Die steiermärkische Landesregierung
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Pionierkompanie und Fliegerhorst Aigen erhalten

Forderungskatalog an Bund soll Katastrophenschutz und Arbeitsplätze sichern

Graz.- Mit dem heute (22. Mai) beschlossenen Forderungskatalog an Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und Verteidigungsminister Günther Platter will die Steiermärkische Landesregierung eine Zusicherung der Bundesregierung zum Erhalt der steirischen Pionierkompanie und des Fliegerhorstes Aigen im Ennstal erreichen. Die Forderungen umfassen auch eine Verteilung der Belastungen durch die Stationierung der 18 neuen Eurofighter auf mehrere Standorte. Gegengeschäfte aus dem Ankauf sollen als Kompensation für die Belastungen der Region der steirischen Wirtschaft zugute kommen. Die Stationierung der Eurofighter darf die mit dem Projekt „Leitbild für die Landes-, Regional- und Kommunalentwicklung“ begonnene Initiative zur Ansiedelung von wirtschaftlichen, touristischen und kulturellen Leitbetrieben nicht behindern.

Mit dem Erhalt der steirischen Pionierkompanie soll die Assistenz des Bundesheeres für den Katastrophenschutz auch in Zukunft gesichert werden. Im Jahr 2005 hat das Bundesheer in der Steiermark Leistungen im Ausmaß von 3.506 Mann-Tagen mit 37.420 Stunden bei Lawineneinätzen, Aufräumungsarbeiten, im Brückenbau und bei Holzschlägerungen erbracht. „Die Hochwasserkatastrophe 2005 und die Schneekatastrophe im letzten Winter sind ein unwiderlegbares Argument, dass die Pionierkompanie in der Steiermark erhalten bleiben muss. Die steirische Bevölkerung hat ein Anrecht auf die Soforthilfe durch das Bundesheer im Ernstfall. Dann darf es keine langen Anreisezeiten aus anderen Bundesländern geben“, unterstreicht Landeshauptmann Mag. Franz Voves, der den entsprechenden Antrag stellte, die Forderungen der Landesregierung.

Auch bei der Erhaltung des Fliegerhorstes Aigen im Ennstal stehen für die Landesregierung die Sicherheitsargumente an erster Stelle: Man will vermeiden, dass das in Aigen stationierte Hubschraubergeschwader auf eine Hubschrauber-Verbindungsstaffel reduziert wird, weil dadurch der Katastrophenschutz eine wichtige Stütze verlieren würde. Zur Sicherung des steirischen Luftraums verlangt man auch die Erhaltung der Fliegerabwehrbatterien über das Jahr 2007 hinaus. Mit dieser Forderung sollen das Projekt „Katastrophenschutz – Kompetenzzentrum Aigen im Ennstal“ gesichert und der drohende Verlust von Arbeitsplätzen durch eine etwaige Schließung des Fliegerhorstes nach dem vorhergehenden Abzug militärischer Einrichtungen vermieden werden.

Graz, am 22. Mai 2006

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