückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information:
Sabine Jammernegg unter Tel.: +43 (316) 877-2999, bzw. Mobil: +43 (676) 86662999  und Fax: +43 (316) 877-2294  oder E-Mail: sabine.jammernegg@stmk.gv.at  zur Verfügung.
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