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Naturschutz trifft Kreislaufwirtschaft: Gemeinsam für eine lebenswerte Steiermark

Beim „Markt der Artenvielfalt 2026“ wird Ende September gezeigt, wie Naturschutz, Landwirtschaft und Wirtschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen können.

Bildbeschreibung: Ein Mann in Tracht sitzt auf einer Bank.
Landesrat Hannes Amesbauer: „Naturschutz bedeutet heute, unsere Lebensgrundlagen langfristig zu sichern.“© Land Steiermark/Gimpel; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Bildbeschreibung: Menschen besuchen Stände in einem historischen Innenhof.
Der „Markt der Artenvielfalt“ findet im Grazer Landhaushof statt.© Land Steiermark/Robert Binder; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Bildbeschreibung: Mehrere Personen stehen in einem Moor, ein Mann schlägt Holzbretter in den Boden.
Die Naturschutzjugend war bei der Moorrenaturierung mit vollem Einsatz dabei.© Land Steiermark/Oliver Gebhardt; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (25. September 2026).- Moore, Wälder, Wiesen, Flüsse und selbst Grünflächen mitten in unseren Städten haben eines gemeinsam: Sie sind Teil eines großen natürlichen Kreislaufs. Werden diese Lebensräume geschädigt, verlieren wir nicht nur Artenvielfalt, sondern auch wichtige Funktionen für Wasser, Boden und Klima. Beim „Markt der Artenvielfalt 2026“ am 30. September 2026 wird deshalb im Grazer Landhaushof und in der Herrengasse gezeigt, wie Naturschutz, Landwirtschaft und Wirtschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen können.

Die Herausforderungen sind vielfältig: Trockenperioden und Starkregen setzen Böden und Landwirtschaft unter Druck, wertvolle Wiesen verschwinden, Wälder müssen sich an veränderte klimatische Bedingungen anpassen und auch in Städten braucht die Natur wieder mehr Platz. Mit der EU-Wiederherstellungsverordnung rückt die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme zusätzlich in den Mittelpunkt. Die Steiermark kann dabei bereits auf zahlreiche konkrete Projekte verweisen.

So hält die Österreichische Naturschutzjugend durch die Wiedervernässung des Kainischmooses wieder mehr Wasser in der Landschaft. Im Naturpark Südsteiermark zeigen Initiativen in den Weingärten, wie Landwirtschaft, Bodenschutz und Biodiversität zusammenspielen können. Der Naturschutzbund Steiermark schafft durch die Renaturierung ehemaliger Kies-Seen Lebensräume für Wasservögel. Und im Nationalpark Gesäuse erhielt der Johnsbach durch die Entfernung von Verbauungen wieder Raum für seine natürliche Entwicklung.

Auch die Kulturlandschaft steht im Fokus. Projekte wie „ÖPUL verbindet“, die Arbeit des Vereins „Lebende Erde im Vulkanland“ oder das Regionale Wiesensaatgut Steiermark zeigen, dass Naturschutz vielfach nur gemeinsam mit Landwirtschaft und regionalen Partnern funktionieren kann. Gleichzeitig können Gemeinden, Private und Unternehmen durch naturnähere Grünflächen selbst neue Lebensräume schaffen.

„Naturschutz bedeutet heute, unsere Lebensgrundlagen langfristig zu sichern. Intakte Böden, Gewässer, Wiesen und Wälder stärken die Artenvielfalt und machen unsere Regionen gleichzeitig widerstandsfähiger. Dafür brauchen wir viele Partner – von den Naturschutzorganisationen über die Landwirtschaft bis hin zur Wirtschaft“, betont Naturschutzlandesrat Hannes Amesbauer.

Genau an dieser Stelle kommt auch die Kreislaufwirtschaft ins Spiel. Denn Wiederherstellung und Landschaftspflege werfen ganz praktische Fragen auf: Wie können anfallende Materialien sinnvoll weiterverwendet werden? Wie lassen sich Ressourcen schonen und regionale Kreisläufe schließen? Und wie können Unternehmen ihre Flächen und ihr Know-how für mehr Biodiversität einsetzen?

„Kreislaufwirtschaft heißt für mich, Ressourcen als Teil eines Kreislaufs zu verstehen. Wenn Wirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz ihr Wissen zusammenbringen, können neue Lösungen entstehen, die Ressourcen schonen und gleichzeitig einen Mehrwert für unsere Regionen schaffen“, erklärt Hans Roth, Aufsichtsratsvorsitzender der Saubermacher Dienstleistungs AG.

Die Vielfalt der Steiermark an einem Ort
Genau diese unterschiedlichen Welten bringt der „Markt der Artenvielfalt“ zusammen. Naturschutzorganisationen und Schutzgebiete präsentieren gemeinsam mit Partnern aus Landwirtschaft, Tourismus und Wirtschaft ihre Projekte. Die Wiederherstellung von Lebensräumen bildet dabei den zentralen Schwerpunkt.

Vorträge, Vermittlungsangebote und der direkte Austausch mit Experten und Expertinnen machen sichtbar, was in der Steiermark bereits passiert – und wie jeder Bereich einen Beitrag leisten kann. Der „Markt der Artenvielfalt“ wird damit zum Treffpunkt für alle, die Natur nicht nur schützen, sondern gemeinsam Zukunft gestalten wollen.

Bei Schlechtwetter wird die Veranstaltung am 1. Oktober 2026 nachgeholt.

Rückfragehinweis:

Matthias Rode | Naturparke Steiermark | Mobil: +43 650 940 3214 | E-Mail: m.rode@naturparke-steiermark.at

Oliver Brunnhofer | Büro Landesrat Amesbauer | Mobil: +43 676 8666 6746
Tel. +43 (316) 877 6746 | E-Mail: oliver.brunnhofer@stmk.gv.at

Graz, am 25. September 2026

Für Medienrückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information:
Rene Kronsteiner unter Tel.: +43 (316) 877-2283, bzw. Mobil: +43 (664) 1236433  und Fax: +43 (316) 877-2294  oder E-Mail: rene.kronsteiner@stmk.gv.at  zur Verfügung.
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