Steiermark stärkt Netzwerk gegen Gewalt an Frauen
Auf Einladung von Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom trafen politische Repräsentanten und Gewaltprävention-Expertinnen und -Experten zu einem Netzwerk-Treffen „Gewalt an Frauen“ in Graz zusammen.



Graz (12. März 2026).- Die jüngsten Femizide in der Steiermark Ende 2025 und Anfang 2026 haben tiefe Erschütterung und Betroffenheit ausgelöst. Diese schrecklichen Ereignisse führen mit aller Deutlichkeit vor Augen, wie dringlich entschlossenes, koordiniertes und nachhaltiges Handeln im Bereich der Gewaltprävention ist.
Vor diesem Hintergrund hat Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom heute, Donnerstag (12. März 2026) zu einem neuen Netzwerktreffen zum Thema „Gewaltprävention in der Steiermark“ eingeladen. Ziel des Treffens war es, bestehende Initiativen und Anknüpfungspunkte sichtbar zu machen und den interdisziplinären Austausch zu stärken.
An dem Treffen haben als politische Vertreter neben LH-Stv. Khom Soziallandesrat Hannes Amesbauer sowie für die Landtagsparteien Kerstin Zambo (FPÖ), Martina Kaufmann (ÖVP), Helga Ahrer (SPÖ), Sandra Krautwaschl (Grüne), Robert Reif (NEOS) und Claudia Klima-Weithaler (KPÖ) teilgenommen.
Als Expertinnen und Experten kamen die Geschäftsführerin der Frauenhäuser Steiermark, Michaela Gosch, die Primaria der Abteilung für Forensik am LKH Graz 2, Eva Kada, Marina Sorgo als Geschäftsführerin des Gewaltschutzzentrums, Richterin Elisabeth Juschitz (Landesgericht für Strafsachen Graz) sowie Oberst Rene Kornberger vom Landeskriminalamt der Landespolizeidirektion Steiermark zum Netzwerktreffen. Weitere Teilnehmende waren Christian Scambor von der Männerberatung, der Psychiater Michael Lehofer, Ina Mastnak (Beratungsstelle TARA), Susanne Pekler vom Verein Neustart, Hannah Schöffmann (Beratungsstelle DIVAN) und Lori Sperl vom Dachverband Steirischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen.
Die Abteilung 6 Bildung Gesellschaft war durch ihre Leiterin Alexandra Nagl, die Sozialabteilung A11 durch ihre Leiterin Barbara Pitner vertreten.
Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom hob in ihrer Einleitung hervor, „dass nur durch eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Akteurinnen und Akteure – aus Sozialbereich, Gewaltschutz, Gesundheitswesen, Exekutive, Justiz und Politik – wirksame präventive Schritte gesetzt werden können. Gewaltprävention ist ein zentrales gesellschaftliches Thema und eine Aufgabe, die nur gemeinsam gelingen kann.“ Die Steiermark verfügt laut Expertinnen und Experten über ein gutes und funktionierendes Netzwerk. Es gebe Beratungsstellen in allen Regionen und mit dem Dachverband bestehe auch eine wichtige Struktur zur Koordination und Zusammenarbeit. Darüber hinaus werden viele weitere Projekte und Initiativen im Bereich der Prävention unterstützt und gefördert. Diese Treffen dienen dem Ziel, den Austausch zu intensivieren und das Netzwerk noch enger zu knüpfen.
Soziallandesrat Hannes Amesbauer unterstrich, dass der Bereich Gewaltschutz im Sozialressort höchste Priorität hat: „Trotz budgetärer Herausforderungen war es uns wichtig, alle regionalen Kinderschutzzentren weiterhin zu fördern. Gleichzeitig haben wir die Mittel für das Gewaltschutzzentrum deutlich erhöht – um 100.000 Euro auf insgesamt 527.000 Euro im Jahr 2026. Allgemein haben wir den Förderschwerpunkt Gewaltschutz ganz bewusst gestärkt. Klar ist aber auch: Gewaltschutz und -prävention ist eine Querschnittsaufgabe, die mehrere Ressorts betrifft und die gesamte Gesellschaft fordert. Umso wichtiger ist der überparteiliche und ressortübergreifende Austausch mit Fachleuten aus allen relevanten Bereichen.“
2021 hat der Steiermärkische Landtag die Gleichstellungsstrategie des Landes Steiermark beschlossen, die dem Thema „Freiheit von Gewalt“ einen eigenen Schwerpunkt widmet und es zur Querschnittsaufgabe für alle Landeseinrichtungen macht. Insgesamt gibt es in der Steiermark neben Einrichtungen wie dem Frauenhaus und dem Gewaltschutzzentrum 21 Außenstellen in allen Regionen des Landes. 2024 verhängten die Polizei beziehungsweise Gerichte Betretungs- und Annäherungsverbote in 1499 Fällen, 364 Frauen und Kinder fanden in diesem Jahr Aufnahme in einem der beiden Frauenhäuser in Graz und Kapfenberg.
Rückfragehinweis:
Anna Spielhofer | Büro LH-Stv. Khom | Mobil: +43 676 8666 4086
Tel. +43 (316) 877 4086 | E-Mail: anna.spielhofer@stmk.gv.at
Graz, am 12. März 2026
Martin Link unter Tel.: +43 (316) 877-2825, bzw. Mobil: +43 (676) 86662825 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: martin.link@stmk.gv.at zur Verfügung.
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