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Mobilität und Umwelt: Widerspruch oder Notwendigkeit

Hintere Reihe, v.l.n.r.: Peter Woditschka (Consultant Automobilindustrie), Gerald Nittnaus (Lehrgangsleiter Luftverkehrsmanagement FH JOANNEUM), Martin Payer (kaufm. Geschäftsführer FH JOANNEUM), Barbara Eibinger Miedl (Landesrätin Land Steiermark), Reinhard Lernbeiss (FH JOANNEUM, Institut Luftfahrt/Aviation), ein Schüler des BG/BRG Lichtenfelsgasse Graz, Thomas Faustmann (ehem. CEO Audi Ungarn), Gottfried Kirchengast (Klimaforscher Wegener Center für Klima und Globalen Wandel), Kurt Steiner (Vorsitzender Department Engineering FH JOANNEUM). Im Vordergrund: Schülerinnen und ein Schüler der 7a und 8c Klasse des BG/BRG Lichtenfelsgasse in Graz.  © FH JOANNEUM/Miriam Weiß
Hintere Reihe, v.l.n.r.: Peter Woditschka (Consultant Automobilindustrie), Gerald Nittnaus (Lehrgangsleiter Luftverkehrsmanagement FH JOANNEUM), Martin Payer (kaufm. Geschäftsführer FH JOANNEUM), Barbara Eibinger Miedl (Landesrätin Land Steiermark), Reinhard Lernbeiss (FH JOANNEUM, Institut Luftfahrt/Aviation), ein Schüler des BG/BRG Lichtenfelsgasse Graz, Thomas Faustmann (ehem. CEO Audi Ungarn), Gottfried Kirchengast (Klimaforscher Wegener Center für Klima und Globalen Wandel), Kurt Steiner (Vorsitzender Department Engineering FH JOANNEUM). Im Vordergrund: Schülerinnen und ein Schüler der 7a und 8c Klasse des BG/BRG Lichtenfelsgasse in Graz.
© FH JOANNEUM/Miriam Weiß

Graz, 6. November 2019 - Beim Symposium „Mobilität und Umwelt" an der FH JOANNEUM Graz diskutierten heute Expertinnen und Experten sowie Schülerinnen und Schüler über eine umweltfreundliche Mobilität.


Vor dem Hintergrund von „Fridays for Future" diskutierten Klimaforscher Gottfried Kirchengast, Expertinnen und Experten der Verkehrsindustrie, der Wissenschaft und der Politik sowie Schülerinnen und Schüler über Herausforderungen und Chancen von Umwelt und Mobilität.

„Der Mobilitätssektor ist ein Stärkefeld der steirischen Wirtschaft und der heimischen Forschungslandschaft. Die Zukunft der Mobilität, die sich gerade im starken Umbruch befindet, wird auch in der Steiermark mitgestaltet. Ich sehe es dabei als unsere Aufgabe, etwa bei der Entwicklung neuer Antriebsformen wie der Elektromobilität oder der Nutzung von Wasserstoff voranzugehen. Denn neben dem Beitrag jeder und jedes Einzelnen durch klimaschonendes Mobilitätsverhalten und entsprechenden politischen Rahmenbedingungen dazu gilt es für ein international vernetztes Land wie die Steiermark, technologische Lösungen für den Einklang von Umwelt und Mobilität zu liefern", so Wirtschafts- und Forschungslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

Karl Peter Pfeiffer (wissenschaftlicher Geschäftsführer FH JOANNEUM) und Martin Payer (kaufmännischer Geschäftsführer FH JOANNEUM), sind sich einig: „Wir als anwendungsorientierte Hochschule fördern mit interdisziplinärer Forschung ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltige Konzepte."

 

CO2-neutrale Mobilität und Grenzen der Elektromobilität

Klimaforscher Gottfried Kirchengast (Wegener Center für Klima und Globalen Wandel) mahnte zu Beginn, dass Österreich in Sachen Treibhausgas-Reduktion heute unter den fünf letzten der 28 EU-Staaten liege und wir mehr Emissionen als durchschnittlich in den 1990er-Jahren verursachen.

Eine der größten Herausforderungen der Klimapolitik ist der Verkehr. Automobil- aber auch Flugzeughersteller arbeiten an Möglichkeiten für eine CO2-neutrale Mobilität, wie auch Thomas Faustmann, vormals CEO Audi Ungarn, in seinem Vortrag bestätigte. Dass Elektromobilität längerfristig aber auch an Grenzen hinsichtlich Technologie, Marktdurchdringung und Klimaschutz stoßen kann, gab Peter Woditschka, Consultant aus der Automobilindustrie, zu bedenken.

Reinhard Lernbeiss, Lehrender am Studiengang „Luftfahrt / Aviation" an der FH JOANNEUM, war jahrzehntelang Pilot und schilderte seine Sichtweise über die auch politische Diskussion über Flugverkehr. „Die Luftfahrt ist ein wichtiger Bestandteil einer modernen öko-sozialen Gesellschaft. Einseitige Regeln und Beschränkungen erschweren dies und wirken sich sogar nachteilig auf Wirtschaft und Umwelt aus", so Lernbeiss.

 

Wie Schülerinnen und Schüler Mobilität 2030 sehen

Schülerinnen und Schüler der 7a + 8c Klasse des BG/BRG Lichtenfelsgasse in Graz präsentierten ein klassenübergreifendes Projekt zum Thema Mobilität und Nachhaltigkeit. Ausgehend von der Annahme, dass mit zunehmendem Alter die Schülerinnen und Schüler selber darüber entscheiden, wie sie sich fortbewegen, war es den Klassen und ihren Lehrerinnen ein Anliegen, die Auswirkungen dieser Entscheidungen zu erarbeiten und kritisch zu diskutieren. Die Ergebnisse hielten sie auf Postern fest, die im Rahmen des Symposiums zu sehen waren.

Sandra Krautwaschl (Abgeordnete zum Steiermärkischen Landtag / Die Grünen) sprach in ihrem Vortrag über die gesellschaftlichen Auswirkungen einer sich ändernden Mobilität. Holger Heinfellner (Experte für Mobilität und Lärm, Umweltbundesamt) ging der Frage nach, ob Mobilität und nachhaltige Lebensbedingungen überhaupt vereinbar sind?

Einen Ausblick in die Zukunft der Luftfahrt gab Florian Holzapfel, der an der TU München einen Lehrstuhl für Flugsystemdynamik innehat. Er sprach über die dritte Revolution in der Luftfahrt, die elektrisch, unbemannt und urban sein wird.

 

Department Engineering der FH JOANNEUM erforscht Zukunftslösungen für Mobilität 

Das Symposium wurde vom Department Engineering der FH JOANNEUM organisiert, wo unter anderem die Studiengänge „Fahrzeugtechnik / Automotive Engineering" und „Luftfahrt / Aviation" auf dem Lehrplan stehen. Zusammengestellt und moderiert wurde es von Gerald Nittnaus, Lehrgangsleiter „Luftverkehrsmanagement". Kurt Steiner, Vorsitzender des Departments, schloss das Symposium mit den Worten: „Mit dem Thema Umwelt und Mobilität setzen wir uns sowohl in der Forschung, Lehre und Praxisausbildung unserer Studierenden auseinander. Wir erforschen bereits zukunftsfähige Lösungen in Sachen E-Mobilität für Automobile und Luftfahrzeuge. Inhalte dieses Symposiums sind ein wichtiger Input für unser Department."

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