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2018 konnten erlaubte Feinstaub-Überschreitungstage eingehalten werden

LR Lang und HR Semmelrock © Land Steiermark
LR Lang und HR Semmelrock
© Land Steiermark

Der Landesrat ließ gleich zu Beginn mit einer positiven Nachricht aufhorchen: „Im abgelaufenen Jahr 2018 konnten erstmals seit 2016 trotz eines schlechten Starts die erlaubten Feinstaub-Überschreitungstage eingehalten werden." Dieser Erfolg rühre aus der konsequenten Umsetzung und Weiterentwicklung des Luftreinhalteprogramms Steiermark. „Wie sich in den letzten 10 Jahren besonders deutlich herausgestellt hat, zeigen nur mittel- bzw. langfristig geplante und genau durchdachte Maßnahmen Wirkung. Insgesamt sind in den letzten Jahren rund 60 Mio. Euro gezielt in die Verbesserung der Luftgüte investiert worden - dabei sind die Mittel, die über energietechnische Maßnahmen die Luft ebenfalls verbessern, gar nicht mitberücksichtigt", so Lang, der betonte: „Besonders erwähnen möchte ich dabei den Ausbau der Fernwärme in Graz mit weit über 10.000 Neuanschlüssen seit 2008, welche aus Mitteln des Landes und der Stadt Graz gefördert wurden. Alleine durch diese Maßnahme im Heizungsbereich werden Jahr für Jahr rund 39 Tonnen Feinstaub eingespart. Mit der Inbetriebnahme der Abwärmenutzung der SAPPI in Gratkorn, des Solaren Großspeicherprojektes HELIOS und mit dem Beschluss zur Finanzierung des weiteren Fernwärmeausbaus in Graz haben wir im vergangenen Jahr Meilensteine gesetzt."

Die Umstellung von alten Heizungsanlagen auf Fernwärme und moderne, umweltschonende Heizsysteme stellen nach wie vor einen besonderen Schwerpunkt bei den Maßnahmen zur Reduktion der Luftbelastung dar. „Seit dem Vorjahr wird dieser Umstieg im Land mit bis zu 5.000 Euro gefördert. Das Land hilft damit den steirischen Haushalten auch beim Senken ihrer Heizkosten. Durch die neue Bundesförderung, die es zusätzlich seit 1. März 2019 gibt, kann man künftig sogar eine Förderung von bis zu 10.000 Euro für den Austausch alter Heizsysteme erhalten", so der Landesrat.

Im Verkehrsbereich waren es laut Lang besonders Geschwindigkeitsbeschränkungen durch Verkehrsbeeinflussungsanlagen (kurz VBA-Anlagen), die Fahrverbote für Alt-LKW inkl. der Förderung der Neuanschaffungen, Förderungen für Hybrid- und Erdgastaxis, Förderungen im Bereich E-Mobilität und E-Carsharing, die erfolgreiche `Mikro-ÖV´-Strategie sowie die Radverkehrsstrategie und Maßnahmen zur Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs, die nachhaltig zur Reduktion der Schadstoffbelastung beigetragen haben.

Mit der bekannten Aktion „Meine Luft - Reine Luft" hat das Ressort im Bereich des Öffentlichen Verkehrs in den letzten Wintern einmal mehr eine sehr wirksame Maßnahme im Rahmen des Luftreinhalteprogrammes Steiermark gesetzt. Die Aktion „Stundenticket ist gleich Tagesticket" hat sich mittlerweile als Fixpunkt etabliert und wird von der steirischen Bevölkerung sehr gut angenommen. „Im Aktionszeitraum gab es eine Steigerung bei den Fahrgästen um 4 %, in absoluten Zahlen ein Plus von 11.000 Kunden. Wir schaffen damit ein Anreizsystem zum Probieren und für den Umstieg vom Pkw auf den Öffentlichen Verkehr", betonte Lang.

Der Umweltlandesrat erkläre auch, dass er sich erst dann zufriedengebe, wenn - unabhängig von meteorologischen Einflüssen - die Grenzwerte dauerhaft eingehalten werden können. „Mit den Ergebnissen aus dem Jahr 2018 sind wir damit auf dem richtigen Weg", so Lang.

In der laufenden Regierungsperiode wurden folgende Maßnahmen eingeleitet bzw. umgesetzt:

Umsetzung der S 8 und S 9 zwischen Unzmarkt und Mürzzuschlag.
Installierung von permanenten Frontlade-Radarstationen auf der A 2 bei Feldkirchen zur strengeren Überwachung der Tempo-100-Beschränkung
Einführung eines permanenten IG-L 100ers zwischen Graz Ost und Graz West
Ausbau der Abwärmenutzung SAPPI Gratkorn zur Fernwärmeversorgung (FW) in Graz und Förderung von FW-Anschlüssen.
Beschluss zur Finanzierung des weiteren FW-Ausbaus in Graz
Inbetriebnahme des erneuerbaren Großspeicherprojektes HELIOS als Bestandteil des Grazer Fernwärmenetzes
Förderprogramm für den Austausch alter Heizkessel
Förderprogramm für den Ankauf von E-Fahrzeugen
Testaktionen E-Mobilität „6 Tage 60 Euro" bzw. „2 Tage 20 Euro"
Förderprogramm für E-Carsharing Projekte in Gemeinden
Förderung für E-Taxis, Hybrid- und Erdgas Taxis
Förderung für den vorzeitigen Ankauf von EURO 6 LKW
Förderung zur Umsetzung von `Mikro-ÖV´-Lösungen
Umsetzung der Radstrategie Steiermark
Regiobus-Offensive Steiermark
Mitfinanzierung des Straßenbahnausbaus in der Landeshauptstadt Graz
Aktionen zur Bewusstseinsbildung und Erhöhung des Anteils am ÖV, wie die sehr erfolgreiche Aktion Meine Luft = Reine Luft.

Aktuell werden mit der Überarbeitung des Luftreinhalteprogrammes zur nachhaltigen Verbesserung unserer Luftqualität weitere mittel- bis langfristig wirksame Handlungsoptionen entwickelt, die umweltgerecht und vor allem sozial ausgewogen sind. „Es wird kein soziales Ungleichgewicht geben, wenn es um die Frage geht, ob sich jemand seine Mobilität oder seine Heizung leisten kann.  Diesbezüglich habe ich den Auftrag erteilt, alle Maßnahmen hinsichtlich dieser wichtigen Faktoren zu prüfen. Es steht dabei für mich, der ich auch für das Verkehrsressort in der Steiermark die Verantwortung trage, fest: Der ÖV, der `Mikro-ÖV´ und der Radverkehr werden hier neben unserer Heizungsoffensive weiterhin eine entscheidende Rolle einnehmen", stellte Lang klar.

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