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Erste Flughafenhalte wichtiger Schritt – jetzt Fahrplan gemeinsam weiterentwickeln

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, Verkehrslandesrätin Claudia Holzer und Flughafen-Geschäftsführer Jürgen Löschnig begrüßen die ersten Koralmbahn-Verbindungen mit Halt am Flughafen Graz-Feldkirchen

Graz (15. Oktober 2026).- Seit ziemlich genau zehn Monaten ist die Koralmbahn nun in Betrieb und wie ÖBB-CEO Andreas Matthä gestern, am 14.10.2026,  anlässlich der Fahrplan-Pressekonferenz 2027 mitteilte, nutzen bereits jetzt pro Tag durchschnittlich 10.000 Fahrgäste das neue Angebot.

Wenn nun am 13. Dezember 2026 der neue ÖBB-Fahrplan 2027 europaweit in Kraft tritt, wird der Interregio 1151 von der Koralmbahn auf die Südbahn wechseln, womit dieser um 5.15 Uhr an der Haltestelle Flughafen Graz-Feldkirchen einfährt. Der Interregio 1150 wiederum erreicht die Haltestelle um 23.32 Uhr. Für Verkehrslandesrätin Claudia Holzer, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und Flughafen-Geschäftsführer Jürgen Löschnig ist damit ein wichtiger erster Schritt gesetzt. Nun gelte es, die neuen Verbindungen weiterzuentwickeln und insbesondere besser auf die Bedürfnisse der Fluggäste abzustimmen.

„Ich setze mich seit Amtseintritt für eine bessere Bahnanbindung unseres Flughafens ein. Die ÖBB haben also sehr rasch erkannt, dass der Flughafen Graz nicht ,links liegen gelassen werden kann‘. Deshalb freut es mich, dass die ersten Koralmbahn-Züge tatsächlich am Flughafen Graz-Feldkirchen halten. Das ist ein wichtiger erster Schritt. Im Sinne des Wirtschaftsstandortes und der weiteren Attraktivierung des Flughafens wäre es jetzt wünschenswert, den Flughafen Graz aktiv in die Gestaltung des nächsten Fahrplans einzubinden. So kann es gemeinsam gelingen, jene Verbindungen zu schaffen, die für die Fluggäste auch tatsächlich den größtmöglichen Nutzen bringen. Der Flughafen Graz ist für die Steiermark unser Tor zur Welt – und ein Tor erfüllt seinen Zweck am besten, wenn auch die Wege dorthin kurz, attraktiv und gut angebunden sind. Auch deshalb darf die Errichtung des ursprünglich geplanten Flughafenbahnhofs nicht aus den Augen verloren gehen”, betont Verkehrslandesrätin Claudia Holzer.

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom unterstreicht: „Es freut mich, dass die ÖBB eingelenkt haben und nun erste Koralmbahn-Halte am Flughafen Graz ermöglichen. Das zeigt: Wenn man will, geht es auch! Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber dabei darf es nicht bleiben. Unser Flughafen ist ein wichtiger Teil des steirischen Wirtschaftsstandortes und braucht eine attraktive Anbindung an die Bahn. Deshalb muss der Flughafenhalt künftig auch im regulären Fahrplan verankert und das Angebot deutlich ausgebaut werden. Wir brauchen Verbindungen, die sich an den Bedürfnissen der Reisenden orientieren und den Flughafen auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar machen. Denn wir müssen alle Chancen nutzen, den Flughafen international gut anzubinden und damit am Ende auch den Wirtschaftsstandort Steiermark zu stärken.”

Auch Flughafen-Geschäftsführer Jürgen Löschnig begrüßt die neuen Halte. Bei der konkreten zeitlichen Abstimmung sieht er allerdings noch Verbesserungspotenzial. Insbesondere die morgendliche Verbindung sei für Passagiere mit aufzugebendem Gepäck zeitlich knapp bemessen. Seitens des Flughafens besteht daher der Vorschlag, den Zug künftig etwas früher am Flughafen halten zu lassen.

„Dass die ersten Koralmbahn-Züge nun am Flughafen Graz-Feldkirchen halten, freut uns sehr. Damit eine solche Verbindung von den Passagieren bestmöglich angenommen werden kann, müssen aber Zug- und Flugzeiten möglichst gut zusammenspielen. Gerade bei der Morgenverbindung wäre eine etwas frühere Ankunft wichtig, weil Passagiere mit Aufgabegepäck entsprechend mehr Zeit benötigen. Attraktive Verbindungen gelingen nur gemeinsam – deshalb möchten wir unsere Erfahrungen und die Bedürfnisse unserer Passagiere aktiv in die weitere Fahrplangestaltung einbringen”, so Löschnig.

Die Attraktivierung der Erreichbarkeit gewinnt auch vor dem Hintergrund schwieriger internationaler Rahmenbedingungen für den Luftverkehr weiter an Bedeutung. Internationale Krisen und gestiegene Kerosin- und Standortkosten (z.B. die österreichische Flugabgabe) erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf Fluggesellschaften und erschweren die Etablierung beziehungsweise Aufrechterhaltung von Verbindungen ab regionalen Flughäfen. Umso wichtiger sei es, die Rahmenbedingungen am Standort selbst bestmöglich zu gestalten. Eine attraktive öffentliche Anbindung könne dazu beitragen, das Einzugsgebiet des Flughafens zu erweitern, zusätzliche Nachfrage zu schaffen und den Standort Graz insgesamt zu stärken.

Die Landesregierung und die Flughafen-Geschäftsführung wollen daher den nun eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterverfolgen. Ziel müsse eine möglichst gute Abstimmung zwischen Bahn und Flugverkehr sein – und damit eine Aufwertung des Flughafens Graz, des Wirtschaftsstandortes und der gesamten Steiermark.

Graz, am 15. Oktober 2026

Bearbeiter dieser Information: Thomas Bauer, Telefonnummer +43 (316) 877-5854 und +43 (676) 86665854  oder E-Mail: thomas.bauer@stmk.gv.at 
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