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Das Naturschutzzentrum Weitental in Bruck an der Mur ist einzigartig in der Steiermark und feiert heuer sein 40-jähriges Bestehen.

: Bürgermeister Peter Koch, Siegfried Prinz, Gerd Stefanzl, Andreas Steininger und Landesrat Anton Lang. © Stadt Bruck/Michael Maili
: Bürgermeister Peter Koch, Siegfried Prinz, Gerd Stefanzl, Andreas Steininger und Landesrat Anton Lang.
© Stadt Bruck/Michael Maili

Das Weitental ist wohl einer der schönsten Naturjuwele in der Region. Nur wenige
Gehminuten vom Zentrum von Bruck an der Mur entfernt, liegt das beliebte
Erholungsgebiet, das in vielfacher Hinsicht etwas zu bieten hat. Herzstück ist das
Naturschutzzentrum, das im Jahre 1977 von vier Biologiestudenten unter der Leitung von
Gerd Stefanzl ins Leben gerufen wurde. Damaliger Schwerpunkt war der Aufbau einer
Eulen- und Greifvogelstation zu Forschungs- und Nachzuchtzwecken sowie der
Biotopschutz. Danach wurde das Zentrum Schritt für Schritt idealistisch von einer Handvoll
engagierter Personen aufgebaut.


Mit Übernahme der Leitung durch Siegfried Prinz im Jahre 1990 wurde die Station durch
den Bau von großzügigen Volieren und Gehege-Anlagen maßgeblich vergrößert. Fünf Jahre
später stellte man das Naturschutzzentrum unter Bürgermeister Bernd Rosenberger auf
professionelle Beine. Dazu wurde ein Trägerverein zur Förderung des Naturschutzzentrums
ins Leben gerufen, was auch den Beginn der touristischen Nutzung dieses Naturjuwels
markierte.


Bereits 1995 erhielt die Stadt Bruck für das Projekt Weitental den Landesumweltpreis. Viele
weitere Projekte und Auszeichnungen folgten, die den Bekanntheitsgrad des
Naturschutzzentrums österreichweit steigerten. Im Zuge der Landesausstellung 2006 in
Bruck wurden sämtliche Infrastrukturen neu errichtet bzw. adaptiert. So stehen nun auf
40.000 m2 modernste Volieren und Gehegeanlagen, Bildungspavillons sowie ein Seminar und
Erlebnisraum zur Nutzung der vielfältigen Aufgaben zur Verfügung.Das Naturschutzzentrum Bruck ist als Auffang-, Pflege- und Auswilderungsstation desLandes Steiermark tätig und hat sich in erster Linie den Schutz von Eulen- und Greifvögelnzur Aufgabe gemacht. Zudem werden hier verschiedene andere Vogelarten sowie
untergeordnet Kleinsäuger (Wildtiere) vorübergehend zur Pflege aufgenommen. Jährlich
werden rund 400 Wildtiere verwahrt, versorgt, gesund gepflegt und zu einem Großteil
wieder ausgewildert. Permanent befinden sich etwa 150 geschützte Tiere in der
Auffangstation, allen voran fehlgeprägte Arten, die beschlagnahmt wurden oder
Dauerverletzte, die nicht mehr auswilderbar sind.Das Jubiläum „40 Jahre Naturschutzzentrum" wurde mit einem Fest im Weitentalgebührend gefeiert. Gerd Stefanzl, einst Gründer des Zentrums, berichtete über die
Geburtsstunde des Naturschutzzentrums, und Johann Zebinger vom Referat Naturschutz
des Landes Steiermark lobte die hervorragende Arbeit, die im Weitental seit Jahrzehnten
tagtäglich geleistet wird.


Landesrat Anton Lang hob die Bedeutung des Naturschutzzentrums für die gesamte
Steiermark hervor und meinte, dass andere Bundesländer „neidvoll hierher blicken".
Bürgermeister Peter Koch verwies auf die stetige Weiterentwicklung des
Naturschutzzentrums, das eine wahre „Perle der Natur" sei.
Koch überreichte dem Leiter Siegfried Prinz und Andreas Steininger, Vorstandsmitglied
des Trägervereins, für ihren stetigen Einsatz eine Ehrenurkunde der Stadt Bruck. Gemeinsam
mit Lang eröffnete das Stadtoberhaupt auch die neuen Volieren für Greifvögel und Eulen, die
Wasservolieren sowie eine moderne Quarantäne- und Krankenstation.
Im Rahmenprogramm demonstrierte die Wildbachverbauung eine Flutung des
Naturschutzzentrums und Kinder konnten bei „Wildniswissen" ihre Kenntnisse über die
Natur unter Beweis stellen. Für die musikalische Umrahmung des Festes sorgten die
Jagdhornbläser sowie die Gruppe Fiedlkouch.

Rückfragen:
Mag. Christian Mayer, Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Bruck an der Mur |
Tel +43 (0)3862 / 890 - 4420 | Mobil +43 (0)664 / 82 40 973

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