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Radverkehrskonzept Gratwein-Straßengel und Gratkorn

v.l.n.r.: BGM Gratkorn Helmut Weber, Obmann Auschuss für Umwelt und Verkehr ( Gemeinde Gratkorn) GR Mag. Johann Preitler, LR Anton Lang,  BGM Gratwein-Straßengel Harald Mulle, Fachausschussobmann Straßen & Verkehr ( Gratwein-Straßengel) GR Josef Harb Fotocredit: Marktgemeinde Gratwein-Straßengel © Marktgemeinde Gratwein-Straßengel
v.l.n.r.: BGM Gratkorn Helmut Weber, Obmann Auschuss für Umwelt und Verkehr ( Gemeinde Gratkorn) GR Mag. Johann Preitler, LR Anton Lang, BGM Gratwein-Straßengel Harald Mulle, Fachausschussobmann Straßen & Verkehr ( Gratwein-Straßengel) GR Josef Harb Fotocredit: Marktgemeinde Gratwein-Straßengel
© Marktgemeinde Gratwein-Straßengel

Die Radverkehrsstrategie des Landes Steiermark liegt vor und seit gestern auch das dazugehörige Förderprogramm. Landesrat Anton Lang: „Klares politisches Ziel als Verkehrs- aber auch als Umwelt- und Sportlandesrat ist es für mich, den Radverkehr in der Steiermark zu stärken. Das heißt, den Fokus auf den Alltagsradverkehr zu legen und das Fahrrad als vorrangiges Verkehrsmittel für die kurzen Wege des Alltags noch attraktiver zu machen. Dafür haben wir mit der neuen Radverkehrsstrategie des Landes die Grundlagen geschaffen."

Fahrrad als Verkehrsmittel Nummer 1 im Alltag etablieren!

50 Prozent unserer Wege für den täglichen Bedarf sind kürzer als 5 km - das entspricht einer Fahrzeit mit dem Rad von ca. 20 Minuten. Nahezu 3⁄4 aller Wege sind kürzer als 10 km. „Genau für diese Distanzen ist das Rad ein optimales Verkehrsmittel, eine echte Alternative und eine wichtige Ergänzung zu anderen Mobilitätsformen. Wir wollen das Fahrrad als wesentliches Bindeglied einer nachhaltigen, aktiven und multimodalen Mobilität in der Steiermark etablieren", so Landesrat Anton Lang.

In der Radverkehrsstrategie steht die ganzheitliche Planung im Vordergrund - diese umfasst sowohl infrastrukturelle, bewusstseinsbildende als auch organisatorische Maßnahmen. Landesrat Anton Lang: „Es freut mich, dass sich die beiden Marktgemeinden Gratwein-Straßengel und Gratkorn als die beiden ersten Gemeinden in Kooperation dazu entschlossen haben, den durch die Radverkehrsstrategie 2025 skizzierten Weg mit uns zu gehen. Was mir in Zusammenhang mit der Gemeindekooperation besonders wichtig ist: Radfahren umfassender zu denken bedeutet, dass man auch über Gemeindegrenzen ‚hinwegdenkt‘. Schließlich interessiert den einzelnen Radfahrer, die einzelne Radfahrerin nicht, wo die Ortstafel steht, sondern vielmehr, dass es ein attraktives und sicheres Radverkehrsnetz gibt!"

Das Verbindende steht im Vordergrund

Das Radverkehrskonzept wird die Grundlage für die Entwicklung des Radverkehrs in Gratwein-Straßengel und Gratkorn für die nächsten Jahre darstellen. Dabei werden umfassende Maßnahmen in einem kooperativen Prozess mit Partnern aus dem Land, der beiden Marktgemeinden, der Baubezirksleitung steirischer Zentralraum und externen Fachplanern entwickelt. Bürgermeister der Marktgemeinde Gratwein- Straßengel, Harald Mulle: „Wir wissen, dass täglich rund 17.000 Kfz über die Murbrücke im Norden der beiden Gemeinden fahren - der kleinregionale gemeindegrenzen-überschreitende Austausch ist enorm, jedoch damit auch das Potenzial für den Radverkehr! Den Radverkehr auszubauen, macht aus umwelt- und verkehrspolitischen Gründen Sinn, zusätzlich trägt es auch zur Lebensqualität der BürgerInnen in unseren beiden Gemeinden bei. Daher haben wir den Vorschlag des Landes Steiermark gerne aufgegriffen und den Start der Erarbeitung eines umfassenden Radverkehrskonzeptes veranlasst."

Ziel sei es, ein lückenloses Radverkehrsnetz zu entwickeln, unter bestmöglicher Einbindung der bestehenden Infrastruktur. Das umfasst einfache Markierungsarbeiten über Verordnungen bis hin zu umfassenden baulichen Maßnahmen - insbesondere die Verbindung zwischen den Gemeinden wird eine zentrale Rolle im Konzept einnehmen. Bürgermeister der Marktgemeinde Gratkorn, Helmut Weber: „Besonders wichtig ist uns die Einbindung der Bevölkerung in die Erarbeitung des Konzeptes. Dazu werden wir die Ideen unserer BürgerInnen einfließen lassen, denn schließlich sind sie es ja, die das Fahrrad im Alltag verstärkt nutzen sollen und die bestehenden Verkehrswege in den Gemeinden am besten kennen. Als erster Schritt wurde eine Befragung ins Leben gerufen - als Beilage in den

Gemeindenachrichten und als Online Befragung1. Neben dem Ausbau der Infrastruktur ist auch Bewusstseinsbildung sehr wichtig. Wir möchten verschiedene Zielgruppen ansprechen und durch Aktionen, Kampagnen und Veranstaltungen zum Thema Radverkehr mehr Bewusstsein für die vielfältigen Vorteile des Radfahrens schaffen!"

Umfassender Erarbeitungsprozess bis Sommer 2018

Aus Sicht der Baubezirksleitung Steirischer Zentralraum steigert die gemeindeübergreifende Kooperation die Qualität des Vorhabens überaus stark. Baubezirksleiter Thomas Hofer: „Das Radverkehrskonzept enthält eine Vielzahl von Maßnahmen, welche den Radverkehr fördern werden. Die infrastrukturellen Maßnahmen betreffen den Ausbau des Radverkehrsnetzes mit Hauptrouten und Nebenrouten (Verkehrssicherheit und Komfort für RadfahrerInnen), die Entschärfung von konfliktreichen Knotenpunkten mit höchster Priorität, das Aufstellen von Radabstellanlagen und ein Leitsystem (Wegweisung)."

Die Erarbeitung des Konzepts wurde bereits gestartet und ein ambitionierter Arbeitsplan liegt vor. „Ein erster wesentlicher Schritt für die Entwicklung des Radverkehrskonzeptes wurde bereits im Herbst 2017 abgehakt: die gemeinsame Befahrung der beiden Gemeinden. Die Entwicklung des Radverkehrskonzeptes wird in weiterer Folge über verschiedene Workshops und Termine abgewickelt", erklärt Bürgermeister Mulle. „So wird es einen Workshop zu Infrastruktur und Netzplanung, zu Bewusstseinsbildung und - ganz wichtig - eine Bürgerbeteiligungsveranstaltung, die eine Informationsweitergabe und die Diskussion des Konzepts mit der Bevölkerung ermöglichen soll."

Das Radverkehrskonzept soll im Sommer 2018 fertiggestellt werden. Auf Basis des Konzeptes wird dann zwischen dem Land Steiermark und den Marktgemeinde Gratwein-Straßengel und Gratkorn ein Rahmenvertrag Radverkehr abgeschlossen. Darin wird ein verbindlicher Umsetzungsplan für Radverkehrsmaßnahmen für die nächsten Jahre enthalten sein.

„Wichtig ist mir, dass nicht die Abholung von Fördermitteln, sondern die Idee der Etablierung des Fahrrades als Verkehrsmittel Nummer 1 im Alltag für die Gemeinden im Vordergrund steht. Ganz nach dem Motto ‚Kommune der kurzen Wege‘. Aber natürlich haben wir mit den gestern von der Stmk. Landesregierung beschlossenen neuen Förderrichtlinien auch in finanzieller Hinsicht neue Anreize für die Gemeinden geschaffen", so Landesrat Anton Lang abschließend.

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