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Steiermark und Tirol vertiefen Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung

Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl war zu Gast bei seiner Tiroler Amtskollegin Cornelia Hagele.

Bildbeschreibung: Vier Personen in formeller Kleidung stehen vor einer blaugrauen Wand mit einem Logo.
Arbeitsbesuch in Tirol: Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl war zu Gast bei Thomas Klestil (tirol kliniken), Renate Reingruber (LIV Tirol) und Landesrätin Cornelia Hagele (v.l.)© Land Tirol/Neuner; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Bildbeschreibung: Zwei Personen sitzen an einem Tisch, im Hintergrund eine graue Wand mit Schriftzug.
Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl traf sich mit seiner Tiroler Amtskollegin Cornelia Hagele in Innsbruck.© Land Tirol/Neuner; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei

Graz/Innsbruck (5. September 2026).- Wie können die Länder ihre Gesundheitsversorgung stärker an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten ausrichten? Welche Versorgungsbereiche lassen sich kombinieren, ergänzen und in neuartigen Gesundheitsprojekten zusammenfassen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines gemeinsamen Besuchs von Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl mit seiner Tiroler Amtskollegin Cornelia Hagele im Landesinstitut für Integrierte Versorgung (LIV) Tirol. Das Treffen drehte sich um erfolgreiche Modelle der sogenannten integrierten, sektorenübergreifenden Versorgung im Gesundheitsbereich und Möglichkeiten einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern Tirol und Steiermark. Auch Thomas Klestil, medizinischer Geschäftsführer der „tirol kliniken“, nahm am gemeinsamen Austausch in den LIV-Räumlichkeiten in Innsbruck teil.

Über Landesgrenzen hinweg: Gesundheit neu denken
„Unsere modernen Versorgungsprogramme beweisen, dass wir verschiedene Fachbereiche nicht getrennt, sondern in einem ganzheitlichen Ansatz denken müssen. Dasselbe gilt für die Gesundheitsversorgung insgesamt, die nicht an den Grenzen einzelner Einrichtungen – und schon gar nicht an Bundesländergrenzen – enden darf. Tirol und die Steiermark haben das erkannt und arbeiten gemeinsam an Lösungen, von denen die Patientinnen und Patienten direkt profitieren. Wenn wir voneinander lernen und uns zu bewährten Modellen wie dem LIV Tirol austauschen, bringen wir die Gesundheitsversorgung in ganz Österreich voran“, betont Tirols Gesundheitslandesrätin Hagele.

Auch für Landesrat Kornhäusl steht der Austausch über Ländergrenzen hinweg im Mittelpunkt: „Gesundheitsversorgung kennt keine Bundesländergrenzen, daher ist die steirisch-tirolerische Kooperation in der Telemedizin neben unseren Spitalskooperationen mit Salzburg und Oberösterreich ein Eckpfeiler der bundesländerübergreifenden Zusammenarbeit. Wir wollen, dass die Leute rascher zum Termin und schneller zur Behandlung kommen, deshalb ist es unser Ziel, voneinander zu lernen und erfolgreiche Ansätze gemeinsam weiterzuentwickeln. Mit dem Landesinstitut hat Tirol eine wichtige Drehscheibe für integrierte Versorgung aufgebaut und ich bin dankbar, dass sie ihre wertwollen Erfahrungen mit uns teilen, damit wir voneinander lernen können.“

Vielfältig vernetzt – patientenorientierte Versorgung am LIV Tirol
Während ihres Besuchs erhielten die beiden Gesundheitsreferenten Einblick in die Aufgaben des LIV Tirol. Seit rund zehn Jahren entwickelt und koordiniert das Landesinstitut innovative Versorgungsmodelle, die Patientinnen und Patienten über die Grenzen einzelner Fachbereiche hinweg begleiten. Das LIV Tirol fungiert hier unter anderem als Vernetzungsstelle zwischen Betroffenen und Akteurinnen und Akteuren aus Krankenhäusern, dem niedergelassenen Bereich, der Pflege und Rehabilitation. Zu den Partnern zählen neben Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und Therapeutinnen und Therapeuten auch Professionen aus dem Sozialbereich aus allen Tiroler Regionen.

Sowohl Tirol als auch die Steiermark setzen bereits auf innovative und sektorenübergreifende Versorgungsmodelle. Zu den beim LIV Tirol angesiedelten Programmen zählen etwa HerzMobil Tirol und der Schlaganfallpfad Tirol. Auch in der Steiermark werden mit HerzMobil Steiermark, OnkoMobil und der Teledermatologie digitale und telemedizinische Angebote vorangetrieben, die eine engmaschige und möglichst wohnortnahe Betreuung der Patientinnen und Patienten unterstützen.

Erfolgreiche Modelle gemeinsam weiterentwickeln
Bereits heute arbeiten Tirol und die Steiermark bei verschiedenen telemedizinischen Angeboten eng zusammen, darunter bei HerzMobil und der Teledermatologie. Kooperationen wie diese sollen künftig weiter vertieft werden. „Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind in Tirol und der Steiermark ähnlich. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, das Rad nicht neu zu erfinden, sondern innovative Lösungen gemeinsam voranzubringen", sind sich Hagele und Kornhäusl einig. Der länderübergreifende Austausch soll damit auch künftig dazu beitragen, erfolgreiche Versorgungsmodelle schneller in die Praxis zu bringen und möglichst vielen Patientinnen und Patienten zugänglich zu machen.

Graz, am 5. September 2026

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