„Green Europe – Deal or no deal?“: Spannende Impulse zum Zeitgeschehen

LH Schützenhöfer und LR Eibinger-Miedl eröffnen Pfingstdialog auf Schloss Seggau

Eröffnung des diesjährigen Pfingstdialogs auf Schloss Seggau: LH Hermann Schützenhöfer, LR Barbara Eibinger-Miedl und der ehemalige deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel.
Eröffnung des diesjährigen Pfingstdialogs auf Schloss Seggau: LH Hermann Schützenhöfer, LR Barbara Eibinger-Miedl und der ehemalige deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel.
Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer bei seiner Eröffnungsrede im Rahmen des Pfingstdialogs.
Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer bei seiner Eröffnungsrede im Rahmen des Pfingstdialogs.© Foto Fischer; bei Quellenangabe honorarfrei

Graz, am 1. Juni 2022.- Die zehnte Auflage des Pfingstdialoges, der heuer unter dem Generalthema „Green Europe - Deal or no deal?″ mit über 50 hochkarätigen Referentinnen und Referenten auf Schloss Seggau stattfindet, wurde heute Nachmittag (1.6.2022) von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl feierlich eröffnet. Weitere Impulsgeber im Rahmen der Eröffnung waren die am renommierten Wegener-Center der Universität Graz tätige Umweltökonomin Birgit Bednar-Friedl sowie der Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, Martin Selmayr. 

In seiner Eröffnungsansprache hob Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer die große Bedeutung des Denkerforums hervor: „Mit dem Pfingstdialog findet heute eine gute und wichtige Tradition der offenen geistigen Auseinandersetzung mit bewegenden Fragen unserer Zeit, Europas, der Welt, Österreichs und der Steiermark ihre Fortsetzung. Denn gerade in der aktuellen politischen Situation Österreichs sind lebhafte Debatten über die Zukunft unseres Landes und unseres Kontinents unerlässlich. Es gilt mehr denn je, ein Bild von der längerfristigen Entwicklung der Steiermark und Österreichs im europäischen und internationalen Kontext zu entwickeln und zu verfolgen.″ Die Pfingstdialoge mit ihren exzellenten Referentinnen und Referenten würden dabei einen wesentlichen Beitrag zur Standortbestimmung und Zeitdiagnosen leisten und zu nachhaltigen Impulsen führen, so Schützenhöfer weiter.

„Friede, Freiheit, Demokratie, Sicherheit und Menschenrechte sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen ständig neu verteidigt, gefestigt und weiterentwickelt werden.″ Gerade auch unter dem Eindruck des dramatischen kriegerischen Geschehens seit 24. Februar und den daraus resultierenden Konsequenzen sei es wichtig, so der Landeshauptmann, dass die Herausforderungen hinsichtlich des Klimaschutzes im Rahmen des diesjährigen Pfingstdialogs aufgegriffen und thematisiert würden: „Unsere Werte und unsere Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif und der Staat kann nicht alles, koste es, was es wolle, übernehmen. Auch der Klimaschutz kann nicht mit einer staatlichen Vollkaskoversicherung ohne Selbstbehalt erreicht werden. Der Staat muss die richtigen Weichen stellen und Rahmenbedingungen schaffen, damit sich die Wirtschaft dynamisch, innovativ, und nachhaltig entwickeln kann. Zugleich muss aber auch das Prinzip Verantwortung für Umwelt und Soziales, aber insbesondere auch für unsere Kinder und Enkelkinder herrschen.″ Dazu, so Schützenhöfer abschließend, brauche es die Anstrengungen aller: „In diesem Zusammenhang bin ich durchaus optimistisch, da ich glaube, dass der Gedanke des Klimaschutzes in den Köpfen der Menschen angekommen ist. Zudem bin ich der festen Überzeugung, dass die großartigen steirischen Forscher, Wissenschaftler und Unternehmer unser Land auch im Rahmen der grünen Transformation an die Spitze bringen werden und wir auch hier eine europäische Modellregion sein können.″

Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl: „Die grüne Transformation beschäftigt uns in der Steiermark bereits seit dem Jahr 2019 intensiv, hat aber seit dem 24. Februar neue Brisanz erlangt. Indem uns die dramatische Abhängigkeit unseres Landes von Energieimporten in dieser neuen Situation bewusst wurde, ist ein großer Ruck durch die Gesellschaft gegangen. Daher bin ich überzeugt, dass es gerade jetzt gilt, den Weg zur grünen Transformation noch entschlossener und rascher zu gehen.″ Die massiven Auswirkungen des Klimawandels seien für die Menschen mittlerweile spürbar geworden, so LR Eibinger-Miedl und damit steige auch der Druck der Konsumentinnen und Konsumenten, denen der Aspekt der Klimaneutralität immer wichtiger werde.

„Die Schlüsselbereiche für die Steiermark sind hier einerseits Forschung, Entwicklung und Innovation, andererseits Investitionen in klimaneutrale Produkte und Technologien sowie Qualifizierungsmaßnahmen, um in den Unternehmen ein entsprechendes Know-How aufzubauen, das für die Umsetzung unverzichtbar ist. Gerade für uns als energieintensive Region sind die Herausforderungen groß. Ebenso groß sind aber auch die Chancen, die sich aus der grünen Transformation für unser Land ergeben. Der Bereich der grünen Technologien ist in der Steiermark bereits seit Jahrzehnten ein starkes wirtschaftliches, aber auch wissenschaftliches Feld. So werden die im Rahmen des steirischen Green Tech Clusters, der rund 300 Unternehmen mit insgesamt 24.000 Beschäftigten umfasst, entwickelten Technologien in die ganze Welt exportiert und tragen damit global dazu bei, CO2 einzusparen oder im Bereich der Kreislaufwirtschaft Erfolge zu erzielen. Möglich ist dies einzig und allein aufgrund der engen Kooperation zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und der öffentlichen Hand, die letztlich auch dafür sorgt, dass die steirische Forschungsquote im Bereich der Umwelttechnologien bei über sechs Prozent liegt.″

Unmittelbar anschließend folgen die nächsten Höhepunkte des diesjährigen Pfingstdialogs: Zum Impulsvortrag des ehemaligen deutschen Vizekanzler Sigmar Gabriel zum Thema „Europa im Spannungsfeld zwischen grüner Transformation und globalen Realitäten″ diskutieren Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr, das Vorstandsmitglied der Industriellenvereinigung, Alfred Marchler und Karl Rose vom Institut für Unternehmensführung und Entrepreneurship der Universität Graz. Ein weiterer Programmpunkt ist die Debatte zum Thema „Ein Marshallplan fürs Klima″, im Zuge derer die ehemalige Botschafterin Irene Giner-Reichel, der ehemalige Botschafter und Präsident der österreichischen Marshallplan-Stiftung Wolfgang Petritsch, European Commons-Direktorin Verena Ringler sowie Oliver Ruppel (Universität Graz, ClimLaw:Graz) und die Ökonomin Elisabeth Springler diskutieren. Den Abschluss des ersten Tages bildet das Referat des Kardinals Peter Turkson von der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften.

Die weiteren Programmpunkte des Pfingstdialogs (Keynotes und Foren – mit Ausnahme der Keynotes von Sigmar Gabriel und Richard David Precht sowie der Insiemegruppen) können Sie  hier im Livestream mitverfolgen.

Alle Informationen auch unter:  https://www.pfingstdialog-steiermark.at/

Graz, am 1. Juni 2022

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