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Entbürokratisierungsgipfel mit Staatssekretär Schellhorn

Steirische Standortpartner übergeben Forderungskatalog an Bund.

Drei Personen stehen nebeneinander vor den Fahnen der Steiermark, Österreichs und der EU.
Staatssekretär Sepp Schellhorn, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer (v.l.).© Land Steiermark/Laimer; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Drei Personen in formeller Kleidung nehmen an einer Sitzung teil.
Staatssekretär Sepp Schellhorn, Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer und Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom beim Entbürokratisierungsgipfel im Grazer Landhaus.© Land Steiermark/Laimer; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (18. Mai 2026).- Die Mitglieder der Standortpartnerschaft Steiermark trafen heute (18.5.2026) im Grazer Landhaus mit dem für Entbürokratisierung und Deregulierung zuständigen Staatssekretär Sepp Schellhorn zu einem Entbürokratisierungsgipfel zusammen. Dabei übergaben die Standortpartner dem Staatssekretär neun konkrete Punkte, deren rasche Umsetzung vom Bund gefordert wird.

„Beim Bürokratieabbau braucht es mehr Tempo. Unsere Betriebe verlieren zu viel Zeit durch komplizierte Verfahren und unnötige Hürden. Deshalb setzen wir auf drei Schwerpunkte: beschleunigen, verschlanken und digitalisieren. Entbürokratisierung muss dort ansetzen, wo unsere Unternehmen sie tatsächlich brauchen – praxisnah, effizient und entlang der Realität unserer Betriebe. Insbesondere müssen wir dafür sorgen, dass künftig kein Gold-Plating mehr entsteht. Deshalb haben wir dem Staatssekretär heute auch neun konkrete Punkte aus Sicht der steirischen Standortpartnerschaft mitgegeben, bei denen es jetzt eine rasche Umsetzung auf Bundesebene braucht“, betont Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom. „Mit der steirischen Standortpartnerschaft haben wir einen breiten Schulterschluss für einen starken Wirtschaftsstandort geschaffen. Gerade jetzt braucht es dieses gemeinsame Ziehen an einem Strang. Unser Ziel ist klar: sichere Arbeitsplätze, starke Betriebe und bestmögliche Rahmenbedingungen für Leistung und Innovation“, so Khom weiter.

„Entbürokratisierung und Deregulierung sind zentrale Faktoren, damit unsere Betriebe im internationalen Standortwettbewerb konkurrenzfähig sind. Unternehmen brauchen Tempo statt Verzögerung und Freiheit statt Hürden. Wir wollen in der Steiermark eine Vorreiterrolle einnehmen und den Staat verschlanken, denn weniger Staat ist mehr Unternehmertum. Hier sind wir auf Landesebene gefordert, brauchen aber auch entsprechende Unterstützung vom Bund“, so Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer.

„Wir sind uns einig, dass wir gemeinsam am Abbau bürokratischer Hürden arbeiten müssen. Auf Bundesebene sind hier bereits zahlreiche Maßnahmen in Umsetzung. Es ist unser klares Ziel als Bundesregierung, für weniger Bürokratie und damit mehr Wachstum zu sorgen“, so Staatssekretär Sepp Schellhorn.

Forderungen an den Bund
Insgesamt neun Punkte sind aus Sicht der steirischen Standortpartner besonders dringend, die dem Staatssekretär als Forderungen mitgegeben wurden. So sollen Amtssachverständige künftig flexibler und effizienter – etwa über Gebietskörperschaften hinweg – eingesetzt werden können. Verwaltungs- und Registerdaten sollen aus Sicht der Steiermark zwischen Bund, Ländern, Städten und Gemeinden ausgetauscht und zusammengeführt werden. Die vom Bund geplante Modernisierung des Arbeitnehmerschutzes wird begrüßt und die rasche Umsetzung gefordert. Eine Gebührenreform soll Vereinfachungen bringen, etwa durch Pauschalsätze. Informationspflichten im Bereich Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability Reporting Directive) sollten reduziert werden. Die Verfahren im Bereich der UVP sollten vereinfacht und beschleunigt werden. Die Zuständigkeiten in Genehmigungs- und Bauverfahren sollten im Sinne eines One-Stop-Shops gebündelt werden. Bei Anlageverfahren soll eine österreichweite elektronische Verfahrensführung („digitaler Akt“) umgesetzt werden. Darüber hinaus soll der bereits in der Gewerbeordnung verankerte Grundsatz „Beraten statt Strafen“ generell für Verwaltungsverfahren umgesetzt werden.

Die Standortpartnerschaft Steiermark
Die Standortpartnerschaft Steiermark wurde im Regierungsprogramm der Landesregierung verankert. Neben sämtlichen Mitgliedern der Landesregierung sind die Wirtschaftskammer, die Arbeiterkammer, die Industriellenvereinigung, der ÖGB, das AMS, die Steirische Hochschulkonferenz, der Gemeinde- und der Städtebund, die Landwirtschaftskammer und die Landarbeiterkammer in die Standortpartnerschaft eingebunden. In mehreren Arbeitsgruppen zu verschiedenen standortrelevanten Themen werden aktuelle Entwicklungen analysiert und mögliche geeignete Maßnahmen erarbeitet. 

An der heutigen Sitzung nahmen neben den Landesräten Hannes Amesbauer und Karlheinz Kornhäusl unter anderem auch WK-Präsident Josef Herk, IV-Chef Kurt Maier, Arbeiterkammer-Präsident Josef Pesserl, ÖGB-Vorsitzender Horst Schachner sowie Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger teil.

Graz, am 18. Mai 2026

Für Medienrückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information:
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