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Kampus: „Lassen niemanden im Stich“

Graz, 31. Jänner 2018

PPC-Schließung: Land bietet rasche Unterstützung an

Dienstag wurden die MitarbeiterInnen des Isolatorenherstellers PPC Frauental von der Schließung des Standortes in der Weststeiermark informiert. Mehr als 100 Menschen verlieren damit ihren Arbeitsplatz. Für die betroffenen Personen wird es umfassende und rasche Hilfe geben, teilt Soziallandesrätin Doris Kampus mit. Massive Kritik an der Schließung kommt von Gewerkschafter Josef Muchitsch.

Trotz intensivster Bemühungen der MitarbeiterInnen in den vergangenen Monaten wurde am Dienstag von der Unternehmensleitung bekannt gegeben, dass der PPC-Standort in Frauental mit Ende April geschlossen wird. „Eine Schließung ist für alle Betroffenen und deren Angehörige eine ganz furchtbare Situation. Daher unternimmt das Land Steiermark alles, um diesen Menschen wieder Zukunftsperspektiven zu bieten", erklärt Soziallandesrätin Doris Kampus. Gemeinsam mit dem AMS und der Gewerkschaft wird an tragfähigen Übergangslösungen und neuen beruflichen Optionen für die früheren PPC-MitarbeiterInnen gearbeitet. Kampus hofft, dass möglichst viele Ex-PPC-MitarbeiterInnen dank der guten Wirtschaftsentwicklung in Unternehmen der Region neue Jobs finden.

Bereits im Vorjahr wurde ein Sozialplan ausgearbeitet, der positiv zu beurteilen sei, erinnert Gewerkschafter Josef Muchitsch. Die Gewerkschaft unterstütze alle Bemühungen, für die Betroffenen rasche Hilfe zu organisieren. Grundsätzlich sei er von der Entscheidung des Unternehmens aber sehr enttäuscht, unterstreicht Muchitsch und verweist auf das große Entgegenkommen, das die MitarbeiterInnen in der Vergangenheit gezeigt haben. Zu den größten Kunden des Isolatorenherstellers gehört die ÖBB. Muchitsch: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die Isolatoren künftig aus dem ausländischen Werk von PPC bezieht."

Zu begrüßen sei auch eine bestehende Stiftung, erläutern Soziallandesrätin Kampus und Gewerkschafter Muchitsch, die sich als ein ausgefeiltes und erprobtes Instrument in regionalen Krisensituationen erwiesen habe. Grundsätzlich zielen die Unterstützungsmaßnahmen einer Stiftung darauf ab, für die Betroffenen eine möglichst rasche Integration in den Arbeitsmarkt zu erreichen. Nach einer Berufsorientierungsphase wird ein individueller Maßnahmenplan erstellt. Dieser Plan besteht aus abgestimmten, arbeitsmarktpolitisch relevanten beruflichen Ausbildungswegen und Qualifizierungsmöglichkeiten, die im Rahmen der weiteren Stiftungsteilnahme umgesetzt werden.

„Wir werden alles tun, was möglich ist, um den Betroffenen zu helfen. Wir lassen niemanden im Stich!", betonen Kampus und Muchitsch abschließend.

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