Bei der Waldbachbrücke startet letzter Bauabschnitt

Sukzessive werden an der B 115 sechs Brückenobjekte durch Erzberg-Material ersetzt

Hans Peter Iraschko, Vzbgm. Eisenerz, Bernd Pitner, Baubezirksleiter Obersteiermark Ost, Josef Pappenreiter von der VA Erzberg, LH-Stv. Anton Lang und Andreas Kammersberger von der A 16 (v.l.).
Hans Peter Iraschko, Vzbgm. Eisenerz, Bernd Pitner, Baubezirksleiter Obersteiermark Ost, Josef Pappenreiter von der VA Erzberg, LH-Stv. Anton Lang und Andreas Kammersberger von der A 16 (v.l.).© Land Steiermark

2021 wurde mit 11.000 m3 Dammbaumaterial die „Böschungsfußsicherung" und damit Bauabschnitt eins umgesetzt. So wurde 50 Höhenmeter unterhalb der Waldbachbrücke an der B 115, Eisenstraße, der Hang stabilisiert. Mit weiteren 53.000 m3 wurde seit April im Bauabschnitt zwei die Basis für den Ersatz der Waldbachbrücke gelegt und eine Dammschüttung bis rund sieben Meter unterhalb der jetzigen Fahrbahn hergestellt.

„Am gegenüberliegenden Erzberg fallen jedes Jahr nicht nur einige Millionen Tonnen Abraummaterial an, sondern es kann auch hochwertiges Schüttmaterial für den Straßenbau produziert werden. Mit dieser Art des ,Brückenersatzes‘ gehen wir gemeinsam mit der VA Erzberg GmbH einen völlig neuen, innovativen Weg, den wir bei weiteren fünf Brücken am Präbichl anwenden werden. Im Endausbau können sechs große Brücken durch eine Erdbaustrecke ersetzt werden. Schlussendlich ersparen wir uns damit kostenintensive Sanierungsmaßnahmen", so Verkehrsreferent und Landeshauptmann-Stv. Anton Lang anlässlich des heutigen Starts zum dritten und letzten Bauabschnitt.

Primär wird heuer noch der Parkplatz „Erzbergblick" umgestaltet. Hier ist die Errichtung eines Einbahnsystems mit einer südlichen Zufahrt unter Ausnützung des bereits bestehenden Linksabbiegestreifens und einer in nordöstliche Richtung verschobenen Ausfahrt geplant. Nachdem die zwei bestehenden Bushaltestellen Schafriedel in das Parkplatz-Areal verlegt werden, wird die Zu- bzw. Ausfahrt auf die Benützung mit 15 Meter-Bussen ausgelegt. Die Fahrgäste werden sich hier zukünftig über ein Fernanmeldesystem beim Linienbusfahrer anmelden können, womit die Haltestelle nur mehr im Bedarfsfall angefahren wird.

„Eine große Herausforderung ist sicherlich die Entwässerung. Die Ableitung der Straßenwässer erfolgt prinzipiell getrennt von der Ableitung der Hangwässer. Für die Behandlung der Straßenwässer wird im Innenbereich der Einbahnstraße zur Erschließung des Parkplatzes ein Absetzbecken mit einer 200 Quadratmeter großen Oberfläche sowie ein Bodenfilterbecken mit einer Oberfläche im Ausmaß von 1.200 Quadratmeter angelegt. Hangwässer werden über ein Grobsteingerinne, einen Batteriespeicher und eine verrohrte Ableitung gedrosselt in nördliche Richtung in den Krempelgrabenbach übergeleitet", erklärt Andreas Kammersberger von der A16, Verkehr und Landeshochbau.

Nach den Wintermonaten startet im nächsten Jahr der Abtrag der knapp 150 Meter langen Waldbachbrücke, wofür die Errichtung einer Baustellenumfahrung mittels einer bewehrten Erde-Konstruktion bergseitig der Waldbachbrücke notwendig ist. Die Gesamtkosten betragen rund fünf Millionen Euro, wobei hier schon einige Vorleistungen für den Ersatz der Erlengrabenbrücke inkludiert sind (voraussichtlich ab 2025). Danach folgen noch die Mulden-, Felsengraben-, Bösgraben- und Lawinengangbrücke.

11. Oktober 2022

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