Steiermark schafft Beschleunigung für Energie-Sonderstandorte
Ausweisung von Energie-Sonderstandorten in Kapfenberg soll Ausbau erneuerbarer Energie beschleunigen.
Graz (30. Juni 2026) - Mit der Ausweisung von Energie-Sonderstandorten in der Stadtgemeinde Kapfenberg schafft die Steiermärkische Landesregierung zusätzliche Flächen für die Errichtung großflächiger Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Die Festlegungen auf Grundlage des Steiermärkischen Raumordnungsgesetzes sollen die Energiewende in einem industriellen Schwerpunktraum weiter vorantreiben und die Versorgungssicherheit für energieintensive Betriebe stärken.
Die Standorterweiterung „Deponie Emberg" sowie der neu festgelegte Standort „Emberg Süd" umfassen gemeinsam insgesamt rund 66 Hektar. Durch die Festlegung als Sonderstandort ist ein örtliches Widmungsverfahren der Gemeinde nicht mehr erforderlich, wodurch Projektumsetzungen wesentlich rascher möglich werden. Der auf den Flächen erzeugte Strom kann direkt vor Ort für betriebliche Prozesse genutzt werden, ohne das öffentliche Stromnetz zusätzlich zu belasten. Beide Standorte sind wenig einsichtig und stellen durch ihre Festlegung als technisch-baulich vorbelastete Flächen keine hochwertigen landwirtschaftlichen Produktionsflächen dar.
Zugleich wurden für beide Standorte eine Strategische Umweltprüfung samt Umweltbericht durchgeführt. In der Verordnung sind zudem Minderungsmaßnahmen vorgesehen, die bei der Projektumsetzung zu berücksichtigen sind und eine standortangepasste Einbindung in den Natur- und Landschaftsraum sicherstellen sollen. Dazu zählen etwa Bepflanzungen soweit Maßnahmen zur Verbesserung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen.
Landesrat Stefan Hermann betont die Bedeutung der Maßnahme: „Mit der Ausweisung dieser Energie-Sonderstandorte schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass erneuerbare Energie dort entstehen kann, wo sie für die industrielle Entwicklung der Steiermark besonders wichtig ist. Damit stärken wir den Standort, unterstützen die Transformation unserer Betriebe und leisten zugleich einen konkreten Beitrag zum weiteren Ausbau der Photovoltaik in unserem Land.“
Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom hob den wirtschaftlichen Stellenwert hervor: „Die Steiermark braucht eine sichere, leistbare und nachhaltige Energieversorgung, um auch künftig ein starker Wirtschafts- und Industriestandort zu bleiben. Mit den Energie-Sonderstandorten schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Projekte rascher umgesetzt werden können und erneuerbare Energie genau dort erzeugt wird, wo sie gebraucht wird. Gleichzeitig achten wir darauf, bereits vorbelastete Flächen zu nutzen und Natur- sowie Landschaftsschutz von Anfang an mitzudenken. So verbinden wir wirtschaftliche Entwicklung mit einem verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen.“
Die Verordnungsentwürfe liegen seit gestern für acht Wochen zur öffentlichen Begutachtung auf. Im Anschluss werden eingelangte Stellungnahmen eingearbeitet, ehe sich der Raumordnungsbeirat und danach die Landesregierung mit dem Vorhaben befassen.
Rückfragehinweis:
Anna Spielhofer | Büro LH-Stv. Khom | Mobil: +43 676 8666 4086
Tel. +43 (316) 877 4086 | E-Mail: anna.spielhofer@stmk.gv.at
David Wilfling | Büro Landesrat Hermann | Mobil: +43 676 8666 5316
Tel. +43 (316) 877 5316 | E-Mail: david.wilfling@stmk.gv.at
Graz, am 30. Juni 2026
Kommunikation Land Steiermark-Aussendungen unter E-Mail: kommunikation@stmk.gv.at
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